Saisonabschlussbericht 2022/2023

Das Herren 1-Team war trotz einiger personeller Veränderungen gewillt an die erfolgreiche vergangene Saison anzuknüpfen und um es vorneweg zu nehmen, dies gelang ziemlich gut.
Lange Vorbereitungszeit hatte das Team nicht, denn gut vier Wochen nach dem Kickoff Mitte Mai ging es gleich im Cup gegen das NLB-Team Floorball Fribourg voll zur Sache. In einem hitzigen (temperaturbedingt) und intensiven Spiel konnte sich Pfanni mit 7:4 durchsetzen. Auch die nächste Runde gegen die Rheintal Gators konnte mit 7:3 erfolgreich gestaltet werden, so dass zum eigentlichen Saisonstart im 1/16-Finale der NLA-Absteiger UHC Thun begrüsst werden durfte. Die Berner Oberländer waren jedoch zu stark und so blieb die erhoffte Überraschung aus.

Der Fokus konnte nun vollends auf die Meisterschaft gelegt werden. Der Start gelang mit 4 Siegen in Folge gut und erst in Spiel Nummer 5 erlitt man gegen Bülach Floorball einen ersten Dämpfer mit der 4:5 Niederlage. Die folgenden 5 Spiele, unter anderem die Spitzenspiele gegen UH Bassersdorf-Nürensdorf (8:3) und Iron Marmots Davos-Klosters (7:5) konnten aber teils auf eindrückliche Art und Weise gewonnen werden und so resultierte nach der Hinrunde der starke 2. Qualifikationsrang. Der Start in die Rückrunde verlief dann mit einem 10:0 gegen den späteren Halbfinalisten die Glattal Falcons ebenfalls eindrücklich und problemlos. Nach diesem Spiel erfolgte jedoch ein kleiner Einbruch mit zwei Niederlagen gegen die Jona-Uznach Flames und die Vipers InnerSchwyz, welcher sicherlich auch auf verletzungsbedingte Ausfälle zurückzuführen war. Pfanni fing sich jedoch rasch wieder und konnte zum Abschluss des Jahres in Appenzell und in Bülach noch die volle Punktezahl einfahren. Das Jahr 2023 war dann geprägt von knappen Resultaten. Zum Abschluss der Qualifikation wechselten sich Siege und Niederlagen ab, dennoch konnte bis zur letzten Runde vom Qualifikationssieg geträumt werden, da auch der Leader aus Nürensdorf schwächelte. Letztendlich blieb der 3.Qualifikationsrang und somit die Playoff-Herkules-Aufgabe gegen Bülach Floorball.

Vor grosser Kulisse konnte sich Pfanni gegen die Zürcher Unterländer mit 6:4 und 6:5 hauchdünn durchsetzen und sich für die Halbfinalspiele qualifizieren. Dort warteten die jungen, aufstrebenden Jona-Uznach Flames. Auch diese Serie war an Spannung kaum zu überbieten und liess viele Fingernägel kauende Zuschauer zurück. Auch im Halbfinale konnte Pfanni mit 4:3 und 4:2 die Oberhand behalten und sich zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte für den Playoff-Final der höchsten Regionalliga qualifizieren. Gegner in diesem Finale war der NLB-Absteiger aus Davos. Die Bündner bekundeten zum Saisonstart Mühe, legten dann aber einen Steigerungslauf sondergleichen hin und starteten mit dem Selbstverständnis von 16 Siegen in Folge in die Finalserie. Das erste Duell in Davos war lange offen, hiess es doch nach 48. Minuten nur 2:1 aus Sicht der Murmeltiere. Mit einem Schlussspurt und grosser Effizienz gewannen sie dann letztendlich aber zu deutlich mit 6:1. Tags darauf hatte Pfanni bereits die Möglichkeit für die Revanche. Die Zürcher Oberländer zeigten vor über 300 lautstarken Zuschauern eindrückliche erste 20 Minuten und spielten die Davoser an die Wand und führten mit 2:0. Die Davoser machten den Rückstand zu Beginn des Mitteldrittels aber in 86 Sekunden weg. Pfanni liess sich aber nicht aus dem Konzept bringen und ging noch zweimal in Führung, doch Davos konnte das Spiel in der Schlussphase «stehlen» und den zweiten Sieg in der Serie einfahren. Am 11. März 2023 ging es dann wieder nach Davos mit dem Ziel die Wende einzuleiten. Doch dies sollte gegen die äusserst abgeklärten Bündner nicht gelingen, 4:9 lautetet das klare Schlussverdikt und somit war das vorzeitige Saisonende besiegelt. Highlight in diesem letzten Spiel war definitiv das letzte Karrieretor von Roman Weber im Herren 1-Dress, welches er kurz vor Schluss mittels Freistoss erzielen konnte. Die Enttäuschung nach diesem Spiel war gross, wollte das Team doch unbedingt den 1.Liga-Titel gewinnen, doch letztendlich scheiterte man an einem starken Gegner, dem man nur gratulieren konnte.

Die Saison sportlich einzuordnen fällt nach der Enttäuschung ziemlich schwer. Alles in allem war es aber erneut eine äusserst gelungene, erfolgreiche und erfreuliche Saison. Schliesslich ist und war der Vorstoss in den Cup-1/16-Final und den Playoff-Final nie eine Selbstverständlichkeit und wird dies auch nie werden – von dem her sind wir dankbar für alle wunderbaren Erlebnisse in dieser Saison.

Erfreulich war einmal mehr, dass wir in den insgesamt 16 Heimspielen wiederum 3'300 Zuschauer begrüssen durften, die nicht nur zuschauten, sondern für wunderbare und unvergleichliche Stimmung an den Heimspielen sorgten und auch auswärts immer gerne gesehen waren – herzlichen Dank an dieser Stelle an unsere treue Fangemeinde im Namen des ganzen Teams, wir schätzen diese Unterstützung ungemein.

Zum Schluss darf festgestellt werden, dass der Teamspirit innerhalb der Mannschaft über die Saison hinweg noch grösser geworden ist und dies bezieht sich nicht nur auf die Trainings und die Spiele, sondern auch auf das Leben abseits des Unihockeyfeldes. Trotz allem, wird das Fanionteam aber auch auf die kommende Saison hin weitere Abgänge altgedienter Haudegen und Identifikationsfiguren erfahren, die sowohl sportlich, aber vor allem auch menschlich schmerzen. Bereits bekannt sind da Thiemo Scharfenberger (325 Spiele), Roman Weber (323 Spiele), Renato Studer (149 Spiele) oder Sandro Kellermüller (59 Spiele). Wie sich das Team weiter verändern wird, wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen.

Zum Schluss habe ich doch noch folgende Auszeichnungen:

Bezeichnung Spieler Wertung
Topscorer:
Florian Nideröst
51 Punkte (33 Tore / 18 Assists)
Toptorschütze:
Florian Nideröst
33 Tore
Topassistgeber:
Florian Hafner
33 Assists
Strafenleader:
Gabor Büsser
12 Strafminuten
+/- - Leader:
Florian Hafner
+33
Key-Player
Florian Hafner
20.856 Key-Points
Best Goalie:
Patrick Weber
12 Siege / 1 Shut-Outs / 15.000 AVG
Best Defender:
Nicola Heierli

27 Punkte (15 Tore / 12 Assists)

Best Offenseplayer:
Florian Nideröst
51 Punkte (33 Tore / 18 Assists)
Most Games:

Sandro Kellermüssler / Pascal Zumkehr

27 Spiele

 

Coach Saison 2022/2023
Marc Werner
komplette Saison
Assistent Saison 2022/2023
Chrigi Maurer
komplette Saison
Physio Saison 2022/2023
Stephanie Derendinger
komplette Saison