Matchberichte Saison 2023/2024


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2.Playoff-Viertelfinale
           
1.Playoff-Halbfinale
2.Playoff-Halbfinale
3.Playoff-Halbfinale
           
1.Playoff-Finale
2.Playoff-Finale
3.Playoff-Finale
4.Playoff-Finale
         
1.Auf-/Abstiegsspiel
2.Auf-/Abstiegsspiel
3.Auf-/Abstiegsspiel
4.Auf-/Abstiegsspiel
         

4.NLB-Auf-/Abstiegsspiel UHT Eggiwil - UHC Pfannenstiel (Ballsporthalle Oberemmental, Zollbrück)
07.04.2024

 

Stand
Po1
Po2
Po3
Po4
Po5
Pfanni
11
5
3
7
Eggiwil
5
2
4
5
Der UHC Pfannenstiel hat seiner 40 Spiele dauernden Saison mit dem 7:5-Auswärtssieg gegen den UHT Eggiwil die Krone aufgesetzt und zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den Aufstieg in die NLB - unter die besten 24 Teams - der Schweiz geschafft. Dieser Aufstieg schmeckt umso süsser, da gegen denselben Gegner am selben Ort vor 5 Jahren die erste NLB-Kampagne mit dem Abstieg zurück in die 1.Liga endete. Statt tränen gab es dieses Mal Party und Gänsehaut pur, das sah auch Best Player und 3-fach Torschütze Suter so «Es war einfach ein riesen Kampf gegen Eggiwil, aber letztendlich ist es einfach ein wunderschönes Erlebnis mit diesem Team den Aufstieg feiern zu dürfen. Alle haben sich 100% eingesetzt und das ist nun der verdiente Lohn dafür. Es war schlicht wieder unglaublich vor dieser Kulisse einen so wichtigen Erfolg zu erzielen – Danke für diesen riesigen Support».

Die Eggiwiler starteten mit viel Druck ins 4. Duell und schnürten den UHC Pfannenstiel die ersten paar Minuten in der eigenen Zone ein, doch die Zürcher Oberländer standen gut und schirmten Torhüter Weber gekonnt ab. So blieben Grosschancen in den Startminuten aus. Mit zunehmender Spieldauer konnte sich Pfanni immer besser aus der Umklammerung lösen und zugleich vermehrt das eigene Spiel aufziehen. Die erste gute Chance gehörte dann aber doch den Einheimischen mit einem Abschluss aus halbrechter Position, doch Torhüter Werber war auf dem Posten. In der 12. Minute war es dann Nideröst, der seinen Abschluss knapp am linken Torpfosten vorbeistreifen sah. In der 16. Minute konnte dann das erste Tor bejubelt werden und dieses ging auf das Konto der Zürcher Gäste. Luchsinger setzte sich auf der rechten Seite gekonnt durch, behielt die Übersicht und sah im Zentrum den heranstürmenden Bier, welcher mittels Direktschuss zum wichtigen 1:0-Führungstreffer traf. Gleich im Anschluss hatte Eggiwil zwei Mal den Ausgleich auf dem Stock. Zuerst scheiterte Schlüchter am hervorragend reagierenden Weber und den Nachschuss blockte Schellenberg in bekannter Manier weg. Die Schlussphase des ersten Drittels gehörte dann eindeutig dem UHC Pfanni und sie zeigten sich ausserordentlich kaltblütig. Zuerst reagierte Suter nach einem Freistoss am schnellsten und erhöhte für seine Farben auf 2:0 und gut eine Minute später war es Chlebda, der sich in der Mittelzone einen Ball erkämpfen konnte und bei der 2:1-Situation schön quer auf Schläpfer legte, der nur noch einschieben musste. Mit einer 3:0-Führung ging es somit in die erste Pause. Pfanni zeigte ein abgeklärtes erstes Drittel und war jederzeit hellwach.

Die Eggiwiler liessen sich aber von diesem Rückstand nicht aus dem Konzept bringen und begannen das Mitteldrittel mit noch mehr Tempo und Intensität und dies sollte sich auszahlen. In der Startminute konnte Pfanni-Hüter Weber zwar die Abschlüsse von Schwendimann und Zysset noch mit starken Paraden abwehren, doch in der 24. Minute musste dann auch er sich das erste Mal geschlagen geben. Der Finne Hämäläinen reagierte auf einen freien Ball im Slot am schnellsten und brachte die Hoffnung für die Einheimischen zurück. Als wenig später Bier wegen Bodenspiels eine Strafe absitzen musste, nutzte dies Eggiwil zum 2:3. Dieses Mal war es der interne Topscorer Fankhauser der mit einem Distanzschuss traf. Das Spiel war somit komplett neu lanciert. Pfanni hatte aber wie schon so oft in dieser Serie die richtige Antwort bereit. Suter setzte sich mittels Laufspiel durch, spielte quer zu Bartenstein und dieser schloss direkt zum 4:2 ab und dies nur 57 Sekunden nach dem Eggiwiler Anschlusstreffer – gutes Timing. Doch die Freude währte nur kurz, genau gesagt 22 Sekunden. Schwendimann fasste sich kurz nach der Mittellinie ein Herz und sah den Ball wenig später an Freund und Feind vorbei im Pfannenstieler Tornetz zappeln. Das Spiel wurde nun von Minute zu Minute intensiver und die Zweikämpfe wurden hart und konsequent geführt, man sah offensichtlich, was am heutigen Tage auf dem Spiel stand. Trotz einem Powerplay für Pfanni kurz nach Spielmitte, fielen in den zweiten 20 Minuten keine weiteren Tore mehr und so konnte Pfanni mit einer knappen 4:3-Führung ins Schlussdrittel starten.

Die erste Chance gehörte dabei dem UHC Pfanni. Nideröst zog aus der Halbdistanz ab, doch der Eggiwiler Torhüter Stucki konnte den Ball mit der Schulter ins Aus lenken. Noch in derselben Minute machte es dann Suter besser. Er profitierte dabei vom grossen Kampfgeist von Bartenstein hinter dem gegnerischen Tor, der sich den Ball erkämpfte und in den Eggiwiler Slot brachte, wo Suter den Ball zum 5:3 einschieben konnte. In der 46. Minute hatte Pfanni erneut die Möglichkeit in Überzahl aufzulaufen, doch erneut wollte kein Tor fallen. Dem 6:3 am nächsten kam dabei Kulmala, der seinen Abschluss von Querlatte und Pfosten zurück ins Feld prallen sah. Nach einer weiteren guten Chance von Luchsinger und einem satten Distanzschuss von Heierli, war es dann in der 55. Minute Bartenstein vorbehalten auf 6:3 zu erhöhen. Luchsinger spielte ihn bei einem Gegenstoss wunderschön frei. Noch fünf Minuten und drei Tore Vorsprung, konnte da noch etwas schiefgehen? Eggiwil wollte genau diese Frage mit Ja beantworten und setzte nach einem Time-Out mit der Herausnahme des Torhüters alles auf eine Karte. Nach 57:49 brachte Fankhauser mit seinem zweiten persönlichen Treffer die Hoffnung in die Ballsporthalle zurück. Er traf volley und unhaltbar im Slot zum 4:6-Anschlusstreffer, als dann nur 31 Sekunden später Hämäläinen im Pfanni-Slot etwas zu viel Platz zugestanden wurde, den er zum 5:6 nutzen konnte, wurde es nochmals richtig hektisch und die Stimmung erlebte ihren Siedepunkt – es war wohl noch selten in einer Halle so laut. Nur 15 Sekunden nach diesem Anschlusstor war es dann aber erneut Suter, der die Eggiwiler Hoffnungen knickte und Pfanni in den 7. Himmel schoss. Er erzielte mit einem gekonnten Heber ins verlassene Tor das siegbringende 7:5. Die restlichen 15 Sekunden waren dann nur noch Formsache und mit der Schlusssirene brachen alle Dämme und ei Ballsporthalle verwandelte sich in ein riesiges Pfanni-Tollhaus. Es wurde gesprungen, es wurde gejubelt und es wurde richtig gefeiert. 5 Jahre nach dem verdienten Abstieg gegen Eggiwil, ist Pfanni nun also wieder zurück im Oberhaus des Schweizer Unihockeys, in der Nationalliga B – ein riesen Erfolg, der aber auf Grund der Leistungen über die Saison hinweg absolut verdient ist, aber letztendlich gegen Eggiwil hart, sehr hart erkämpft werden musste. Dem UHT Eggiwil gebührt noch ein Dank für die äusserst intensive, umkämpfte und spektakuläre Serie.

Ein wichtiger Faktor für diesen Aufstieg war sicherlich die grosse Breite im Kader des UHC Pfannenstiel und auch die unglaubliche Unterstützung der Fans. Es ist effektiv ein Privileg eine solche Fangemeinschaft im Rücken zu wissen, dass sah auch Pfanni-Urgestein Bartenstein so: «Was war das für ein Spiel, es hatte schlicht alles dabei und war teils ein Wechselbad der Gefühle. So viele Emotionen und dieser Abschluss der Saison, es hätte nicht perfekter sein können. Es zeigte sich heute einmal mehr eindrücklich, was Pfanni für ein Herz, was für ein Charakter und was für eine krasse Fankultur hat». Das Schlusswort gehört niemand anderem als Erfolgstrainer Werner: «Ich bin unglaublich stolz auf das gesamte Team. Wir haben trotz Rückschlägen immer an unser Ziel - das letzte Saisonspiel zu gewinnen - geglaubt. Dieses Team, dieser Verein und diese Fans haben den Aufstieg schlicht verdient.».
Qualifikationszweiter, 1.Liga-Meister, NLB-Aufstieg und Cup-Viertelfinal – es war definitiv eine Saison der Superlative und nun gilt es sich in der kommenden Saison erneut in der NLB zu beweisen. Die Vorfreude im Team und im Verein sind definitiv spürbar, wie auch die spontane Aufstiegs-Grill-Party am wunderschönen sonnigen Sonntag zeigte.

Telegramme:

UHT Eggiwil – UHC Pfannenstiel 5:7 (0:3 / 3:1 / 2:3)
0:1 Bier (Luchsinger) / 0:2 Suter (Bier) / 0:3 Schläpfer (Chlebda) / 2:4 Bartenstein (Suter) / 3:5 Suter (Luchsinger) / 3:6 Bartenstein (Luchsinger) / 5:7 Suter
Aufstellung: P.Weber (Tor), Edelmann (Ersatz); Hurni, Scheuner, Hafner, Nideröst, Forrer; Bier, Hottinger, Bartenstein, Suter, Luchsinger; Heierli, Schellenberg, Schläpfer, Ernst, Chlebda; Bär, Gmür, Kulmala, Ushiu, Büsser.
Strafen: Bier (2 min)

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3.NLB-Auf-/Abstiegsspiel UHC Pfannenstiel - UHT Eggiwil (3-fach Kirchwies, Egg)
07.04.2024

 

Stand
Po1
Po2
Po3
Po4
Po5
Pfanni
11
5
3
Eggiwil
5
2
4

609 Zuschauerinnen und Zuschauer fanden den Weg in die Kirchwies-Halle in Egg zum dritten Spiel der Auf-/Abstiegsspiele zur NLB. Gut zwei Stunden später verliessen die meisten enttäuscht wieder die Halle, denn der UHC Pfannenstiel musste sich in einem an Dramatik kaum zu überbietenden Spiel dem UHT Eggiwil nach Penaltyschiessen geschlagen geben. Während die Emmentaler sämtliche Versuche versenkenten, machten bei Pfanni die Nerven nicht mit und Kulmala traf als einziger von 4 Schützen.

Alles war angerichtet für das dritte Aufeinandertreffen zwischen dem UHC Pfanni und dem UHT Eggiwil – voll Halle, unglaubliche Stimmung und Einlaufkinder. Kurz nach Ablauf der ersten Minute kamen Luchsinger und Bartenstein für Pfanni und Weber für Eggiwil zu den ersten Chancen – ein gegenseitiges Abtasten gab es also nicht. Das war spätestens in der 4. Minute klar als Suter die Einheimischen nach einer schönen Kombination über Luchsinger und Bartenstein mit 1:0 in Führung schiessen konnte. Die Freude währte aber nur einige Minuten, denn in der 9. Minute hatte Kirchhofer hinter dem Tor viel Zeit für eine wunderbare Vorlage auf den heranstürmenden Verteidiger Weber, der zum 1:1 ausgleichen konnte. Es war ein animiertes und abwechslungsreiches Spiel. Durch den Ausgleich liess sich Pfanni aber nicht aus dem Konzept bringen und erarbeitete sich Chancen durch gute Distanzschüsse von Bartenstein du Hottinger, sowie durch Hafner, der nach schöner Kombination im letzten Moment am erfolgreichen Torabschluss gehindert wurde. In der 15. Minute konnten dann aber die vielen Fans erneut jubeln. Ein langer Pass fand Luchsinger, dieser legte wunderbar zurück auf Suter, der mit einem Direktabschluss sein zweites persönliches Tor erzielen konnte. Als kurze Zeit später Wittwer wegen eines Stockschlages die Strafbank aufsuchen musste, hatte Pfanni die Möglichkeit den Vorsprung auszubauen. Nach 18:32 kamen sie diesem Ziel ganz nahe, doch der Abschluss von Hafner traf nur die Querlatte. So endete das erste Drittel mit einer nicht unverdienten Eintore-Führung des Heimteams. Pfanni zeigte bis anhin ein gutes und abgeklärtes Spiel.

Im Mitteldrittel hatte dann der Gegner aus dem Emmental die erste Chance Kiener sah seinen Abschluss aus dem Zentrum aber von Torhüter Weber abgewehrt. Quasi im Gegenzug wurde Pfanni ein Freistoss zugesprochen. Heierli spielte kurz auf Chlebda und dieser traf mit einem schönen Handgelenkschuss in die weite Ecke zum 3:1. Dies Führung hätten im Anschluss Bartenstein, Luchsinger und Forrer bis Spielmitte noch ausbauen können bzw. teils gar müssen, doch es blieb bei der Zweitore-Führung. Pfanni hatte das Spiel nach wie vor unter Kontrolle und konnte sich weitere gute Chancen erarbeiten, doch fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss, so dass das 3:1 auch nach 40 Minuten noch Bestand hatte.

Das letzte Drittel begann dann ereignisreich. Zuerst wurde in der 43. Minute ein Tor von Hafner wegen hohem Stock annulliert – wohl eine knappe Entscheidung. Kurze Zeit später zappelte der Ball dann auf der Gegenseite regulär im Netz. Bei einem Bogenlauf von Schlüchter rutschte Pfanni-Verteidiger Heierli im dümmsten Moment aus und so traf Schlüchter mit einem satten Schuss unter die Querlatte zum Anschluss. Das Spiel war nun definitiv neu lanciert und Eggiwil lief und kämpfte als gäbe es kein Morgen mehr. Pfanni seinerseits wurde etwas defensiver und auch passiver. Glücklicherweise konnte das Heimteam in der 47. Minute in Überzahl auflaufen, doch das Powerplay sollte nicht von Erfolg gekrönt sein. Die beste Chance hatte Hafner nach gut einer Minute, er verpasste aber am weiten Pfosten den Ball. Die Schlussphase war dann ein richtiggehendes hin und her. Nideröst für Pfanni und Kirchhofer für Eggiwil hätten weitere Tore für ihr Team erzielen müssen, doch beide scheiterten. Nach 57:43 setzte Eggiwil dann im Anschluss an das Time-Out alles auf eine Karte und ersetzte den Torhüter durch einen 6. Feldspieler. Diese Massnahme sollte sich für einmal auszahlen. Erneut war es Vereinsurgestein Schlüchter, der bei seinem Team wahre Jubelstürme auslöste. Er verwertete einen sehenswerten Querpass von Weber eiskalt zum 3:3 Ausgleich. Somit ging es weiter mit der Verlängerung.
In dieser Zusatzrunde hatten beide Teams die Möglichkeit das Spiel zu entscheiden. Die besten gehörten aber Pfanni. Chlebda sowie Bartenstein scheiterten aber beide am erneut hervorragende aufgelegten Stucki im Eggiwiler Tor. So musste als das Penaltyschiessen über Sieg und Niederlage entscheiden und in diesem behielten die Gäste klipp und klar die Oberhand. Zysset, Schlüchter und Hämäläinen versenkten souverän, während bei Pfanni nur Kulmala reüssieren konnte. Somit konnte Eggiwil das direkte Re-Break realisieren und in der Serie auf 1:2 verkürzen.

Stürmer Hafner nach dem Spiel sichtlich genervt: «Über diese Niederlage rege ich mich sehr auf, denn wir hätten es absolut in der Hand gehabt zu gewinnen und die Serie zu beenden» Auf der anderen Seite gibt es auch ein gutes Gefühl, denn wir wissen, dass wir Eggiwil packen können. Persönlich liess ich am heutigen Tage schlicht zu viele Chancen ungenutzt.»

Die Serie geht nun am kommenden Wochenende in die entscheidende Runde. Am Samstag, 13.04.2024 treffen die beiden Teams um 18:00 Uhr (neue Anspielzeit) in der Ballsporthalle Oberemmental in Zollbrück aufeinander. Im Falle eines Eggiwiler Sieges käme es dann am Sonntag, 14.04.2024 um 16:00 Uhr in der Kirchwies in Egg zum alles entscheidenden 5. Spiel um einen der letzten Nationalliga-Plätze für die Saison 2024/2025, dies will der UHC Pfannenstiel aber mit einem Auswärtssieg tunlichst vermeiden.

Telegramme:

UHC Pfannenstiel – UHT Eggiwil 3:4 n.P. (2:1 / 1:0 / 0:2 / 0:0)
1:0 Suter (Bartenstein) / 2:1 Suter (Luchsinger) / 3:1 Chlebda (Heierli)
Aufstellung: P.Weber (Tor), Edelmann, (Ersatz); Hurni, Scheuner, Hafner, Nideröst, Forrer; Bier, Hottinger, Bartenstein, Suter, Luchsinger; Heierli, Schellenberg, Schläpfer, Ernst, Chlebda; Bär, Gmür, Kulmala, Ushiu, Büsser.
Strafen: Scheuner (2 min)

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2.NLB-Auf-/Abstiegsspiel UHT Eggiwil - UHC Pfannenstiel (Ballsporthalle Oberemmental, Zollbrück)
06.04.2024

 

Stand
Po1
Po2
Po3
Po4
Po5
Pfanni
11
5
Eggiwil
5
2

Der UHC Pfannenstiel konnte auch das zweite Spiel der NLB-Aufstiegsspiele gegen den UHT Eggiwil mit 5:2 für sich entscheiden und ist somit noch einen Sieg vom NLB-Aufstieg entfernt. In einem sehr intensiven und abwechslungsreichen Spiel konnten die Zürcher Oberländer dank einer geschlossenen Teamleistung das 2:2 nach 40 Minuten in einen 5:2 Sieg verwandeln und somit erneut jubeln.

Nach 5 Jahren ist der UHC Pfannenstiel zurück in der Ballsporthalle Oberemmental in Zollbrück, eine Halle die die Vereinsgeschichte mit dem NLB-Aufstieg 2017 (gegen UHT Schüpbach) und dem Abstieg aus der Nationalliga 2019 gegen den aktuellen Gegner UHT Eggiwil mitprägte. Wie schon in den genannten Serien, war die Halle auch an diesem Abend mit 263 Zuschauern wieder gut gefüllt. Der Start war geprägt von Chancen auf beiden Seiten, es war zu Beginn ein richtiges Feuerwerk bei dem sich die beiden Torhüter Weber und Stucki auszeichnen konnte. Zuerst jubeln konnte dann der UHC Pfanni. Suter nutzte den ihm gewährten Platz zu einem «Buebetrickli» und zum 1:0-Führungstreffer. In der Folge hatte Bartenstein zuerst mit einem Halbdistanzschuss und anschliessend nach einer schönen Vorlage von Luchsinger die Möglichkeit auf 2:0 zu stellen, doch er verpasste beide Male den erfolgreichen Torabschluss. Besser machten es in der 7. Minuten die Einheimischen. Lehmann zog aus der Distanz ab und der Schuss wurde dann unglücklich von Pfanni-Verteidiger Gmür zum 1:1 ins eigene Tor abgelenkt. In der 9. Minute brachten die Zürcher Oberländer dann die dritte Linie ins Spiel. Dies sollte sich auszahlen, denn Chlebda war es, der in der 12. Minute seine Farben mit einem Freistoss wieder 2:1 in Führung schoss. Er bezwang Stucki mit einem präzisen Schuss in die nahe Ecke. Kurz nach diesem Tor wanderte Suter wegen übertriebener Härte auf die Strafbank. Die Eggiwiler erarbeiteten sich in Überzahl gute Chancen, doch Steiner scheiterte zwei Mal an Torhüter Weber und auch Zysset sah seinen Abschluss vom Pfanni-Hüter pariert. Nach Ablauf der Strafe war Pfanni wieder vermehrt am Drücker und kam durch Nideröst mit einem satten Handgelenkschuss und Forrer nach einem schnell ausgeführten Freistoss zu guten Möglichkeiten. Als dann der Eggiwiler Lehmann auf die Strafbank musste, nahm der Druck noch mehr zu. Es war Stucki der dabei sein ganzes Können auspackte, vier Big Saves innert kurzer Zeit zeigte und das Pfanni-Überzahlspiel zum verzweifeln brachte. Er parierte der Reihe nach die Abschlüsse von Kulmalaa, Nideröst (2x) und Hafner. So hiess es nach 20 Minuten 2:1 für den UHC Pfanni.

Das zweite Drittel lief dann etwas geordneter und ruhiger ab, zumindest auf dem Spielfeld, denn auf den Zuschauerrängen war es laut, sehr laut sogar. In der 25. Minute kam das Heimteam nach einem hart gepfiffenen Stockschlag gegen Luchsinger zur zweiten Überzahlmöglichkeit. Kirchhofer hatte dabei den Ausgleich auf dem Stock, doch er konnte ein gut getimtes Zuspiel nicht verwerten und verpasste das offene Tor. Die nächsten Chancen gehörten dann wieder Pfanni. Luchsinger sah kurz nach Ablauf seiner Strafe Bartenstein am weiten Pfosten, doch dieser verpasste es die Führung weiter auszubauen. Selbiges galt drei Minuten später auf für Forrer, er sah nach einer schönen Kombination über mehrere Stationen seinen Abschluss von Stucki mit der Hand abgewehrt. So war es dann eine Minute später der Eggiwiler Verteidiger Gerber, der den Ausgleich erzielen konnte. Weber legte den Ball nach aussen zu Gerber und dieser fasste sich ein Herz und traf präzise und unhaltbar in die rechte obere Torecke zum 2:2-Ausgleichstreffer. Die zweite Hälfte des Mitteldrittels war dann geprägt von viel Kampf und Intensität, grosse Chancen kamen dabei nicht mehr zu Stande und so war das Spiel nach zwei Dritteln ausgeglichen und das letzte Drittel musste über den Sieger entscheiden.

Der UHC Pfannenstiel nahm sich dabei vor wieder vermehrt auf die eigenen Stärken zu setzen und Ball und Gegner laufen zu lassen. Dies wurde zu Beginn noch begünstigt durch eine Überzahlsituation. Von Erfolg gekrönt war dieses allerdings noch nicht. Suter scheiterte mit der besten Möglichkeit aus dem Slot heraus an Stucki. In der 47. Minute musste dann Pfanni-Hüter Weber sein Können zeigen, als er den Abschluss von Kichhofer aus zentraler Position vereitelte. Die letzten 10 Minuten hatten es dann nochmals richtig in sich. Zuerst traf Hurni mit einem Distanzschuss nur die Querlatte und wenig später liess Kulmala die Zürcher Oberländer jubeln. Nach einer Strafe verwertete er ein Freistoss-Zuspiel von Hurni zur erneuten Zürcher Führung. Als keine zwei Minuten später Hafner eine wunderbare Kombination über Nideröst und Forrer erfolgreich zum 4:2 abschliessen konnte, schien der Eggiwiler Widerstand gebrochen zu sein. Chlebda und Forrer hatten im Anschluss gute Möglichkeiten das Skore zu erhöhen, ersterer scheiterte an Stucki und Forrer sah seinen Abschluss von der Querlatte abprallen. Nach 57:05 zog Eggiwil sein Time-Out ein und warf mit der Herausnahme des Torhüters nochmals alles in die Waagschale, doch dies sollte sich nicht auszahlen. Im Gegenteil, es war Bartenstein vorbehalten mit dem 5:2 ins verlassene Eggiwiler Tor die Siegsicherung zu realisieren. Nach dem Schlusspfiff war die Freude gross, hat sich Pfanni doch dank einer grossartigen Teamleistung und mit viel Disziplin dieses wertvolle «Break» gesichert.

Verteidiger Gmür stellte auch die Teamleistung im Vordergrund: «Heute hat es eine geschlossene Teamleistung gebraucht. Wir haben den Sieg mehr gewollt, auch nach dem zwischenzeitlichen 2:2 Ausgleich. Wir haben heute trotz einigen Druckphasen des Gegners sehr geduldig gespielt. Nun freuen wir uns auf das dritte Spiel zu Hause in Egg.» Captain Hottinger fügte noch an: «Es war das erwartet schwierige Auswärtsspiel. Im letzten Drittel konnten wir unser Spiel durchziehen und auch dank dem «7. Mann» im Rücken für uns entscheiden. Jetzt heisst es schnell und gut erholen, damit wir in Spiel drei vor unseren fantastischen Fans wieder voll angreifen können».

Weiter mit dem erwähnten 3. Spiel dieser Serie geht es am Sonntag, 07.04.2024 in der 3-fach Kirchwies in Egg. Spielbeginn ist um 16:00 Uhr. Es darf erneut ein intensives, abwechslungsreiches und emotionales Spiel erwartet werden, geht es doch um nichts weniger als einen der letzten begehrten Plätze in der Nationalliga B.

Telegramme:

UHT Eggiwil – UHC Pfannenstiel 2:5 (1:2 / 1:0 / 0:3)
0:1 Suter (Bartenstein) / 1:2 Chlebda (Ernst) / 2:3 Kulmala (Hurni) / 2:4 Hafner (Forrer) / 2:5 Bartenstein
Aufstellung: P.Weber (Tor), Schindele (Ersatz); Hurni, Scheuner, Hafner, Nideröst, Forrer; Bier, Gmür, Bartenstein, Suter, Luchsinger; Schellenberg, Hottinger, Schläpfer, Ernst, Chlebda; Bär, Kulmala, Ushiu, Büsser.
Strafen: Suter, Luchsinger (je 2 min)

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1.NLB-Auf-/Abstiegsspiel UHC Pfannenstiel - UHT Eggiwil (3-fach Kirchwies, Egg)
01.04.2024

 

Stand
Po1
Po2
Po3
Po4
Po5
Pfanni
11
     
Eggiwil
5
     

Erneut war die Kirchwies-Halle mit 555 Zuschauern hervorragend gefüllt und Pfanni sorgte dafür, dass die Stimmung bei den meisten Fans auch nach Spielschluss hervorragend war. Mit einem klipp und klaren 11:5-Sieg konnten sie das erste Spiel der Best-of-5-Serie gegen den NLB-Vertreter UHT Eggiwil für sich entscheiden. Prägende Figuren bei den Zürcher Oberländern waren Florian Nideröst (6 Tore / 1 Assist) und Tim Bartenstein (3 Tore / 1 Assist).

Pfannenstiel war sich bewusst, dass es von Beginn an eine konzentrierte Leistung benötigen wird, um den physisch- und läuferisch starken Oberklassigen herauszufordern. Dies gelang den Hausherren trotz dem Startfurioso der Eggiwiler gut. Nachdem die Gäste die ersten vier Minuten viel Druck machten, kam auch das Heimteam zu seinen ersten Chancen. Scheuner in der 4. und Bartenstein in der 6. Minute prüften Schor im Eggiwiler Tor. In der 7. Minute konnte dann Pfannenstiel nach einer Strafe gegen Gerber das erste Mal in Überzahl auflaufen und diese Möglichkeit wurde eiskalt ausgenutzt. Kulmala quer zu Nideröst und dieser quer zu Hafner, welcher zum umjubelten 1:0 einschiessen konnte. Knapp eine Minute später schlängelte sich Schläpfer durch die Berner Verteidigung, doch Schor verhinderte den erfolgreichen Torabschluss. In der 13. und 14. Minute wurden dann gleich vier Strafen ausgesprochen, drei davon gegen die Gäste. Pfanni zeigte sich im Powerplay erneut extrem abgeklärt und kaltblütig. Zuerst traf Nideröst nach einer Vorlage von Hurni von der rechten Seite zum 2:0 und gut eine Minute später war es erneut Nideröst, der ein schönes Zuspiel von Hafner in den Slot eiskalt zum 3:0 verwandelte. Pfanni hatte das Spiel und den Gegner definitiv im Griff und konnte 55 Sekunden vor der ersten Pausensirene gar noch auf 4:0 erhöhen. Bartenstein traf nach einem Freistoss. Dieses Resultat hatte dann auch nach 20 Minuten bestand. Pfanni zeigte sich defensiv fast fehlerfrei, gestand dem Gegner nur wenig Ballbesitz zu und war vor allem im Powerplay äusserst effizient. Trotz dem Vorsprung hiess die Devise aber weiterhin «Nachlassen verboten».

Der Start ins Mitteldrittel verlief dann ganz nach dem Geschmack der Einheimischen. Nach nur 31 Sekunden hatte Nideröst das 5:0 auf dem Stock, doch der Ball versprang im dümmsten Moment. In der 22. Minute war es dann aber doch soweit. Schellenberg löste sich wunderbar aus der eigenen Ecke und sah Luchsinger, welcher weiterleitete zu Bartenstein, der den Gegenstoss mustergültig zum 5:0 abschliessen konnte. Die Freute währte aber nur 5 Sekunden. Der Eggiwiler Captain R.Zysset war es, der seine Farben nach einem Freistoss das erste Mal jubeln liess. Pfanni hatte aber die perfekte Antwort bereit. Nideröst setzte sich auf der linken Seite durch und zog Richtung Eggiwiler Tor mit einem feinen Handgelenkschuss in die weite Torecke erhöhte er zum 6:1. In der Folge musste Pfanni-Hüter Weber zwei gute Abschlüsse von Wittwer und Gerber parieren. In der 27. Minute war er dann aber machtlos. Erneut war es R.Zysset, der den ihm zugestandenen Platz in Überzahl ausnutzte und den Ball präzise zum 2:6 in die rechte obere Torecke schlenzte. Erneut folgte aber die Reaktion des Heimteams postwendend. Nur 31 Sekunden später verwertete Nideröst eine Vorlage von Hafner zum 7:2 und konnte so den neueingewechselten Eggiwiler Hüter Stucki das erste Mal bezwingen. In der Folge beruhigte sich das Spiel etwas, wobei Pfanni durch viel Ballbesitz das Spiel kontrollieren konnte. In der Schlussphase des Mitteldrittels war es dann Nideröst mit seinen Treffern 5 und 6, der die Führung auf 9:2 ausbauen konnte. Beide Tore fielen im Powerplay. Das erste kam aus Sicht von Pfanni nach einem Prellball glücklich zu Stande und dem zweiten lag ein schöner Seitenwechsel von Kulmala zugrunde, den Nideröst mit einem Direktabschluss vollendete. Somit hiess es nach zwei Drittel 9:2 zu Gunsten des Heimteams.

Die Eggiwiler waren also zu einer Reaktion gezwungen. Doch die erste Chancen im Schlussabschnitt gehörte erneut Pfanni. Luchsinger spielte mit viel Übersicht zu Bier, dessen Abschluss aber im letzten Moment weggeblockt werden konnte. Wenig später war es Nideröst, der nach eine langen Ballbesitzperiode den Ball ins Aussennetz setzte. So war das erste Tor im Schlussabschnitt dann Bartenstein vergönnt. Er verwertete einen Freistoss zum 10:2. In der Folge liess Pfanni etwas nach, dies auch zum Leidwesen der neu eingewechselten Spieler. So konnte Eggiwil zwischen der 46. und der 58. Minute noch drei Tore erzielen und den Rückstand auf 5:10 verkürzen. Zuerst traf M.Zysset sehenswert in die rechte obere Torecke und bei den Toren von Kiener und Bärtschi passte die Zuteilung nicht mehr, so dass sie völlig frei im Slot einschiessen konnten. Für den Schlusspunkt zeichnete sich dann wieder Pfanni in Person von Luchsinger verantwortlich. Er verwertete einen sehenswerten Gegenstoss über mehrere Stationen zum Schlusstand von 11:5.

Pfanni war an diesem Ostermontag über das gesamte Spiel gesehen der absolut verdiente Sieger und liess angetrieben von den extrem lauten Fans dem Oberklassigen nur wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Es war wichtig das erste Spiel zu gewinnen, aber die Serie ist noch lange und es braucht weiterhin solche Leistungen um Eggiwil auch in der Serie bezwingen zu können.

Best Player Nideröst meinte nach dem Spiel: «Vor dem Spiel war es schwer einzuschätzen, was uns erwarten würde. Umso wichtiger war ein guter Start ins Spiel, der und mit mehreren erfolgreichen Powerplays auch gelang. Nun gilt es in den nächsten Trainingseinheiten konzentriert zu arbeiten, um am kommenden Wochenende nochmals eine Schippe drauflegen zu können». Auch Stürmer Hafner sah im Powerplay die Grundlage des Erfolges: «Wir sind durch das Powerplay sehr gut ins Spiel gekommen und konnten anschliessend befreit aufspielen. Der neue Stock von Bartenstein hat beflügelt und auch Nideröst war in vorzüglicher Torlaune. Jetzt müssen wir das Spiel genau analysieren, allenfalls ist das Resultat etwas zu hoch ausgefallen, doch unser Auftritt hat gepasst und es war ein guter Start in die Serie».

Weiter geht es nun am kommenden Wochenende mit einer Doppelrunde. Am Samstag, 06.04.2024 tritt der UHC Pfannenstiel um 19:00 Uhr auswärts in der Ballsporthalle Oberemmental in Zollbrück an und tags darauf folgt das zweite Heimspiel. Spielbeginn ist am Sonntag, 07.04.2024 um 16:00 Uhr in der 3-fach Kirchwies in Egg.

Telegramme:

UHC Pfannenstiel – UHT Eggiwil 11:5 (4:0 / 5:2 / 2:3)
1:0 Hafner (Nideröst) / 2:0 Nideröst (Hurni) / 3:0 Nideröst (Hafner) / 4:0 Bartenstein (Bier) / 5:0 Bartenstein (Luchsinger) / 6:1 Nideröst (Hurni) / 7:2 Nideröst (Hafner) / 8:2 Nideröst (Heierli) / 9:2 Nideröst (Kulmala) / 10:2 Bartenstein (Luchsinger) / 11:5 Luchsinger (Bartenstein)
Aufstellung: P.Weber (Tor), Schindele (Ersatz); Hurni, Scheuner, Hafner, Nideröst, Forrer; Bier, Schellenberg, Bartenstein, Suter, Luchsinger; Heierli, Gmür, Schläpfer, Hottinger, Chlebda; Bär, Zumkehr, Kulmala, Ushiu, Büsser.
Strafen: Nideröst, Hafner, Luchsinger (je 2 min)

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4.Playoff-Final-Spiel UHC Pfannenstiel - Bülach Floorball (3-fach Kirchwies, Egg)
22..03.2024

 

Stand
Po1
Po2
Po3
Po4
Po5
Pfanni
7
5
2
4
Bülach
5
4
4
3

2337 Zuschauer verfolgten die 4 Playoff-Finalspiele der 1.Liga Gruppe 2, ein äusserts eindrücklicher Wert und auch im vierten Spiel unterstützten 639 Fans die beiden Team. Diese bezahlten den riesigen Support mit einer äusserst attraktiven, abwechslungsreichen und an Spannung kaum zu überbietenden Partie. Letztendlich konnte sich der UHC Pfannenstiel nach einem 4:3 Sieg nach Penaltyschiessen als 1.Liga-Meister von seinen lautstarken Fans feiern lassen. Torhüter und Penalty-Held Weber nach dem Spiel sichtlich gerührt: «Es ist unglaublich vor einer solchen Kulisse den Meistertitel holen zu dürfen, ich denke solche Bilder vergisst man ein Leben lang nicht mehr. Ich freue mich bereits riesig auf die Aufstiegsserie, das wird so oder so grandios.».

Früh war die Kirchwies-Halle bereits gut gefüllt, so dass bis Spielbeginn die Zuschaueranzahl auf den Rekordwert von 639 Zuschauer kletterte. Pfannenstiel war gewillt von Beginn an die Leistungen der letzten Spiele anzuknüpfen und das Spiel in die Hände zu nehmen. Dies untermauerte Hafner nach 20 Sekunden, als nach einem Seitenwechsel sein Abschluss die gegnerische Querlatte traf. Doch auch die erneut defensiv eingestellten Bülacher liessen nicht lange auf ihren ersten Abschluss warten. Nach 83 Sekunden war es Müller, der nach einem Lauf im letzten Moment gestört wurde, so dass der Ball über das Tor hinweg segelte. In der Folge hatte Pfanni wie schon in der vorhergehenden Spielen mehr Ballbesitz, trotzdem jubelten auch heute die Gäste aus dem Zürcher Unterland zuerst. Derungs liess mit einem Solo die Pfanni-Defensive ziemlich alt aussehen und spedierte den Ball in die linke obere Torecke zur 1:0-Gästeführung. Sicherlich nicht der Start, den sich Pfanni erträumt hatte. Der Gameplan wurde trotz des Rückschlages aber konsequent weiterverfolgt. Hafner (6.) und Ernst (8. / 9.) kamen dem Ausgleich am nächsten, dennoch musste sich Pfanni in der 12. Minute bei Torhüter Weber bedanken nicht mit zwei Längen ins Hintertreffen zu geraten. Er parierte bei einer 2:1-Situation den Abschluss von Müller. Pfannenstiel drückte weiter, ohne sich aber Grosschancen zu erarbeiten. Dem erfolgreichen Torabschluss kam in der 18. Minute Heierli, der nach einem Gegenstoss den Ball an den Aussenpfosten setzte. Etwas mehr als eine Minute später war es dann aber doch noch soweit und Pfannenstiel konnte noch vor der Pause ein erstes Mal jubeln. Nach einer schönen Kombination legte Forrer quer zu Nideröst, der zum 1:1 einschiessen konnte. Dies war gleichbedeutend mit dem Pausenresultat nach 20. Minuten.

Der erste Abschluss im Mitteldrittel gehörte dann Pfanni-Captain Hottinger, der mit einem Distanzschuss Bülach-Hüter Dürst zu einer reflexschnellen Abwehr mit der Hand zwang. Nur 24 Sekunden später nach 21:53 zappelte der Ball dann jedoch auf der Gegenseite im Netz. Nachdem der Abschluss von Hofmann noch geblockt werden konnte, reagierte Verteidiger Schmitter am schnellsten und brachte die Gäste erneut in Führung. Als dann in der 25. Minute Luchsinger für einen Stockschlag auf die Strafbank wanderte, ahnte man Böses. Weber im Pfanni-Tor konnte zwar die erste gute Möglichkeit durch Hottinger vereiteln, doch wenig später war er dann im Pech. Nach einem geblockten Schuss von Klingler sprang der Ball zu Derungs hinter die Grundlinie, von wo aus er via Weber das 3:1 für die Gäste erzielen konnte – ein freches Tor aus Sicht der Bülacher, ein unglückliches aus Sicht von Pfanni. Die Einheimischen liessen aber die Köpfe keineswegs hängen, den nur 10 Sekunden später folgte die Reaktion. Nach einem Pass von Heierli zog der spätere Best Player Schläpfer los und liess neben den Verteidigern auch Torhüter Dürst eiskalt aussteigen und traf zum eminent wichtigen 2:3-Anschlusstreffer. Zur Spielmitte war es dann Hafner, der den Ausgleich auf dem Stock hatte, doch der Ball kullerte auf der Linie in die Hand von Dürst. Pfanni versuchte in den verbleibenden 10 Minuten bis zum Pausenpfiff den Ausgleich zu bewerkstelligen, schafften dies aber auch auf Grund der erneut sehr kompakt spielenden Bülacher Hintermannschaft nicht. Gleichzeitig galt möglichst nicht in die blitzschnellen Konterangriffe zu laufen. Das Resultat änderte sich bis zur zweiten Pause nicht mehr und so lag Pfanni weiterhin im Hintertreffen.

Angefeuert von den zahlreichen Fans und mit nur noch zwei veränderten Linien nahm Pfanni den Schlussabschnitt in Angriff. Die erste Chance hatten die Gäste, erneut scheiterte Müller mit einem hervorragenden Abschluss am stark reagierenden Weber. Keine Zeigerumdrehung später konnte Suter einen Aufbaupass von Bülach Abfangen, alleine auf Torhüter Dürst losziehen und zum 3:3 Ausgleich einschiessen. Pfanni war nun also definitiv zurück im Spiel und wollte nun die Führung erzwingen. Die Möglichkeiten dazu waren vorhanden. Ein Distanzschuss von Hurni streifte knapp über die Querlatte (47.). Nach einem schnell ausgeführten Freistoss von Hafner verpasste Scheuner das offene Tor (48.) und noch in derselben Minute sah Hafner seinen Abschluss von der Maske von Dürst ins aus prallen. Ab Drittelsmitte kamen auch die Bülacher wieder vermehrt zu Chancen. Hofmann zwang Weber zu einem Big save und nur wenig später verhinderte Weber den Rückstand gegen den durchgebrochenen Klingler. In der 56. Minute kam es dann zu einer heiklen Situation auf Bülacher Seite. Verteidiger Gisiger wollte den Ball aus einer unübersichtlichen Situation klären, doch der Ball traf Torhüter Dürst und von ihm kullerte der Ball entlang oder doch über die Torline. Der gute postierte Schiedsrichter entschied auf kein Tor und somit ging es weiter mit ausgeglichenem Spielstand. 88 Sekunden vor Schluss blieb der Jubel in den Hälsen der Einheimischen stecken, den ein «Buebetrickli»-Versuch von Suter misslang hauchdünn. So hiess es auch nach 60 gespielten Minuten 3:3 und die Verlängerung musste über den Sieger in diesem äusserst spannenden Duell entscheiden.

Pfanni hatte auch in dieser Verlängerung mehrheitlich den Ball, doch die Bülacher hatten zwei sehr gute Abschlussmöglichkeiten, doch beide Male war Torhüter Weber Herr der Lage. In der 63. Minute behändigte er ein Geschoss aus der Halbdistanz von Hottinger sicher und nur eine Minute vereitelte er mit seiner Hand den erfolgreichen Torabschluss von Müller. In der 69. Minute fehlte dann auch beim Abschluss von Pfanni-Verteidiger Heierli nicht viel, doch auch in dieser Verlängerung sollten keine Tore fallen. So erlebte dieses Spiel das dramatischte nur mögliche Finale, nämlich das Penaltyschiessen. Nachdem sowohl Dürst (Heierli, Kulmala) als auch Weber (Dall’Oglio, Meier) je die ersten beiden Versuche teils spektakulär vereitelten, war es Hafner vorbehalten Pfanni mit 1:0 in Führung zu schiessen. Als dann Bartenstein nach dem Missglückten Zorro-Versuch von Klingler gar zum 2:0 traf, war alles angerichtet. Doch Hottinger traf eiskalt und brachte Bülach zurück ins Geschäft. Pfanni-Verteidiger zeigte aber bei seinem Versuch keinerlei nerven und versenkte eiskalt zum entscheidenden 3:1. Nun brachen alle Dämme und die Kirchwies-Halle wurde zum Tollhaus. Der Jubel über den Sieg kannte keine Grenzen und als dann Pfanni-Captain Hottinger wenig später noch den Pokal für den Meistertitel überreicht bekam, konnte die Feier erst richtig losgehen.

Ein grosses Kompliment gebührt aber auch den Bülacher, die zusammen mit ihrem grossen Publikum zu einer äusserst attraktiven Finalserie beigetragen haben. Es waren trotz der spielerischen Überlegenheit alles vier Spiele auf Messerschneide und es war beste Werbung für das 1.Liga-Unihockey.

Dies sprach auch Pfanni-Trainer Werner in seinen Worten nach dem Spiel an: «Ein grosses Lob an das ganze Team. Jeder nahm seine Rolle an und stellte sich zu 100% in den Dienst der Mannschaft und hat somit einen gewichtigen Anteil am Erfolg! Wir wollten spielerische Lösungen gegen einen sehr starken Gegner finden und so die Serie für uns entscheiden – zum Glück haben wir es geschafft. Es war eine würdige Finalserie, die eindrucksvoll zeigte, wie Regionalsport die Bevölkerung bewegen kann.» Auch Hurni der Schütze des entscheidenden Penaltys sprach die Zuschauer an: «Unbeschreiblich! Diese Stimmung war absolut gigantisch und es waren zwei Teams auf Augenhöhe, die sich ein spannenden Spiel geliefert haben, letztendlich aber mit dem richtigen Sieger.»

All diese unvergleichlichen Emotionen, Eindrücke und Bilder gilt es nun für den UHC Pfanni rasch möglichst zu verarbeiten, denn bereits am Osterwochenende geht es weiter mit den Auf-/Abstiegsspielen zur NLB. Gegner wird der starke UHT Eggiwil sein - ein bekannter Gegner, durch den im Jahre 2019 das NLB-Abenteuer des UHC Pfanni beendet wurde. Informationen zu den Spielterminen folgen demnächst auf www.uhcpfannenstiel.ch.

Telegramme:

UHC Pfannenstiel – Bülach Floorball 4:3 n.P. (1:1 / 1:2 / 1:0 / 0:0)
3:1 Nideröst (Hafner) / 3:2 Bartenstein (Suter)
Aufstellung: P.Weber (Tor), Edelmann (Ersatz); Hurni, Scheuner, Hafner, Nideröst, Forrer; Bier, Hottinger, Bartenstein, Suter, Luchsinger; Heierli, Schellenberg, Schläpfer, Ernst, Chlebda; Bär, Gmür, Zumkehr, Ushiu, Kulmala.
Strafen: Luchsinger (2 min)

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3.Playoff-Final-Spiel Bülach Floorball - UHC Pfannenstiel (Sporthalle Hirslen, Bülach)
17.03.2024

 

Stand
Po1
Po2
Po3
Po4
Po5
Pfanni
7
5
2
Bülach
5
4
4

Der UHC Pfannenstiel hatte nach der 2:0-Führung in der Serie am heutigen Tage auswärts in Bülach die Möglichkeit den Sack zuzumachen und die Serie zu entscheiden. Doch Bülach Floorball machten den Zürcher Oberländern einen Strich durch die Rechnung und konnte Spiel 3 danke einer solidarischen und kämpferisch vorbildlichen Leistung mit 4:2 für sich entscheiden. Somit kommt es am kommenden Freitag, 22.03.2024 zum vierten Aufeinandertreffen der beiden Teams in der 3-fach Kirchwies in Egg.

Vor einer Rekordkulisse von sagenhaften 663 Zuschauern startet Pfannenstiel in bekannter Manier ins Spiel. Der Ball wurde mit viel Geduld laufen gelassen und es wurde dem Gegner nur wenig Ballbesitz zugestanden. Dennoch gehörte die erste gefährliche Abschlussmöglichkeit den Einheimischen. Dall'Oglio verpasste mit einem Ablenker nach einem Abschluss von Klingler das 1:0 in der 5. Minute nur knapp. Pfannenstiel seinerseits kam in der 7. und 8. Minute dem ersten Tor ganz nahe. Zuerst streifte ein Abschluss von Hafner knapp am rechten Torpfosten vorbei und wenig später war es erneut Hafner, der nur den Pfosten traf. Nach dieser Aktion hatten auch noch Scheuner und Forrer mit dem Nachschuss gute Gelegenheiten. Doch der an diesem Abend stark spielende Dürst war auf dem Posten und es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass er die Pfanni-Spieler zur Verzweiflung brachte. Nach diesen Chancen der Oberländer, waren wieder die Unterländer an der Reihe, die sehr geradlinig agierten. Derungs und Klingler verpassten beide knapp den erfolgreichen Torabschluss. Es war ein animiertes und intensives Spiel und absolut sehenswert für die vielen Fans. In der 14. Minute hatte Pfanni erneut nicht das Glück auf seiner Seite, als ein Halbdistanz-Abschluss von Luchsinger vom weiten Pfosten abprallte. Besser machte es da Bülach. Ein langer Pass von Klingler fand Dall'Oglio, der mittels eines absolut sehenswerten Backhand-Volley-Tores die Einheimischen mit 1:0 in Führung brachte. In der 17. Minute machte Dürst eine weitere Chance von Hafner mit seiner Maske zur Nichte. Keine Zeigerumdrehung später musste dann dafür sein Gegenüber Weber das zweite Mal hinter sich greifen. Nachdem Pfanni sich noch lautstark über einen Freistoss beschwerte, zögerte Bülach nicht lange und führte diesen blitzschnell aus. Dall'Oglio fand Klingler, welcher eiskalt zum 2:0 verwandelte. Dies war zugleich auch das Pausenresultat.
Pfanni hatte zwar mehr Ballbesitz, doch die Bülacher agierten sehr diszipliniert und verteidigten solidarisch und zeigten sich offensiv überdies sehr kaltblütig.

Die Zürcher Oberländer mussten im zweiten Drittel also reagieren. Beide Teams neutralisierten sich zu Beginn des Drittels, so dass die erste gute Chance erst in der 28. Minute notiert werden konnte. Dürst parierte einen präzisen Abschluss von Bartenstein mit einer Beinabwehr. Zur Spielmitte wanderte dann Scheuner für ein Halten auf die Strafbank. Exakt mit Ablauf der Strafe war es Hottinger, der mit einem Distanzschuss Weber zum dritten Mal bezwingen konnte. Pfanni vermochte aber umgehend zu reagieren und 34 Sekunden später das erste Tor zu bejubeln. Nach einem schönen Querpass von Hafner vollendete Nideröst und brachte Pfanni zurück ins Geschäft. In der 34. Minute hatte Pfanni dann Glück, als Weber nach einem Ballverlust hinter dem eigenen Tor auf dem Posten war und weiteres Ungemach verhindert konnte. Gegen Ende des Drittels stand dann Bartenstein im Fokus. Zuerst scheiterte er in der 36. Minute aus guter Position an Dürst, ehe er dann in der 39. Minute jubeln konnte. Er verwertete die Vorlage von Suter zum 2:3 Anschlusstreffer. Somit war für das letzte Drittel wieder richtig Spannung im Spiel.
Pfanni wollte dieses Spiel angetrieben von vielen mitgereisten Fans drehen und startete dementsprechend engagiert. In der 45. Minute wurde dies auf Grund einer Strafe noch zusätzlich begünstigt. Die Gäste zeigten ein gutes Powerplay, jedoch blieb der Ausgleich aus. Bei den Abschlüssen von Bartenstein und Hurni (2x) wehrte Dürst teils mirakulös ab und beim Abschluss von Kulmala rettete die Querlatte. In der 52. Minute hatte dann Hafner den Ausgleich auf dem Stock nach einem Bülacher Fehlpass in den Slot, doch erneut war Dürst auf dem Posten. Besser machte es da auf der Gegenseite Gisiger, der nach einem Ballgewinn von Dall'Oglio freigespielt wurde und das Heimteam mit 4:2 in Führung brachte. Pfanni reagierte und zog wenig später das Time-Out ein und ersetzte Torhüter Weber durch einen 6. Feldspieler, beide Massnahmen blieben ohne Erfolg und so endete das Spiel für die Zürcher Oberländer mit hängenden Köpfen und einer 2:4-Niederlage.

Pfanni zeigte über weite Strecken ein gutes und souveränes Spiel, doch fehlte am heutigen Tage im Abschluss das nötige Fortune. Mit nur 2 Toren ist es kaum möglich ein Playoff-Finalspiel zu gewinnen. Die Bülacher verdienten sich den Sieg nur eine defensiv abgeklärte Leistung, einen starken Torhüter Dürst und einen Best Player Dall'Oglio, der an jedem der vier Bülacher Tore beteiligt war.

Pfanni-Verteidiger Heierli zum Spiel: «Etwas unglücklich mussten wir heute erstmals über weite Strecken des Spiels einem Rückstand nachrennen und Bülachs Schlussmann zog uns im Endspurt den Zahn. Mit dieser Spielweise kommen wir am kommenden Wochenende aber bestimmt noch zu einem Sieg.»

Für Pfanni gilt es nun dieses Spiel rasch abzuhaken und nach vorne zu schauen, wo am kommenden Freitag, 22.03.2024 um 20:00 Uhr das nächste Heimspiel in der 3-fach Kirchwies in Egg auf dem Programm steht. Erneut darf wie bisher bei allen drei Spielen mit grossem Fanaufkommen und fantastischer Stimmung gerechnet werden.

Telegramme:

Bülach Floorball – UHC Pfannenstiel 4:2 (2:0 / 1:2 / 1:0)
3:1 Nideröst (Hafner) / 3:2 Bartenstein (Suter)
Aufstellung: P.Weber (Tor), Edelmann (Ersatz); Hurni, Scheuner, Hafner, Nideröst, Forrer; Bier, Hottinger, Bartenstein, Suter, Luchsinger; Heierli, Schellenberg, Schläpfer, Ernst, Chlebda; Bär, Gmür, Zumkehr, Ushiu, Kulmala.
Strafen: Scheuner (2 min)

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2.Playoff-Final-Spiel UHC Pfannenstiel - Bülach Floorball (3-fach Kirchwies, Egg)
16.03.2024

 

Stand
Po1
Po2
Po3
Po4
Po5
Pfanni
7
5
     
Bülach
5
4
     

Der UHC Pfannenstiel kann auch das zweite Finalspiel der Best-of-5-Serie gegen Bülach Floorball mit einem 5:4 erfolgreich gestalten und führt nun mit 2:0 in der Serie. Nach einem 3:0-Vorsprung nach 33. Minuten kamen die Zürcher Unterländer nochmals auf und konnten bis 48. Minute ausgleichen. Pfanni vermochte aber in der Schlussphase zu reagieren und das Spiel an sich zu reissen.

Alles war angerichtet in der heimischen Kirchwies-Halle in Egg – 500 Fans, 40 Einlaufkinder und eine Bombenstimmung, was will das Unihockey-Herz mehr. Der Start verlief ganz nach dem Geschmack der Pfanni-Fans. Bereits nach 57 Sekunden konnte sich Suter hinter dem gegnerischen Tor den Ball erkämpfen. Mit viel Übersicht fand er im hohen Slot Bartenstein, der mit einem leicht abgelenkten Schuss sein Team mit 1:0 in Führung brachte. Dieser Start beflügelte Pfanni sichtlich. Eine Minute parierte Dürst zuerst einen Schuss vom durchgebrochenen Chlebda mit der Schulter und nur Sekunden später bekundete er bei einem Distanzschuss von Hurni leichte Mühe, konnte aber dennoch abwehren. Nach diesen Möglichkeiten, konnten sich auch die Gäste aus Bülach zwei gute Abschlussmöglichkeiten erspielen. Zuerst scheiterte in der 3. Minute Meier am gut reagierenden Weber im Pfanni-Gehäuse und eine Minute später musste Werber seine ganze Klasse auspacken um mit der Hand den Abschluss von Meyer von der Linie zu kratzen. Nach diesem Startfeuerwerk kontrollierte Pfanni das Spiel und liess Ball und Gegner gekonnt laufen, kam aber auch erst in der 10. Minute wieder zu zwei Möglichkeiten. Bartenstein scheiterte mit einem satten Schuss von der linken Seite an der Maske von Dürst und Schläpfer versuchte sich mit einem Lauf von hinter dem Tor in den Slot, jedoch auch ohne Erfolg. Wenig später hatte Pfanni nochmals eine Druckphase, doch die verschiedenen Abschlüsse wurden von der Bülacher Hintermannschaft weggeblockt und den letzten verzog Bartenstein ganz knapp. In der 15. Minute hatte dann auch Bülach ihre erste Druckphase mit längerem Ballbesitz, grosse Torgefahr konnte dabei allerdings nicht erzeugt werden. Die letzte Chance des Drittels gehörte dann wieder Pfanni. Hafner prüfte mit einem Abschluss aus der Halbdistanz Dürst und den Abpraller setzte Forrer knapp neben das Tor. So hiess es nach 20 Minuten verdientermassen 1:0 für den UHC Pfannenstiel.

Die erste Möglichkeit im Mitteldrittel gehörte dann den Bülacher Gästen. Derungs fand im Slot Klingler, der den Ball jedoch links am Tor vorbeizirkelte. Besser machte es da auf der Gegenseite Nideröst. Er fand in der 24. Minute im gegnerischen Slot sehr viel Platz vor und versenkte die perfekt getimte Vorlage von Forrer zur 2:0 Führung der Einheimischen. Mit der Führung im Rücken liess Pfanni nur wenig zu und zeigte viel Geduld und gute Ballkontrolle. In der 31. Minute war dann wieder richtig Action. Zuerst parierte Weber einen Abschluss von Gisiger, nur 12 Sekunden später hatte Pfanni nach einem Freistoss aus bester Position insgesamt drei Abschlussversuche, jedoch ohne am Schluss jubeln zu können und wieder 25 Sekunden später prüfte Schmid mit einem seiner berüchtigten Abschlüsse Torhüter Weber. In der 33. Minute durfte dann aber in der Kirchwies wieder gejubelt werden. Nach einem Gegenstoss bediente Schläpfer mustergültig den mitgelaufenen Chlebda, der eiskalt auf 3:0 erhöhte. Die Bülacher waren nun definitiv zu einer Reaktion gezwungen und diese folgte im ersten Powerplay des Abends. Der nur im Powerplay und in der Schlussphase eingesetzte Hottinger traf mit einem satten Schuss via linkem Torpfosten zum 1:3 Anschlusstreffe. Dieses Resultat sollte trotz Möglichkeiten von Nideröst und Hurni auch nach zwei Drittel noch Bestand haben.

Die Bülacher reduzierten nun auf 2 Linien um die Intensität zu erhöhen. Der erste Abschluss gehörte aber Pfanni in Person von Heierli, der nach seinem Bogenlauf Dürst zu einer schönen Parade zwang. Sekunden später hatte der omnipräsente Klingler den Anschlusstreffer auf dem Stock, verzog aber links am Tor vorbei. In der 43. Minute hatte das Heimteam erstmals die Möglichkeit in Überzahl aufzulaufen, doch dies war nicht von Erfolg gekrönt. Besser machten es da die Gäste, die nach einer Strafe gegen Schläpfer auch das zweite Powerplay ausnutzen und auf 2:3 verkürzen konnte. Klingler spielte in den Slot und ex-Nationalspieler Meier traf gekonnt backhand zum Anschlusstreffer. Es sollte noch besser kommen für die Zürcher Unterländer, denn nur 85 Sekunden später jubelten sie erneut. Die Vorlage kam ein weiteres Mal von Klingler und im Slot vollstreckte Derungs. Das Spiel war also komplett neu lanciert. Also knapp 10 Minuten vor Schluss dann auch noch Suter auf die Strafbank wanderte, musste man sich Sorgen machen um Pfanni. Doch weit gefehlt, dass Unterzahlspiel wurde überstanden und gleich im Anschluss gelang den Oberländern innert 27 Sekunden ein Doppelschlag. Zuerst bewies Hurni mit einem sehenswerten Pass auf Nideröst seine Übersicht. Dieser leitete dann sehenswert weiter zu Hafner, der aus vollem Lauf zum 4:3 einschiessen konnte. Das 5:3 war dann Bartenstein vorbehalten, der in der Mittelzone einen Ball abfangen konnte, einige Schritte lief und mit einem satten Schuss auf 5:3 erhöhen konnte. Bülach zog nun sein Time-Out ein und ersetzte ab der 56. Minute den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler. Als dann in nach 5812 noch Forrer auf die Strafbank wanderte, wurde es nochmals brenzlig für das Heimteam. Doch mit viel Einsatz und den lautstarken Fans konnte der Vorsprung über die Zeit gerettet werden. Zwar musste 65 Sekunden vor Schluss durch ein schönes Tor von Meier aus der Halbdistanz noch das 5:4 hingenommen werden, doch zu mehr reichte es nicht mehr für die Gäste und so konnte Pfanni dieses erste wichtige Heimspiel gewinnen. Sicherlich auf Grund der ersten beiden Drittel nicht unverdient. Das Team ist abgeklärt aufgetreten und hat in der Schlussphase auf die Rückschläge extrem souverän reagiert. Im Hinblick auf das dritte Spiel gilt es noch etwas cleverer aufzutreten was die Strafen anbelangt.

Der stark spielende Hurni nach dem Spiel: «Es hat heute erneut eine sehr konzentrierte Teamleistung benötigt um den starken Gegner zu besiegen. Das wir nach dem 3:3 einfach weiterspielten und dann wieder in Führung gingen zeigt, dass jeder immer an den Sieg glaubte. Dieser Sieg ist natürlich gerade vor so einer Kulisse umso schöner». Auch Torschütze Chlebda zeigte sich zufrieden: «Natürlich sind wir sehr zufrieden mit dem Spiel und dem Ergebnis. Das 3. Drittel war nicht unser bestes, wir haben die Kontrolle über das Spiel verloren, aber wir haben es geschafft, zu gewinnen. Alle Spiele sind eng, wir erwarten heute einen extremen Kampf von unseren Gegnern und wir werden darauf vorbereitet sein.»

Heute Sonntag, 17.03.2024 geht es bereits weiter mit Spiel 3. Spielbeginn ist um 17:30 in der Sporthalle Hirslen in Bülach. Pfannenstiel hat die Möglichkeit mit einem weiteren Auswärtssieg den Sack zuzumachen und den zweiten 1.Liga-Meistertitel der Geschichte zu feiern. Doch dass dies alles andere als einfach werden wird, haben die bisherigen Duelle mit Bülach eindrücklich aufgezeigt. Es wird erneut ein Duell auf Messerschneide werden, wo die kleinen Dinge über den Sieger entscheiden werden.

Telegramme:

UHC Pfannenstiel – Bülach Floorball 5:4 (1:0 / 2:1 / 2:3)
1:0 Bartenstein (Suter) / 2:0 Nideröst (Forrer) / 3:0 Chlebda (Schläpfer) / 4:3 Hafner (Nideröst) / 5:3 Bartenstein
Aufstellung: P.Weber (Tor), Schindele (Ersatz); Hurni, Scheuner, Hafner, Nideröst, Forrer; Bier, Hottinger, Bartenstein, Suter, Luchsinger; Heierli, Schellenberg, Schläpfer, Ernst, Chlebda; Bär, Gmür, Zumkehr, Ushiu, Büsser.
Strafen: Luchsinger, Schläpfer, Suter, Forrer (je 2 min)

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1.Playoff-Final-Spiel Bülach Floorball - UHC Pfannenstiel (Sporthalle Hirslen, Bülach)
09.03.2024

 

Stand
Po1
Po2
Po3
Po4
Po5
Pfanni
7
     
Bülach
5
     

Der UHC Pfannenstiel schafft auswärts bei Bülach Floorball das «Break» und gewinnt Spiel 1 der Finalserie mit 7:5. Ausschlaggebend für diesen verdienten ersten Sieg war eine über weite Strecken disziplinierte und fast fehlerfreie Leistung und ein effizientes Überzahlspiel, dass drei Tore zu diesem wichtigen Startsieg beisteuern konnte.

Es war mit 523 Zuschauern alles angerichtet in Bülach für eine grosse Final-Affiche zwischen dem Qualifikationssieger Bülach Floorball und dem Qualifikationszweiten UHC Pfannenstiel und auch die Startphase versprach bereits einiges. Nach gerade mal 80 Sekunden prüfte Bartenstein den Bülach-Hüter Dürst mit einem satten Schuss und beim direkten Gegenstoss verpasste Gartmann das Gehäuse nur knapp, der Ball zischte links am Tor vorbei. Im selben Stile ging es weiter. Luchsinger verpasste mit seinem Abschluss den erfolgreichen Torabschluss nur knapp, der Ball kullerte abgewehrt von Dürst hauchdünn am linken Pfosten vorbei. In der 3. Spielminute brandete dann erstmals Jubel durch die Hirslen-Halle. Dall'Oglio fing in der Mittelzone den Ball ab, anschliessend gelangte der Ball zu Klingler, der ohne grosse Umschweife abzog und Torhüter Weber unglücklich zur 1:0-Führung erwischte. Die Zürcher Oberländer liessen sich aber durch diesen frühen Rückstand keineswegs aus dem Konzept bringen und verfolgten ihren Gameplan konsequent weiter. In der 6. Minute musste Dürst einen weiteren Abschluss von Nideröst parieren, den Nachschuss setzte Forrer über die Querlatte. Wenig später war es erneut Forrer, der alleine auf Dürst losziehen konnte, jedoch mit dem Abschluss als auch mit dem unmittelbaren Nachschuss scheiterte. Pfanni hatte nun das Spiel im Griff und die Einheimischen kamen nur noch zu vereinzelten Abschlüssen, so in der 11. Minute als Schmid Torhüter Weber prüfte und Zahner aus zentraler Position vergab. Im Anschluss war wieder nur Pfanni am Drücker. Ernst traf innert zwei Minuten mit sehenswerten Abschlüssen zwei Mal die Querlatte, Suter setzte seinen Schuss aus guter Position ins Aussennetzt und auch Bier verpasste den erfolgreichen Torabschluss nur knapp. In der 15. Minute wanderte dann Cockerill für überharten Körpereinsatz ein erstes Mal auf die Strafbank. Pfanni liess sich nicht zwei Mal bitten und konnte durch einen wunderschönen Hocheckschuss von Nideröst den Ausgleich zum 1:1 erzielen. Nur wenig später erwies Cockerill seinem Team erneut einen Bärendienst, indem er Luchsinger rücksichtslos ausschaltete und verdientermassen 2x2 Minuten in die Kühlbox musste. Ebenfalls eiskalt zeigte sich das Pfanni-Überzahlspiel. 12 Sekunden vor dem Pausenpfiff traf Kulmala mit einem satten Schuss unter die Querlatte zur 2:1-Führung für die Zürcher Oberländer.

Pfanni zeigte trotz dem frühen Rückstand ein starkes erstes Drittel und die Devise war klar. Es soll entsprechend konsequent und diszipliniert weitergespielt werden. Den Anfang ins Mitteldrittel konnte die Gäste erneut im Powerplay in Angriff nehmen und auch das dritte Überzahlspiel an diesem Abend wurde erfolgreich verwertet. Erneut war es Nideröst, der das Zuspiel von Kulmala mit einem gezielten Schuss an den nahen Pfosten zum 3:1 verwerten konnte. Pfanni hatte nun nicht nur spielerisch, sondern auch resultatmässig die Oberhand und liess weiterhin nur wenig zu. Die beste Chance für das Heimteam im Mitteldrittel hatte Meier, der in der 25. Minute durchgebrochen war, aber seinen Meister in Torhüter Weber fand. Pfanni hatte zu Spielmitte erneut eine 1:0-Situation durch Forrer zu verzeichnen, seinen Lobversuch war aber eine sichere Beute von Dürst. Gleich im Anschluss erhielt Pfanni einen Freistoss zugesprochen. Nideröst kurz auf Hafner und dieser mit einem schönen Handgelenkschuss und schon zappelte der Ball zum 4:1 in den Bülacher Maschen. Trotz weiteren guten Abschlüssen auf beiden Seiten, sollte dieses Resultat auch nach 40 Minuten Bestand haben und die Einheimischen waren gefordert im letzten Drittel eine Reaktion zu zeigen.

Diese Reaktion folgte nach 61 Sekunden im letzten Drittel. Gartmann spielte in den Slot und Hofmann war einen Tick vor den Pfanni-Verteidigern am Ball und lenkte diesen unhaltbar zum 2:4-Anschlusstreffer über die Linie. Die Antwort von Pfanni auf dieses Gegentor fiel jedoch heftig aus. Zuerst traf Nideröst in der 44. Minute nach einem sehenswerten Bogenlauf wunderschön in die rechte obere Torecken zum 5:2 und gut eine Minute später legte Schläpfer in den Slot zum heranstürmenden Chlebda, der auf 6:2 erhöhen konnte. Nun sahen sich die Bülacher gezwungen ihr Time-Out einzuziehen und etwas zu verändern. Das es dann aber nur gut eine Minute nur noch 6:4 statt 6:2 hiess lag nicht am Time-Out, sondern vielmehr an Pfannenstiel selber. Einen unnötigen Ballverlust vor dem eigenen Tor nutzte Klingler eiskalt zum 6:3 aus und wenig später stimmte die Raumaufteilung überhaupt nicht, so dass Derungs alle Zeit der Welt vorfand und mit einem sehenswerten Drehschuss auf 4:6 stellte. Bülach war nun zurück im Spiel und Pfanni sah sich 10 Minuten vor Ende gezwungen auf 2 Linien zu reduzieren. Diese Massnahme beruhigte das Spiel und Pfanni liess in den folgenden Spielminuten nicht mehr viel zu, auch die Herausnahme des Torhüters in der 56. Minute brachte für die Einheimischen nichts Zählbares. Kurz vor Schluss war es Schläpfer vorbehalten nach einem Ballgewinn mit dem 7:4 die Siegsicherung zu realisieren. Der Schlusspunkt gehörte dann dem Heimteam. Schmitter betrieb 2 Sekunden vor Schluss mit dem 5:7 aber nur noch Resultatkosmetik. Pfannenstiel liess sich nach der Schlusssirene verdientermassen von den zahlreich mitgereisten und lautstarken Fans für diesen wichtigen ersten Sieg feiern.

Das 1:0 in dieser Best-of-5-Serie ist sicherlich ein guter Start, doch nicht mehr und nicht weniger. Das sah auch Stürmer Ernst so: «Der Start in die Finalserie ist geglückt. Vor allem dank den ersten beiden Dritteln konnten wir uns den mental wichtigen ersten Sieg sichern. In den kommenden Spielen gilt es unnötig riskante Einzelsituationen zu minimieren. Wir freuen uns alle riesig auf die Heimkulisse nächstes Wochenende.» Auch 3-fach Torschütze Nideröst zeigte sich zufrieden: «Wir sind gut in die Finalserie gestartet und haben über weite Strecken eine gute Leistung gezeigt. Es gilt für die zukünftigen Spiele weiter konzentriert zu arbeiten und viel Freude und Willen zu zeigen».

Weiter geht’s mit der Finalserie am kommenden Wochenende gleich doppelt. Spiel 2 findet am Samstag, 16.03.2024 um 19:00 Uhr in der 3-fach Kirchwies in Egg statt. Spiel 3 ist dann Tags darauf am Sonntag, 17.03.2024 um 17:30 Uhr in der Sporthalle Hirslen in Bülach. Zwei weitere Leckerbissen mit vielen Zuschauern sind also garantiert.

Telegramme:

Bülach Floorball – UHC Pfannenstiel 5:7 (1:2 / 0:2 / 4:3)
1:1 Nideröst (Kulmala) / 1:2 Kulmala (Nideröst) / 1:3 Nideröst (Kulmala) / 1:4 Hafner (Nideröst) / 2:5 Nideröst (Hurni) / 2:6 Chlebda (Schläpfer) / 4:7 Schläpfer (P.Weber)
Aufstellung: P.Weber (Tor), Schindele (Ersatz); Hurni, Scheuner, Hafner, Nideröst, Forrer; Bier, Hottinger, Bartenstein, Suter, Luchsinger; Heierli, Schellenberg, Schläpfer, Ernst, Chlebda; Bär, Gmür, Zumkehr, Ushiu, Kulmala.
Strafen: Bartenstein (2 min)

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3.Playoff-Halbfinal-Spiel UHC Pfannenstiel - UH Bassersdorf-Nürensdorf (3-fach Kirchwies, Egg)
03.03.2024

 

Stand
Po1
Po2
Po3
Pfanni
4
6
8
UBN
5
2
3

Nach der Startniederlage in der Halbfinal-Serie am vergangenen Wochenende, konnte der UHC Pfannenstiel dieses Wochenende mit dem 6:2-Auswärtssieg und dem 8:3-Heimsieg noch die Wende gegen UH Bassersdorf-Nürensdorf herbeiführen und letztendlich zu Hause vor 500 Zuschauern den dritten Finaleinzug in Folge feiern. Doch so klar wie das Resultat scheint, war das Spiel definitiv nicht. Dies zeigt auch die Aussage von Doppeltorschütze Bartenstein nach dem Finaleinzug: «Kompliment an UBN, sie haben es uns alles andere als einfach gemacht und uns aufgezeigt, was es braucht in einer solchen Serie. Jeder weiss nun was es für den bevorstehenden Final braucht und unsere Reise soll schliesslich noch weitergehen. Abschliessend gebührt noch dem grossartigsten Publikum ein riesen Dank».

Nach dem Sieg am Vorabend war der UHC Pfannenstiel gewillt gleich den Schwung ins dritte entscheidende Spiel mitzunehmen. Dies gelang anfänglich noch nicht wie gewünscht, denn die Anfangsminuten gehörten UBN. In den ersten Minuten prüften Ganz und Schweizer Pfanni-Hüter Weber, der aber nichts anbrennen liess. Erfolgreicher gestaltete sich dann der erste ernsthafte Abschlussversuch des Heimteams. Scheuner zog aus der Defensive heraus an und schloss kurz nach der Mittellinie ab. Der Ball fand dank auch guter Störarbeit von Forrer vor dem Tor den Ball zur 1:0-Führung in die Maschen. UBN liess sich dieses Gegentor aber nicht gross anmerken und versuchte weiter mit viel Laufbereitschaft und Intensität den UHC Pfannenstiel vor Probleme zu stellen. In der 6. Minute konnte Ganz die Oberländer Verteidigung durchbrechen, scheiterte aber erneut am hervorragend aufgelegten Weber. In der Folge hatten die Gäste mehr Spielanteile und auch mehr Abschlüsse, diese jedoch ohne durchschlagende Torgefahr. Beide Teams waren darauf bedacht, dem Gegner möglichst wenig zuzugestehen. In der 18. Minute hatte dann Nideröst noch seinen ersten gefährlichen Abschlussversuch, der Ball wurde aber vor dem Tor noch im letzten Moment abgelenkt und flog über das Tor hinweg. So war der Spielstand nach 20 Minuten nach wie vor 1:0.

Der Start ins Mitteldrittel glich dann einem wahren Feuerwerk von beiden Seiten. Zuerst hatte der Unterländer Mächler innert kurzer Zeit zwei gute Abschlussmöglichkeiten, ehe auf der Gegenseite Suter und Ernst scheiterten. Das nächste Tor war also nur noch Formsache und es fiel dann auch in der 25. Minute, nicht ganz unverdient zu Gunsten der Gäste. Nach einem Pfanni-Fehlpass in der Mittelzone reagierte Bertschi blitz schnell und spielte Blumer frei, welcher zum 1:1 Ausgleich einschiessen konnte. Pfanni liess sich aber durch diesen Rückschlag nicht aus dem Konzept bringen und reagierte postwendend. In der 27. Minute konnte Bartenstein seine Farben nach einem Gestocher im Slot wieder mit 2:1 in Führung bringen. Dafür, dass der Jubel dieses Tores nicht gleich wieder verstummte, sorgte Torhüter Weber der innert Sekunden Frist drei Mal gegen Schaffner parieren konnte und wenig später auch noch das zweite Tor von Blumer vereitelte – ganz starke Paraden. Kurz nach Spielmitte war es dann Luchsinger vorbehalten nach einem schönen Seitenwechsel via Hottinger das Resultat auf 3:1 zu erhöhen. Erneut war in der Folge wieder Weber im Pfanni-Tor gefragt, der mit einem riesen Reflex den umgehenden Anschlusstreffer verhindern konnte. Bis zur zweiten Drittelspause nahmen die Torchancen etwas ab, dass lag auch daran, dass sie Pfanni vor allem in der Defensivarbeit stetig konsequenter zeigte. So konnte Pfanni das letzte und entscheidende Drittel mit Zweitore-Vorsprung in Angriff nehmen, sicherlich etwas schmeichelhaft, wenn man das Chancenplus von UBN betrachtet, auch ein Unentschieden wäre gerecht gewesen.

Auch im letzten Drittel ging es los wie die Feuerwehr. Nach nur 25 Sekunden spielte Forrer bei einem Gegenstoss Nideröst frei, der sein Visier aber noch nicht ganz auf Tor eingestellt hatte. Nicht besser machte es beim direkten Gegenstoss Weder, der am weiten Pfosten den erfolgreichen Torschuss verpasste. In der 34. Minute war dann aber der Anschlusstreffer doch Tatsache. Best Player Bertschi führte einen Freistoss blitzschnell aus und fand Fenaroli, der problemlos zum 2:3 einschieben konnte. Die Reaktion des Heimteams hatte es aber mehr als nur in sich. 19 Sekunden später spielte Luchsinger auf die linke Seite in den Lauf von Bier, der mit einem satten Schuss postwendend wieder den Zweitore-Vorsprung herstellen konnte. Eine bittere Pille für die Gäste. Die aber in der Folge die Möglichkeit hatten im zweiten Powerplay an diesem Nachmittag wieder zu verkürzen. Die Pfanni-Box zeigte aber grossen Einsatz und konnte alle letztendlich 4 Unterzahlsituationen erfolgreich meistern. Den Nackenschlag versetzte Pfanni dann den Unterländern bei der Spielzeit 50:40 und 51:10. Innerhalb von 30 Sekunden traf zuerst Hafner aus dem Gewühl heraus und wenig später Bartenstein nach einer schönen Seitenverlagerung von Luchsinger. Bein einem 6:2 und noch neun zu spielenden Minuten sollte eigentlich nichts mehr anbrennen. Mit der frühen Herausnahme des Torhüters und einem Time-Out versuchte UBN sich zwar nochmals mit aller Kraft gegen die Niederlage zu stemmen, doch es war Pfanni das durch weitere Tore von Nideröst ins verlassene Gehäuse und durch Suter auf 8:2 davonziehen konnte. Der Schlusspunkt gehörte dann aber doch noch den Gästen. Tomaselli traf noch in Unterzahl zum 3:8, was allerdings nur noch Resultatkosmetik war.

So konnte sich Pfannenstiel nach dem Schlusspfiff von den vielen laustarken Fans für den Sieg und den erneuten Finaleinzug feiern lassen. Obwohl UBN in der ganzen Serie sehr stark auftrat und den Oberländern alles abverlangte, hatte Pfanni immer in den richtigen Momenten die richtige Antwort bereit und verdiente sich so den Sieg in der Serie. Trainer und Baumeister dieses Erfolges Werner nach dem gewonnenen Kampf: «Es war eine grosse Willensleistung des gesamten Teams, welche dank der unglaublichen Unterstützung von den Rängen zustande kam. Wir konnten uns während dem Spiel stetig steigern und so schlussendlich den sehr stark spielenden Gegner bezwingen. Grosses Kompliment an mein Team: Zum dritten Mal in Folge im Final bei diesen schwierigen Best-of-3-Seriene ist definitiv keine Selbstverständlichkeit.» Auch Stürmer Schläpfer zeigte sich sichtlich zufrieden: «UBN kontrollierte uns trotz des Rückstandes in der ersten Hälfte sehr gut. Wir hatten ungewohnt wenig Ballbesitz, konnten aber dann in der zweiten Hälfte das Spiel an uns reissen und letztendlich einen souveränen Sieg einfahren. Nun freuen wir uns auf eine spannende Finalserie mit wiederum vielen Fans.»

In der Finalserie, die nun Best-of-5 ausgetragen wird, wartet niemand geringerer als der souveräne Qualifikationssieger (nur 2 Niederlagen aus 22 Spielen) und Cup-1/8-Final-Gegner Bülach Floorball. Es darf also definitiv ein spannendes und hochstehendes Finale erwartet werden, dass die Unihockey-Herzen höherschlagen lässt. Der Start erfolgt bereits am kommenden Samstag, 09.03.2023 um 17:30 Uh in der Sporthalle Hirslen in Bülach – somit heisst es einmal mehr «Alli zäme uf Bülach!»

Telegramme:

UHC Pfannenstiel – UH Bassersdorf-Nürensdorf 8:3 (1:0 / 2:1 / 5:2)
1:0 Scheuner (Hurni) / 2:1 Bartenstein (Suter) / 3:1 Luchsinger (Hottinger) / 4:2 Bier (Luchsinger) / 5:2 Hafner (Forrer) / 6:2 Bartenstein (Luchsinger) / 7:2 Nideröst (Hafner) / 8:2 Suter (Bartenstein)
Aufstellung: P.Weber (Tor), Edelmann (Ersatz); Hurni, Scheuner, Hafner, Nideröst, Forrer; Bier, Hottinger, Bartenstein, Suter, Luchsinger; Heierli, Schellenberg, Schläpfer, Ernst, Chlebda; Bär, Gmür, Zumkehr, Ushiu, Büsser.
Strafen: Forrrer (2x 2 min), Schläpfer, Nideröst (je 2 min)

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2.Playoff-Halbfinal-Spiel UH Bassersdorf-Nürensdorf - UHC Pfannenstiel (Turnhalle Hatzenbühl, Nürensdorf)
02.03.2024

 

Stand
Po1
Po2
Po3
Pfanni
4
6
 
UBN
5
2
 

Der UHC Pfannenstiel entscheidet Spiel 2 der Halbfinalserie gegen UH Bassersdorf-Nürensdorf auswärts auf eindrückliche Art und Weise mit 6:2 zu seinen Gunsten und erzwingt das alles entscheidende dritte Spiel um den Finaleinzug. Nach einem verhaltenen und fehlerhaften ersten Drittel konnten die Zürcher Oberländer das Spiel ab der ersten Drittelspause an sich reissen und in der Folge dem Heimteam nur noch wenige Chancen zu gestehen und so verdient den Sieg einfahren.

Das Spiel in der mit 347 Zuschauern proppenvollen Hatzenbühl-Halle in Nürensdorf startete nervös. Pfannenstiel war sich der Wichtigkeit dieses Spiels bewusst und die Einheimischen waren gewillt den Sack zuzumachen. Die erste gute Chance hatte dann auch das Heimteam, welches von einem fatalen Aufbaufehler in der Pfanni-Defensive profitieren konnte, aber glücklicherweise kein Profit daraus schlug. In der 3. Minute musste dann Pfanni-Hüter Weber erstmals eingreifen, in dem er einen Schuss von Mächler mit der Hand parierte. Eine Zeigerumdrehung später trat dann auch Pfanni erstmal in Erscheinung. Nideröst schloss von der rechten Seite ab, doch auch Hagen im UBN-Tor war auf dem Posten. In der 5. Minute hätte dann das 1:0 für die Einheimischen fallen müssen. Blumer verpasste nach einem Freistoss völlig ungedeckt das offene Tor. Besser machte es da auf der Gegenseite Nideröst, der nach einem schnell ausgeführten Freistoss seine Farben mit 1:0 in Führung brachte. Zwar führten nun die Zürcher Oberländer, doch die Nervosität war damit noch nicht verschwunden. Zu viele Ballverluste in der Mittelzone leisteten sich die Mannen vom Fusse des Pfannenstiels. So auch in der 7. Minute als Bertschi im Slot frei zum Abschluss kam, aber diesen nicht im Gehäuse unterbringen konnte. In der 9. Minute hatte dann Pfanni gar das 2:0 auf dem Stock, doch der satte Schuss von Nideröst flog nur an die Torumrandung. Es war ein stetiges hin und her und die defensive Organisation fehlte beiden Teams noch. Kurz nach Drittelsmitte hatte UBN erstmals die Möglichkeit in Überzahl aufzulaufen und nutzte dies eiskalt aus. Nach einem Seitenwechsel traf Bischofberger mit einem wunderbaren Direktschuss zum nicht unverdienten 1:1 Ausgleich. Keine Minute später zappelte dann der Ball erneut im Gehäuse von Torhüter Weber. Nach einem Gegenstoss schlenzte Weder den Ball mit einem seiner gefürchteten Handgelenkschüsse zur erstmaligen Führung der Einheimischen in die Maschen. Pfanni zeigte sich nun etwas geschockt und braucht einige Minuten um diesen Doppelschlag zu verdauen. Kurz vor der Pause konnte aber Bartenstein mit dem 2:2 im Powerplay den wichtigen Ausgleich erzielen und so für etwas Ruhe in der ersten Pause sorgen.

Trainer Werner schien in dieser Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn Pfanni kam wie verwandelt aufs Feld zurück. Kurz nach Wiederanpfiff prüfte Luchsinger aus spitzen Winkel den UBN-Hüter Hagen und in der 23. Minute war es dann Nideröst, der Pfanni wieder in Führung bringen konnte. Hafner brach auf der linken Seite durch und fand mit seiner Seitenverlagerung den anstürmenden Nideröst. UBN kam erst ab der 25. Minute wieder zu Chancen, dies nachdem Scheuner für übertriebene Härte auf die Strafbank wanderte. Doch Torhüter Weber konnte die Chancen von Blumer und Weder zur Nichte mache. Wie man es im Powerplay besser machte, zeigte Pfanni nur kurze Zeit später. Mit viel Druck Richtung Tor traf Bartenstein zuerst den Pfosten. In der nächsten Situation fand Heierli mit viel Übersicht Nideröst, der für eine erstmalige Zweitore-Führung an diesem Abend sorgt – 4:2. Dieses Resultat sollte dann trotz einem Chancenplus für die Oberländer-Gäste auch noch nach 40. Minuten bestand haben. Hurni in einem weiteren Powerplay, Ernst nach einem Laufspiel und wieder Hurni, der seinen Abschluss im Aussennetz sah, verpassten es das Resultat in sicherere Bereiche zu hieven.

Somit versprach das letzte Drittel nochmals viel Spannung. Die ersten Grosschancen gehörten dem Heimteam. Zuerst verpasste Fenaroli das offene Tor. In der 44. Minute vereitelte Weber nach einer schönen Kombination den erfolgreichen Abschluss von Schaffner und erneut nur wenige Sekunden später war es erneut Fenaroli, der den Ball nicht im Tor unterbringen konnte. Pfannenstiel hatten dann auf den letzten Angriff die perfekte Reaktion bereit und markierte im Gegenstoss durch einen wunderschönen Hocheckschuss von Ernst das wegweisende 5:2. Von diesem Schock erholten sich die Unterländer nicht mehr. Zwar zogen sie in der 55. Minute das Time-Out ein und ersetzten ihren Torhüter durch einen 6. Feldspieler, doch das von zahlreichen Fans lautstark angetriebene Pfanni zeigte keine Schwächen mehr und brachte das Spiel diszipliniert nach Hause. So war es gut eine Minute vor Schluss Bartenstein vergönnt mit dem Heber ins verlassene Tor und dem 6:2 den Schlusspunkt dieses Spiels zu setzten.

Pfanni zeigte sich gegenüber dem vergangenen Wochenende stark verbessert und war vor allem bezüglich Mentalität auf einem anderen Level. Dies sah auch Stürmer Hafner so: «Heute waren wir mit dem Kopf definitiv bei der Sache und haben für dieses Spiel gebrannt, dass hatte leider im letzten Spiel doch ziemlich gefehlt. Insgesamt haben wir sicherlich sehr sauber und abgeklärt gespielt, abgesehen von den zu vielen Strafen, die wir einstecken mussten».

Das Pfanni auch noch die Strafen-Thematik unter Kontrolle bringen kann, können sie bereits am heutigen Tage in Spiel 3 beweisen, wo es um es um nichts wenige als den Finaleinzug geht. Spielbeginn ist heute Sonntag, 03.03.2024 um 16:00 Uhr in der 3-fach Kirchwies in Egg und wir freuen uns auf viele frenetische und lautstarke Fans, die das Team zum dritten Finaleinzug in Folge pushen.

Telegramme:

UH Bassersdorf-Nürensdorf – UHC Pfannenstiel 2:6 (2:2 / 0:2 / 0:2)
0:1 Nideröst (Hurni) / 2:2 Bartenstein (Heierli) / 2:3 Nideröst (Hafner) / 2:4 Nideröst (Heierli) / 2:5 Ernst (Schläpfer) / 2:6 Bartenstein (Suter)
Aufstellung: P.Weber (Tor), Edelmann (Ersatz); Hurni, Scheuner, Hafner, Nideröst, Forrer; Bier, Hottinger, Bartenstein, Suter, Luchsinger; Heierli, Schellenberg, Schläpfer, Ernst, Chlebda; Bär, Gmür, Zumkehr, Ushiu, Büsser.
Strafen: Scheuner (2x 2 min), Chlebda, Bartenstein, Hurni (je 2 min)

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1.Playoff-Halbfinal-Spiel UHC Pfannenstiel - UH Bassersdorf-Nürensdorf (3-fach Kirchwies, Egg)
25.02.2024

 

Stand
Po1
Po2
Po3
Pfanni
4
 
UBN
5
 

Der UHC Pfannenstiel muss sich im Derby gegen UH Bassersdorf-Nürensdorf im ersten Playoff-Halbfinalspiel mit 4:5 nach Penaltyschiessen geschlagen geben. In einem äusserst abwechslungsreichen Spiel hatten die Oberländer zwar mehr Spielanteile, doch die Unterländer zeigten sich geradliniger und schnörkelloser und konnten dann im Penaltyschiessen mit 4 Treffern aus 5 Versuchen den wichtigen ersten Sieg einfahren.

Der Start ins Spiel verlief ganz und gar nicht nach dem Gusto der Einheimischen. Bereits nach 67 Sekunden konnten die Gäste jubeln. Nach einem Ballverlust in der Mittelzone genoss Weder viel zu viele Freiheiten und platzierte den Ball mit einem satten Schuss zum 1:0 in den Maschen. Pfannenstiel steckte diesen Tiefschlag aber gut weg und kam noch in derselben Minute zu einer guten Abschlussmöglichkeit von Schläpfer, doch Hagen im UBN-Tor war auf dem Posten. In der 5. Minute durfte dann aber Schläpfer doch noch jubeln. Nach einem Ballgewinn von Bier in der offensiven Zone, spielte er nach links aussen zu Kulmala und dieser sah den am weiten Pfosten freistehenden Schläpfer, der eiskalt versenkte. Wenig später hatte Scheuner den Führungstreffer für das Heimteam auf den Stock, doch sein Volleyabschluss donnerte an die Torumrandung. Pfanni hatte mittlerweile mehr vom Spiel und auch mehr Ballbesitz, doch die Gäste blieben stets gefährlich. Diese Gefährlichkeit zeigten sie auch nach der ersten Strafe gegen Pfannenstiel. Julkunen fand im Slot Blumer, der den Ball mit etwas Glück via Bier im Tor von Torhüter Weber zur erneuten Gästeführung unterbringen konnte. Ganze 27 Sekunden nach dem erneuten Torjubel wanderte auch der erste Spieler von UBN nach einem Stockschlag auf die Strafbank. Auch das Heimteam zeigte sich abgebrüht. Nideröst fand mit einem sehenswerten Querpass Hafner, welcher zum 2:2 einschoss. Dies sollte es dann mit Toren im ersten Drittel gewesen sein, obwohl bei de Teams noch zu einigen Abschlüssen kamen. Leider verletzte sich noch Gästespieler Pavoni nach einem unglücklichen Zusammenprass am Fuss. Mit dem 2:2 ging es also nach einem abwechslungsreichen ersten Drittel in die erste Pause.

Der Start ins Mitteldrittel hätte dann für Pfanni ideal sein können bzw. fast müssen. Suter sah den alleine auf weiter Flur stehenden Luchsinger, doch dieser zeigte bei der 1:0-Situation Nerven und konnte den Ball nicht im Gehäuse unterbringen. Beinahe im Gegenzug hatte Bertschi für UBN ebenfalls den Führungstreffer auf dem Stock, der Ball landete aber im Aussennetz. Kurz vor Spielmitte kassierte UBN seine zweite Strafe. Erneut zeigte sich das Pfanni-Überzahlspiel kaltblütig. Nideröst spielte quer, Suter verpasste den Ball, aber Hafner stand genau richtig und brachte das Heimteam vor über 300 lautstarken Zuschauern erstmals in Führung. Die Freude währte aber nur gut eine Minute. Nach einem Freistoss war Pfanni überhaupt nicht bei der Sache und so war es für Blumer ein Leichtes die Vorlage von Fenaroli an Weber vorbei ins Tor zuschieben. Pfanni zeigte aber eine Reaktion. Zuerst war es Nideröst, dessen Abschluss im letzten Moment von der UBN-Defense weggeblockt wurde. Es war nun ein stetiges hin und her. Zuerst konnte Hottinger einen Abschlussversuch der Gäste im letzten Moment auf der Linie befreien und wenig später rettete Weber im Pfanni-Gehäuse nach einem Freistoss, bei dem wiederum die Zuteilung nicht passte. Als nächstes jubeln konnte dann aber wieder der UHC Pfannenstiel. Luchsinger sah von hinter dem gegnerischen Tor, den in den Slot laufenden Suter und bediente diesen mustergültig. Suter hatte keine Mühe den Ball zur erneuten Pfanni-Führung zu versenken. Doch erneut war die Freude von kurzer Dauer. Nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung schnappte sich Verteidiger Schweizer den Ball, fackelte nicht lange und traf zum 4:4 Ausgleich. Pfanni hatte vor der Pause noch zwei gute Möglichkeiten um wieder in Führung zu gehen, doch Nideröst und Hafner scheiterten beide im Überzahlspiel am hervorragend reagierenden Hagen im UBN-Tor. Somit ging es mit einem Unentschieden in die zweite Pause.

UBN konnte den letzten Abschnitt nach einer Strafe gegen Nideröst in Überzahl beginnen, konnte daraus aber nichts Zählbares notieren. Wenig später konnte auch Pfanni wieder mit einem Mann mehr agieren, doch die sich bietenden Chancen wurden von Hagen vereitelt. In der 48. Minute hatte Bühlmann die Gästeführung auf dem Stock, bei einem 3 gegen 1-Konter verpasste er aber das offene Tor und sah seinen Abschluss an den Pfosten springen – da hatte Pfanni Glück gehabt. Wenig später hatte nach einer schönen Kombination auch Fenaroli das 5. UBN-Tor auf dem Stock, doch der Abschluss flog über das Tor hinweg. In der 54. Minute reduzierte Pfanni auf 2 Linien und konnte gleich durch Hafner eine gute Möglichkeit kreieren, der Abschluss traf aber nur den Pfosten. Da auch UBN die letzte sich bietende Überzahlmöglichkeit drei Minuten vor Schluss ausliess, hiess es auch nach 60 Minuten noch 4:4 unentschieden und es ging in die Zusatzschlaufe.

Der erste Abschluss gehörte den Gästen. Weder setzte zu seinem berüchtigten Abschluss an, doch Weber konnte mit der Maske parieren. Fast im Gegenstoss war es dann Luchsinger, der nach einem Seitenwechsel den Ball rechts am Tor vorbeischlenzte. Beide Teams waren nun primär darauf bedacht, kein Gegentor zu erhalten und so blieben weitere Grosschancen aus. Die Abschlüsse die genommen wurden, waren sonst eine sichere Beute der beiden stark spielenden Torhüter Weber und Hagen. Da bis zum Schlusspfiff kein Team mehr jubeln konnte, musste das Penaltyschiessen entscheiden. Dort zeigten sich die Gäste überaus effizient und konnten 4 der 5 Versuche verwerten. Dem spielenden Vereinspräsidenten Weder war es vorbehalten den letzten Versuch eiskalt zu versenken und sein Team in Ekstase zu schiessen. Die Gäste haben sich den Sieg durch eine solidarische und kämpferische Teamleistung verdient und gegenüber dem Heimteam, zeigten sie sich geradliniger und kaltblütiger vor dem Gehäuse.

Pfanni-Stürmer Ernst meinte nach dem Spiel: «Leider konnten wir unsere Chancen nicht wunschgemäss verwerten. Mit dem Rücken zur Wand gilt es nun ruhig zu bleiben, unser Können nächstes Wochenende abzurufen und zwei Siege einzufahren». Auch Verteidiger Hurni zeigte sich enttäuscht: «Es ist eine harte Niederlage, die es hinzunehmen gilt, da wir über weite Strecken konzentriert gespielt haben und leider zu wenige unserer zahlreichen Chancen verwerten konnten. Jetzt gilt es nach vorne zu schauen auf das nächste Wochenende, wo wir mit einer kompakten Teamleistung das Glück auf unsere Seite und die Serie kehren wollen».

Für Pfannenstiel gilt es am kommenden Wochenende beide Spiele gewinnen, soll die Saison nicht im Halbfinale beendet sein. Zuerst gilt der volle Fokus dem Auswärtsspiel am Samstag, 02.03.2024 um 20:30 Uhr in der Turnhalle Hatzenbühl in Nürensdorf. Sollte dieses Spiel erfolgreich gestaltet werden können, käme es zum Entscheidungsspiel am Sonntag, 03.03.2024 um 16:00 Uhr in der 3-fach Kirchwies in Egg.

Telegramme:

UHC Pfannenstiel – UH Bassersdorf-Nürensdorf 4:5 n.P. (2:2 / 2:2 / 0:0)
1:1 Schläpfer (Kulmala) / 2:2 Hafner (Nideröst) / 3:2 Hafner (Suter) / 4:3 Suter (Luchsinger)
Aufstellung: P.Weber (Tor), Schindele (Ersatz); Hurni, Scheuner, Hafner, Nideröst, Forrer; Heierli, Gmür, Bartenstein, Suter, Luchsinger; Bier, Hottinger, Kulmala, Ernst, Schläpfer; Bär, Schellenberg, Zumkehr, Ushiu, Chlebda.
Strafen: Schläpfer, Ernst, Nideröst, Luchsinger (je 2 min)

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2.Playoff-Viertelfinal-Spiel UH Appenzell - UHC Pfannenstiel (Turnhalle Gringel, Appenzell)
17.02.2024

 

Stand
Po1
Po2
Po3
Pfanni
6
3
 
Appenzell
5
1
 

Der UHC Pfannenstiel war nach dem ersten Playoff-Spiel in der Vorwoche vor dem aufsässigen und kämpferischen UH Appenzell gewarnt und die Ostschweizer sollten den Zürcher Oberländer auch im zweiten Spiel alles abverlangen. Dank einer disziplinierten und geduldigen Leistung und einem hervorragend aufgelegten Weber im Tor konnte Pfanni mit einem 3:1 die Oberhand behalten und sich vorzeitig mit einem 2:0 in der Best-of-3-Serie für die Halbfinals qualifizieren.

Pfannenstiel nahm sich für das Spiel vor disziplinierter zu agieren und die einfachen Dinge besser zu machen als in der Vorwoche. Der Start ins Spiel gehörte dann aber den Einheimischen. Sie starteten mit viel Druck und suchten oft den Abschluss. So hatten Sutter, Wolf und Frischknecht in den ersten 5. Spielminuten gute bis sehr gute Abschlussmöglichkeiten, scheiterten aber Weber in Pfanni-Tor bzw. am eigenen Unvermögen. Pfanni zeigte sich geduldig und verzeichnete in der 6. Minute seinerseits die ersten guten Abschlüsse. Chlebda und Schläpfer im Nachschuss prüften den Appenzeller Schlussmann. In der 13. Minute konnte Luchsinger einen Gegenstoss lancieren, er zog den Verteidiger auf sich und legte dann schön ab auf Heierli, der aber den Ball nicht im Tor unterbringen konnte und links vorbeischoss. Es war ein hin und her. Kurz nach dieser Gelegenheit stand Weber auf der Gegenseite wieder zweimal im Brennpunkt des Geschehens. Innert Sekunden vereitelte er zuerst den Abschluss von Angehrn und dann auch den Nachschuss von Frischknecht mirakulös und wenig später parierte er mit der Maske den Distanzschuss von Angehrn. Pfanni konnte sich somit bei Weber bedanken nicht in Rückstand zu geraten. Kurz vor der Pause kam Pfanni noch zu einer Überzahlmöglichkeit, diese war allerdings nicht von Erfolg gekrönt. Die beste Chance hatte Hafner 25 Sekunden vor dem Pausentee, als er nach einer schönen Kombination das offene Tor verpasste. Somit endete ein attraktives und chancenreiches erstes Drittel noch ohne Tore mit 0:0. Appenzell hatte etwas mehr vom Spiel und auch einiges mehr an Abschlüssen, ganze 18 Stück. Pfanni seinerseits spielte aber diszipliniert und geduldig und das wollten sie auch im zweiten Drittel weiter so umsetzen.

Die erste Chance im Mitteldrittel gehörte dann wieder dem Heimteam. Der omnipräsente Frischknecht konnte einen Pfanni-Verteidiger den Ball abnehmen, verpasste es aber diesen im Tor unterzubringen. In der 23. Minute hatte Pfanni nach einem Stockschlag das zweite Mal die Möglichkeit in Überzahl aufzulaufen. Auch diese Möglichkeit sollte trotz guten Chancen von Nideröst und Suter ungenutzt verstreichen. In der 28. Minute konnten die Gäste dann aber doch ein erstes Mal jubeln. Suter schlängelte sich wunderbar durch die Appenzeller Verteidigung, legte dann ab zum freistehenden Bartenstein, welcher zum vielumjubelten 1:0-Führungstreffer einschiessen konnte. Pfanni hatte nun das Spiel besser im Griff als noch im ersten Drittel und liess auch in der Defensive weniger zu. Zur Spielmitte zeigten sich dann die Gäste für einmal nicht ganz auf der Höhe des Geschehens nach einem schnell ausgeführten Freistoss der Appenzeller, doch der völlig freistehende Frischknecht verpasste den erfolgreichen Torabschluss ganz knapp. Zwei Zeigerumdrehungen später hatte Pfanni nach einem Gegenstoss die Möglichkeit auf 2:0 zu erhöhen, doch es wurde der eine Pass zu viel gespielt, so dass diese gute Chance nicht ausgenutzt werden konnte. Die nächste Chance bot sich nur wenig später im dritten Überzahlspiel dieses Abends. Zuerst musste sich aber Pfanni bei Torhüter Weber bedanken, der bei einem Appenzeller Unterzahl-Gegenstoss denn Mal nach einem Buebetrickli mit der Hand von der Linie fischte und den Torjubel des Heimteams im Halse ersticken liess. Auf der Gegenseite traf Bartenstein mit einem satten Abschluss nur die Querlatte, es war dies die einzige nennenswerte Torchance in diesem Powerplay. Kurz vor der Drittelspause kamen auch die Einheimischen zum ersten Powerplay. Die hart gepfiffene Strafe traf Torhüter Weber für ein Beinstellen. Das Unterzahlspiel von Pfanni funktionierte aber gut und so hiess es nach 40 Spielminuten 1:0 aus Sicht der Zürcher Oberländer.

Das letzte Drittel versprach also einmal mehr viel Spannung. Pfanni versuchte nun den Ball noch mehr in den eigenen Reihen zu halten und den Gegner laufen zu lassen, was gut gelang. Als dann in der 47. Minute Wolf für ein überhartes Einsteigen gegen Torhüter Weber die Strafbank aufsuchen musste, änderte Pfanni-Trainer Werner die Powerplay-Aufstellung. Diese Massnahme sollte sich auszahlen. Der neu auf der rechten Seite spielende Luchsinger sah Hafner am weiten Pfosten, welcher den Flip-Pass volley zum 2:0 in die gegnerischen Maschen drosch. Appenzell war nun definitiv gefordert offensiver zu agieren, was Pfanni gleichzeitig etwas mehr Raum für Gegenstösse gab. Kurz nach der 50. Minute hätten sich die Appenzeller den ersten Treffer dann aber verdient. Zuerst war es Wolf, der mit einem Sturmlauf an Weber scheiterte und wenig später machte Weber auch noch die Abschlüsse von Sutter und Angehrn zur Nichte. Besser machte es auf der Gegenseite wenig später der Pole Chlebda. Er wurde von Schläpfer mit einem Pass von hinter dem gegnerischen Tor in den Slot wunderbar freigespielt und verwertete eiskalt zum 3:0. Wohl die Vorentscheidung. Appenzell versuchte sich mit einem Time-Out und der Herausnahme des Torhüter gegen das vorzeitige Saisonende zu wehren. Begünstigt wurde die Schlussoffensive noch durch eine Strafe gegen Bier. Doch erst 41 Sekunden vor der Schlusssirene konnte das Heimteam das erste Mal jubeln. Angehrn schloss eine schöne Kombination via Blaser mit einem satten unhaltbaren Schuss unter die Querlatte zum 1:3 ab und vermieste damit den Shut-Out von Weber. Am Sieger sollte dieses Tor aber nichts mehr ändern und Pfannenstiel konnte den hart erkämpften Halbfinal-Einzug feiern.

Es waren zwei harte Spiele gegen eine stark aufspielenden Gegner. Die Appenzeller verkauften ihre Haut teuer, verlangten Pfanni alles ab und forderten sie mehr als ihnen lieb war. Den Ostschweizern gebührt definitiv ein grosses Kompliment nach dieser Leistung.

Stürmer Ernst brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: «Dank einer abgeklärten Leistung konnten wir uns im zweiten Spiel die vorzeitige Halbfinal-Qualifikation sichern. Appenzell war bemüht und spielte stark, was den Sieg umso schöner macht. Natürlich hoffen wir nun in der Halbfinal-Serie eine ähnliche Leistung abrufen zu können.» Auch Torhüter und Best Player Weber zeigte sich erleichtert: «Das Resultat widerspiegelt das hart umkämpfte Spiel. Wir sind sehr zufrieden, dass wir die Serie dank einer geschlossenen Teamleistung bereits nach zwei Spielen beenden konnten und nun freuen wir uns auf die Halbfinals.»

Wer der Gegner in der Halbfinal-Serie sein wird, wird sich am Sonntagabend zeigen. Entweder treffen die Zürcher Oberländer auf den Tabellendritten UH Bassersdorf-Nürensdorf oder auf den Aufsteiger Floorball Uri, der am heutigen Tage gegen Qualifikationssieger Bülach Floorball die faustdicke Überraschung bewerkstelligen will.
Unabhängig vom Gegner wird das erste Spiel am Sonntag, 25.02.2024 um 16:00 Uhr in der 3-fach Kirchwies in Egg stattfinden. Pfanni freut sich bereits jetzt über lautstarke Unterstützung.

Telegramme:

UH Appenzell – UHC Pfannenstiel 1:3 (0:0 / 0:1 / 1:2)
0:1 Bartenstein (Suter) / 0:2 Hafner (Luchsinger) / 0:3 Chlebda (Schläpfer)
Aufstellung: P.Weber (Tor), Schindele (Ersatz); Hurni, Scheuner, Hafner, Nideröst, Forrer; Heierli, Gmür, Bartenstein, Suter, Luchsinger; Bier, Hottinger, Schläpfer, Ernst, Chlebda; Bär, Schellenberg, Ushiu.
Strafen: P.Weber, Bier (je 2 min)

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1.Playoff-Viertelfinal-Spiel UHC Pfannenstiel - UH Appenzell (3-fach Kirchwies, Egg)
11.02.2024

 

Stand
Po1
Po2
Po3
Pfanni
6
 
Appenzell
5
 

So hatte sich der UHC Pfannenstiel den Playoff-Start nicht ganz vorgestellt. Gegen einen sehr aufsässig und fast fehlerfrei agierenden UH Appenzell tat sich der Qualifikationszweite äusserst schwer und konnte das Heimspiel vor 247 lautstarken Zuschauern erst in der Schlussphase drehen und mit 6:5 für sich entscheiden.

Die Zürcher Oberländer waren gewillt das Zepter von Beginn an in die Hand zunehmen und gegen den ohne Ligatopscorer Alder angetretene UH Appenzell das Tempo zu bestimmen. Der Start verlief nach dem Gusto der Einheimischen. Bereits in der ersten Minute hatte Bartenstein eine gute Abschlussmöglichkeit, welche allerdings im letzten Moment weggeblockt wurde. In der 5. Minute wanderte dann der Appenzeller Anderegg wegen eines Stockschlages auf die Strafbank. Nur 46 Sekunden später brach dann erstmals Jubel in der Kirchwies-Halle aus. Heierli schloss aus der Distanz ab und Bartenstein verwandelte den zweiten Abpraller zum 1:0 Führungstreffer für das Heimteam. Wenig später allerdings dasselbe Bild auf der Gegenseite. Ernst musste wegen eines Stockschlages auf die Strafbank und auch die Gäste liessen sich nicht zweimal bitten und glichen durch Untersander zum 1:1 aus. Ein unglücklicher Ballverlust und ein Wechsel zu Unzeit standen am Ursprung dieses Gegentores. Kurz vor Drittelsmitte fasste sich dann Scheuner nach einem Rush ein Herz und zog aus der Distanz ab, traf allerdings nur die Querlatte. Eine Unachtsamkeit auf der Seite des Heimteams führte nur 10 Sekunden später zu einer erneuten Unterzahlsituation wegen eines Wechselfehlers. Pfanni verteidigte jedoch gut und hatte auch das Quäntchen Glück, als Schellenberg reaktionsschnell vor dem einschussbereiten Blaser retten konnte. In der 15. Minute war aber die erstmalige Gästeführung dann doch Tatsache. Wolf verwandelte einen einfach ausgeführten Freistoss aus mit einem unhaltbaren halbhohen Schuss zum 2:1. Diese Führung für die Appenzeller sollte dann auch noch nach 20 Minuten Bestand haben. Pfanni fand in diesem Drittel noch kein geeignetes Mittel gegen die stark verteidigen und physischen spielenden Appenzeller. Zu wenig Abschlussmöglichkeiten konnten erspielt werden. Das musste sich im Mitteldrittel zwingend verbessern.

Schläpfer hatte nach 16 Sekunden und einer schönen Kombination den Ausgleich auf dem Stock, scheiterte aber von der rechten Seite am gut reagierenden Sutter im Gäste-Tor. Wenig später konnte sich dann Pfanni innert Sekunden zweimal bei Weber bedanken, dass die Appenzeller den Vorsprung nicht ausbauen konnten. Zuerst scheiterte Frischknecht mit einer 1:0-Situation und nur 11 Sekunden später rettete Webers Hand gegen den Abschluss von Wolf. Appenzell hatte nun etwas mehr vom Spiel und profitierte auch von ungewohnten Fehlern des Heimteams. In der 25. Minute durchbrach Moser mit einem Lauf die Pfanni-Defense, scheiterte aber an Weber. Besser machte es keine Minute später dann Frischknecht, der nach einem Distanzabschluss von Dörig den Abpraller eiskalt zum 3:1 für die Gäste verwertete. Die Reaktion von Pfanni folgte nur 4 Sekunden später. Nach gewonnenem Bully spielte Hurni auf Nideröst, welcher in bekannter Manier den Ball am überraschten Sutter vorbei zum 2:3-Anschlusstreffer versenkte. In der Folge gab es Chancen auf beiden Seiten, wobei Appenzell einiges schnörkelloser und direkter den Weg Richtung Tor suchte als die Einheimischen. Nicht entgegen kamen Pfanni auch die vielen Strafen. So erwischte es zu Spielmitte Bartenstein mit 2+10 Minuten für Unsportlichkeit. Die erforderte einige Umstellungen in den Linien von Pfanni. Zwar wurde das Unterzahlspiel erfolgreich gemeistert, doch kurz danach verwerteten die Gäste eine 2:1-Kontersituation eiskalt. Anderegg spielte auf Untersander und dieser hämmerte den Ball zur erneuten Zweitore-Führung für die Gäste in die Maschen. Pfanni war nun definitiv gefordert und konnte kurz vor dem Pausentee nochmals jubeln. Durch eine angezeigte Strafe gegen die Gäste konnte Pfanni mit 6 gegen 5 Feldspieler spielen. Mit viel Geduld und Übersicht fand Nideröst links aussen an der Bande Kulmala, der mit einem Direktabschluss den erneuten Anschlusstreffer erzielen konnte. Somit hiess das Pausenresultat nach 40 Spielminuten 3:4 aus Sicht des Heimteams.

Das letzte Drittel begann Pfanni nur noch mit 2 Linien. Die Intensität sollte erhöht werden und so der Gegner zu Fehler gezwungen werden. Dieses Mittel schien zu fruchten. In der 47. Minute liess Luchsinger zwei Appenzeller stehen und legte mit einer traumhaften Vorlage quer zu Bartenstein, welcher den umjubelten Ausgleich bewerkstelligen konnte – ein absolut sehenswertes Tor. Die Freude währte allerdings nur kurz, genau gesagt 64 Sekunden. Nach einem Ballverlust in der Pfanni Auslösung konnte Anderegg abschliessen, Weber im Pfanni-Tor reagierte blitzschnell, doch gegen den Nachschuss von Blaser war er dann machtlos und schon lagen die Gäste wieder in Führung. Doch auch hier war die Freude nur von kurzer Dauer. In der 49. Minute konnte Nideröst nach Vorlage von Scheuner erneut ausgleichen zum 5.5. Die Schlussphase war also definitiv eingeläutet. Beide Teams hatten in den folgenden Minuten die Möglichkeit in Führung zu gehen, doch die beiden Torhüter konnten ihr Tor vorerst reinhalten. Es war dann in der 55. Minute Sutter, der als nächster hinter sich greifen musste. Nach einem Appenzeller Fehlpass in der Auslösung – gefühlt ihr erster Fehler – war es Hafner, der den Ball eroberte und mit viel Übersicht Nideröst freispielte, der denn Ball mit seinem dritten persönlichen Tor zum 6:5 im gegnerischen Gehäuse unterbrachte. Appenzell zog nun sein Time-Out ein und bereitete die Schlussoffensive vor. Diese wurde wenig später noch durch eine Undiszipliniertheit von Pfanni und somit eine weitere Strafe unterstützt. Pfanni konnte aber in Unterzahl erneut überzeugen und das Powerplay neutralisieren. Im Anschluss hatten 2x Nideröst und Forrer die Siegsicherung auf dem Stock, doch die Körnung blieb diesen Chancen verwehrt. Letztendlich rettete Pfanni die Eintore-Führung über die Zeit und konnte den wichtigen ersten Sieg in dieser Serie feiern. Pfannenstiel zeigte sich an diesem Sonntagnachmittag überaus fehleranfällig und fand erst im letzten Drittel wirklich ins Spiel. Es gebührt aber auch ein grosses Kompliment dem Gegner, die eine starke und fast fehlerfreie Partie ablieferten und es so Pfanni äusserts schwer machten. Es war ein überaus spannender, intensiver und attraktiver Playoff-Start, der von den beiden Schiedsrichtern souverän geleitet wurde.

Verteidiger Heierli hob auch die Leistung des Gegners hervor: «Appenzell war ein motivierter und aufsässiger Gegner, der unsere doch ungewohnt grosse Anzahl an Fehlern eiskalt ausnutzte. Wir hatten Glück konnten wir mit unsere überschaubaren Leistung mit einem Sieg krönen. Am kommenden Samstag müssen wir geduldiger und konzentrierter sein». Auch 3-fach Torschütze und Best Player Nideröst war nicht wirklich zufrieden mit dem Gezeigten: «Das wichtige erste Spiel heute war geprägt von Fehlern, die Appenzell immer wieder zum Toreschiessen einlud. Trotzdem konnten wir mit einem Starken letzten Drittel den Unterschied ausmachen. Die Mannschaft hat bis zur letzten Minute gekämpft und viel Charakter gezeigt».

Weiter geht es für Pfanni am kommenden Wochenende auswärts in der Turnhalle Gringel in Appenzell. Das Spiel findet am Samstag, 17.02.2024 um 17:00 Uhr statt. Mit einem Sieg wäre Pfanni vorzeitig für den Halbfinal qualifiziert, eine Niederlage hätte ein Entscheidungsspiel am Sonntag, 18.02.2024 um 16:00 Uhr in Egg zur Folge. Pfanni wir in jedem Falle bestrebt sein bereits in Appenzell den Sack zuzumachen, dass dies jedoch ein schwieriges Unterfangen werden wird, haben sie am heutigen Tage aufgezeigt bekommen.

Telegramme:

UHC Pfannenstiel – UH Appenzell 6:5 (1:2 / 2:2 / 3:1)
1:0 Bartenstein (Heierli) / 2:3 Nideröst (Hurni) / 3:4 Kulmala (Nideröst) / 4:4 Bartenstein (Luchsinger) / 5:5 Nideröst (Scheuner) / 6:5 Nideröst (Hafner)
Aufstellung: P.Weber (Tor), Edelmann (Ersatz); Hurni, Scheuner, Hafner, Nideröst, Schläpfer; Heierli, Gmür, Bartenstein, Suter, Luchsinger; Bier, Hottinger, Kulmala, Ernst, Chlebda; Bär, Schellenberg, Schüpbach, Ushiu, Forrer.
Strafen: Bartenstein (2x 2 min + 10 min), Ernst, Luchsinger (je 2 min)

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22. Runde UHC Pfannenstiel - UHC Winterthur United (3-fach Kirchwies, Egg)
03.02.2024

 

Tabelle
1. Bülach
58
+63
2. Pfanni
53
+53
3. UHBN
44
+37
4. Flames
40
+35
5. Red Devils
34
+11
5. Herisau
34
+1
7. Appenzell
29
-9
8. Uri
28
-12
9. Gators
24
-16
10. Vipers
23
-38
11. WinU
15
-76
12. Glattal
14
-49

Der UHC Pfannenstiel feierte zum Qualifikationsabschluss in der heimischen Kirchwies in Egg ein wahres Schützenfest und schickten den Aufsteiger UHC Winterthur mit einem 11:1 zurück in die Eulachstadt. Das Resultat war auch für die Einheimischen in dieser Höhe etwas überraschend, da unzählige Stammspieler fehlten, letztendlich aber auf Grund der Spielanteile mehr als verdient.

Der UHC Pfanni startete konzentriert ist Spiel und war gewillt mit einer solidarischen und engagierten Leistung nochmals Selbstvertrauen für die Playoffs zu tanken. Bereits nach 42 Sekunden hatte Suter die erste gute Gelegenheit für das Heimteam traf aber nur das Aussennetzt. Winterthur kam in der 2. Minute nach einem überfallartigen Angriff die erste Möglichkeit, doch Kühne verfehlte das Tor aus bester Abschlussmöglichkeit. In der Folge war es primär Pfanni, dass das Spiel kontrollierte und auch dominierte. Die Konsequenz war in der 4. Minute der verdiente Führungstreffer durch Luchsinger, der nach einem Bogenlauf unter die Querlatte traf. Mitte des ersten Drittels hatten dann sowohl Pfanni in Person von Ernst als auch die Eulachstädter durch Hatt einen Treffer an die Torumrandung zu beklagen. Besser machte es da wenig später Bartenstein, der einen sehenswerten Pass von Luchsinger über die ganze Breite des Feldes mit einem Direktschuss in den Maschen versenkte. Mit diesem 2:0-Vorsprung ging es dann auch in die erste Pause. Pfanni zeigte sich abgeklärt, aber im Angriff noch zu statisch und zu wenig zielstrebig. Dies sollte fortan geändert werden.

Der Start gelang dann WinU besser. Stofer und Dechow scheiterten an Edelmann im Pfanni-Tor, der an diesem Abend eine starke Partie zeigte. Nach diesen beiden Chancen übernahm Pfanni wieder das Zepter. In der 25. Minute hatte Luchsinger nach einer schönen 2:1-Situation das 3:0 auf dem Stock, scheiterte aber an Betschart im Gäste-Gehäuse. Das Tor sollte dann wenig später aber trotzdem fallen. Bartenstein verwertete einen Pass von Suter an den weiten Pfosten problemlos zum dritten Tor und keine 30 Sekunden später doppelte Ernst mit einem satten Schuss aus dem hohen Slot zum 4:0 nach. Als wenig später der Winterthurer Stofer wegen Reklamierens auf die Strafbank wanderte, ahnte man Böses für die Gäste. Pfanni hatte zwar einige gute Abschlussmöglichkeiten, doch fehlte das Zielwasser. So verpasste Suter aus perfekter Position das offene Tor. Im Anschluss sah sich WinU gezwungen sein Time-Out einzuziehen und auch den Torhüter zu wechseln. Pfanni liess sich dadurch aber nicht vom Weg abbringen und konnte bis zur zweiten Pause noch zwei weitere Tore erzielen. Zuerst traf Verteidiger Bär noch Vorlage von Luchsinger zum 5:0 und in der 39. Minute war es Bartenstein, der einen lehrbuchmässigen Konter zum 6:0 abschliessen konnte. Mit dem Sechstore-Vorsprung ging es dann auch in die Pause.

Im letzten Drittel kamen dann neben Schüpbach auch noch die beiden weiteren Junioren Frischknecht und Weber zum Einsatz und um es gleich vorneweg zu nehmen, sie zeigten eine gute Partie und fügten sich nahtlos ins Pfanni-Kollektiv ein. Die erste Chance im letzten Drittel hatte Schellenberg, der aus der Halbdistanz WinU-Torhüter Peduzzi (sonst auch bekannt als Teilzeit-Speaker des UHC Pfannenstiel) zu einer sehenswerten Parade zwang. Auf der Gegenseite stand dann auch Edelmann wieder zweimal im Brennpunkt des Geschehens in dem er die innert kurzer Zeit die Chancen von Ulrich und Zeller zur Nichte machte. Trotz dieses Chancen, war es dann aber wieder Pfanni, die jubeln konnten. Luchsinger traf nach einer sehenswerten Kombination zum 7:0. Kurze Zeit später wanderte Ernst auf die Strafbank. Das Powerplay von Winterthur war zwar nicht sehr zwingend, dennoch konnten sie letztendlich das erste Tor feiern. Wälchli reagierte am schnellsten und drückte den freiliegenden Ball im Slot zum 1:7 über die Linie. Die Freude währte aber nur kurz und die Reaktion von Pfanni war heftig. Nur 34 Sekunden war es der von der Strafbank zurückgekehrte Ernst der mit einem Hocheckschuss zum 8:1 einnetzen konnte und wiederum nur gut eine Minute später war es Suter, der am weiten Pfosten die Vorlage von Bartenstein verwertete. In der Schlussphase liessen Ernst und Kulmala Pfanni noch zweimal jubeln und bewerkstelligten so das Schlussresultat von 11:1. Ernst verwertete dabei mit einem seiner bekannten Handgelenkabschlüsse und Kulmala fand soviel Platz und Zeit vor, dass er sich die Ecke für seinen Abschluss aussuchen konnte.

Pfanni zeigte eine starke und leidenschaftliche Partie und erlaubte sich wenige Aussetzer. Hinten wurde konsequent gearbeitet und geblockt und vorne zeigte sich das Team mehrheitlich recht abgebrüht.
Das sah auch der verdiente Best Player Luchsinger so: «Wir haben ein grossartiges Spiel gezeigt und somit die Qualifikation mit einem beeindruckenden 11:1 abschliessen. Dieser Sieg ist extrem wichtig um mit gestärktem Selbstvertrauen in die Playoffs zu starten. Zudem haben unsere Junioren wieder Spielzeit erhalten und eine gute Partie gezeigt, was uns alle sehr freut.»
Einer dieser Junioren war der 17-jährige Schüpbach, der sich nach dem Spiel ebenfalls zufrieden zeigte: «Wir konnten offensiv einige schöne Tore herauskombinieren, aber auch defensiv überzeugten wird. Wir arbeiteten gut nach hinten und konnten so auch unseren Torhüter sehr gut unterschützen.»

Dieser Sieg brachte keine Änderungen mehr in der Tabelle, in der Pfanni die Qualifikation mit 18 Siegen aus 22 Spielen und mit 53 Punkten (vereinsinterner Rekord) auf dem 2. Tabellenrang abschloss. Ab kommender Woche helfen diese Zahlen aber nichts mehr, dann trifft der UHC Pfannenstiel in den Playoff-Viertelfinals auf den UH Appenzell, die sie erstmals für die 1.Liga-Playoffs qualifizieren konnten. Pfanni geniesst in diesem Duell Heimrecht. Das erste Spiel der Best-of-3-Serie findet somit am kommenden Sonntag, 11.02.2024 um 16:00 Uhr in der 3-fach Kirchwies in Egg statt.

Telegramme:

UHC Pfannenstiel – UHC Winterthur United 11:1 (2:0 / 4:0 / 5:1)
1:0 Luchsinger (Bartenstein) / 2:0 Bartenstein (Luchsinger) / 3:0 Bartenstein (Suter) / 4:0 Ernst (Ushiu) / 5:0 Bär (Luchsinger) / 6:0 Bartenstein (Luchsinger) / 7:0 Luchsinger (Heierli) / 8:1 Ernst (Ushiu) / 9:1 Suter (Heierli) / 10:1 Ernst (Kulmala) / 11:1 Kulmala (Ushiu)
Aufstellung: Edelmann (Tor), P.Weber (Ersatz); Bär, Gmür, Bartenstein, Suter, Luchsinger; Bier, Hottinger, Kulmala, Ernst, Ushiu; Schellenberg, Scheuner, Heierli, Schüpbach, Forrer; Frischknecht, M.Weber.
Strafen: Schellenberg, Ernst (je 2 min)

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21. Runde Jona-Uznach Flames - UHC Pfannenstiel (Sporthalle Grünfeld, Jona)
26.01.2024

 

Tabelle
1. Bülach
55
+61
2. Pfanni
50
+43
3. UHBN
42
+36
4. Flames
40
+37
5. Herisau
34
+3
6. Red Devils
33
+12
7. Appenzell
27
-10
8. Uri
27
-11
9. Gators
21
-18
10. Vipers
20
-42
11. WinU
15
-66
12. Glattal
14
-45

Der UHC Pfannenstiel dreht das Auswärtsspiel gegen den Tabellendritten Jona-Uznach Flames in Extremnis mit dem Ausgleich 14 Sekunden vor der Schlusssirene. In der Verlängerung kann dann durch ein Tor von Chlebda der 4:3-Sieg in einem spannenden Spiel sichergestellt werden.

Der Zürcher Oberländer Trainer Werner war vor dem Spiel zu einigen Umstellungen gezwungen, da gerade die Grippewelle am Pfannenstiel grassiert. So kam bspw. auch Junior Schüpbach zu seinem Debut in der Startformation. Pfanni startete konzentriert und mit viel Ballbesitz ins Spiel. Den ersten Abschluss hatten dann aber die Einheimischen zu verzeichnen. Schneider verpasste im Slot die fast sichere 1:0-Führung in dem er den Ball links am Tor vorbeisetzte. Wenig später hatte aber auch Pfanni den ersten Treffer auf dem Stock. Hurni schloss einen schönen Pass von Nideröst direkt ab, doch Federli im Flames-Tor war auf dem Posten. In der Folge hatten die Flames wieder die besseren Chancen, dies oft nach Aussetzern in der Pfanni-Vorwärtsbewegung. Doch Mattsson, Zimmermann, Dudler und Köpfli scheiterten allesamt am gut aufgelegten Weber im Pfanni-Gehäuse. Wie heisst es so schön, wer sie vor nicht macht, kassiert sie hinten und genau dem war so. Chlebda konnte in der 12. Minute im Nachsetzen Pfanni mit 1:0 in Führung schiessen. Dieses Resultat sollte dann auch nach 20. Minuten noch Bestand haben. Pfanni-Trainer Werner war mit dem ersten Drittel noch nicht ganz zufrieden und sprach verschiedene Sachen an in der Pause.

Der Start ins Mitteldrittel gehörte dann wieder Pfanni. Nach dem Bullygewinn liessen sie den Ball mehrere Minuten in den eigenen Reihen zirkulieren und kamen dadurch auch zu guten Abschlüssen durch Nideröst und Ernst. Nideröst konnte eine 1:0-Situation nicht nutzen und Ernst scheiterte nach magistralem Pass von Kulmala am hervorragend reagierenden Federli im St.Galler-Tor. Kurz nach Spielmitte war es dann der filigrane Finne Mattsson in den Reihen des Heimteams der die ihm gewährte Zeit auf der rechten Seite nutzte und mit einem schönen Schlenzer in die nahe Torecke zum 1:1 ausgleichen konnte. Sicherlich nicht unverdient zu diesem Zeitpunkt. Pfanni liess sich aber nicht aus dem Konzept bringen und in der 37. Minute war es Ernst, der einen schnell ausgeführten Freistoss von Kulmala zum 2:1 verwerten konnte. Die Freude währte aber nicht lange bzw. ganz genau 36 Sekunden. Jud konnte aus der Halbdistanz abschliessen und mit einem satten Schuss Torhüter Weber zum 2:2 bezwingen, dies war auch zugleich das Pausenresultat. Das letzte Drittel musste also definitiv die Entscheidung bringen und dafür bündelte Pfanni seine Kräfte und reduzierte auf 2 Linien.

Die Anfangsphase des Schlussdrittels bot den 146 Zuschauern einiges an Action, aber vorerst noch keine Tore. Die erste Gelegenheit hatte Chlebda, der seinen Handgelenkschuss sicher von Federli pariert sah. Quasi im Gegenzug hatten die Flames durch Müller und Zimmermann gute Gelegenheiten, doch Weber und das eigene Unvermögen verunmöglichten das Tor. Auch die Chancen von Krieg und Schneider behändigte Weber sicher. Pfanni hatte zwar mehr vom Spiel, doch die Einheimischen agierten etwas geradliniger. Dies galt auch für die folgenden drei Powerplays. Während Pfanni in den sich bietenden 4 Minuten nur selten zu wirklich gefährlichen Abschlussmöglichkeiten kam, brauchten die Flames nur 43 Sekunden um ihr Überzahlspiel durch den späteren Best Player Mattsson erfolgreich abzuschliessen. Pfanni war nun in den verbleibenden 6 Minuten definitiv gefordert. Es brauchte aber ein Time-Out und die Herausnahme des Torhüters um dann 14 Sekunden vor Schluss doch noch den vielumjubelten Ausgleich zu bewerkstelligen. Hurni spielte links auf Kulmala und dieser hämmerte den Ball mit einem satten Schuss unter die Querlatte. Somit musst die Verlängerung über den Sieger der Partie entscheiden.
In der 61. Minute hatte Pfanni den Siegtreffer auf dem Stock, doch der Ball wurde im Slot verpasst. Wenig später jubelten dann die Zürcher Oberländer aber trotzdem. Nach einem Konter spielte Schläpfer quer zu Chlebda und dieser liess Federli keine Chancen und netzte zum 4:3 ein. Ein wichtiger Sieg gegen einen stark aufspielenden Gegner.

Siegschütze Chlebda nach dem Spiel: «Das ist ein wirklich wichtiger Sieg vor dem Start in die Playoffs. Ich bin froh, dass wir das Spiel noch drehen und in der Verlängerung gewinnen konnten. Solche Siege sind sehr wichtig für das Selbstvertrauen der Mannschaft.» In dieselbe Kerbe schlug auch der Finne Kulmala: «Der späte Ausgleich und der Sieg in der Verlängerung waren wichtig im Hinblick auf die Playoffs. Jetzt gilt es die kommenden Wochen hart zu trainieren und Vollgas zu geben Richtung Playoffs.»

Zum Abschluss der Qualifikation gastiert am kommenden Samstag, 3. Februar 2024 um 19:00 Uhr noch der Aufsteiger UHC Winterthur United in der 3-fach Kirchwies in Egg, ehe es dann am Wochenende 10./11. Februar 2024 losgeht mit den Playoff-Viertelfinals.

Telegramme:

Jona-Uznach Flames – UHC Pfannenstiel 3:4 n.V. (0:1 / 2:1 / 1:1 / 0:1)
0:1 Chlebda (Ernst) / 1:2 Ernst (Kulmala) / 3:3 Kulmala (Hurni) / 3:4 Chlebda (Schläpfer)
Aufstellung: P.Weber (Tor), Schindele (Ersatz); Hurni, Schellenberg, Hafner, Nideröst, Forrer; Bier, Hottinger, Kulmala, Ernst, Chlebda; Bär, Heierli, Schüpbach, Schläpfer, Ushiu; Gmür.
Strafen: Heierli (2 min)

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20. Runde Bülach Floorball - UHC Pfannenstiel (Sporthalle Hirslen, Bülach)
20.01.2024

 

Tabelle
1. Bülach
52
+55
2. Pfanni
48
+42
3. Flames
39
+38
4. UHBN
39
+34
5. Red Devils
33
+17
6. Herisau
31
+2
7. Appenzell
27
-7
8. Uri
24
-16
9. Gators
21
-16
10. Vipers
17
-45
11. WinU
15
-50
12. Glattal
14
-44

Der UHC Pfannenstiel muss sich in einem intensiven und emotionsgeladenen Spitzenspiel trotz einer 2:0-Führung nach 40 Spielminuten letztendlich dem Leader Bülach Floorball mit 3:4 geschlagen geben und verpasst somit den Sprung an die Tabellenspitze.

Erster gegen Zweiter – Bülach Floorball gegen UHC Pfannenstiel, ein Duell das es seit jeher in sich hat. Die letzten 5 Duelle gewann Pfanni allesamt, jedoch waren alle Spiele stets eng und endeten mit maximal 2 Toren Unterschied. So war es auch heute, einfach mit dem besseren Ende für die Zürcher Unterländer.
Pfanni begann konzentriert und mit viel Ballbesitz. Die erste gute Chance hatte dann aber in der 2. Minute Rickenbacher für die ohne die beiden Leistungsträger Hottinger und Schmid spielenden Bülacher, der seinen Schuss jedoch von Pfanni-Hüter Weber abgewehrt sah. Pfanni konnte in der Folge seinen Ballbesitz auch vermehrt zu guten Chancen nutzen. Eine erste hatte Bartenstein im Slot, der den Ball aber aus aussichtsreicher Position über das Tor zirkelte. Wenig später waren es Schläpfer, Hafner und Luchsinger, die aber allesamt am hervorragend aufgelegten Dürst im Bülacher Gehäuse scheiterten. Selbiges widerfuhr Nideröst (9.) und Kulmala (11.).
Die Bülacher konzentrierten sich vorerst auf eine saubere Defensive, setzten aber mit ihren überfallartigen Gegenstössen immer wieder Akzente. So hatte Bregenzer in der 12. Minute den Führungstreffer für die Bülacher auf dem Stock, der Ball zischte aber rechts am weiten Pfosten vorbei. In der 13. Minute war es dann wieder Pfanni, dass dem Führungstreffer sehr nahekam. Luchsinger setzte in einer 1:1-Situation den Ball rechts am Tor vorbei und Bartenstein verpasste es eine wunderschöne Kombination in den Slot mit dem Tor zu krönen. Ab der 15. Spielminute kam dann auch das Heimteam zu einigen hochkarätigen Chancen. Weber konnte innerhalb von drei Minuten gegen Derungs (2x), Schmitter und Hofmann seine Klasse beweisen und sein Team vor einem Rückstand bewahren. Bis anhin war es den beiden Torhütern zu verdanken, dass dieses Spiel immer noch 0:0 stand. In der 19. Minute musste sich dann aber Dürst ein erstes Mal geschlagen geben. Gmür spielte auf der rechten Seite vertikal auf Luchsinger und dieser leitete mit viel Übersicht weiter auf die rechte Seite zum freistehenden Bartenstein, welcher keine Mühe hatte den 1:0-Führungstreffer für die Oberländer zu erzielen. Diese Führung war sicherlich auf Grund der Spielanteile im ersten Drittel verdient.

Der Start ins Mitteldrittel gelang dann den Einheimischen besser. In der 22. Minute war es Rickenbacher, der seinen Abschluss im Aussennetzt sah und wenig später parierte Weber gegen den satten Schuss von Hofmann. Den nächsten Treffer konnten dann aber in der 28. Minute erneut die Gäste bejubeln. Hafner spielte den Pass kurz in den Slot zum angelaufenen Nideröst, welcher Dürst mit einem sehenswerten Lupfer zum 2:0 bezwang. Pfanni kontrollierte das Spiel jedoch gegen die eher passiv stehenden Bülacher weiterhin und konnte sich weitere gute Abschlussmöglichkeiten erarbeiten. Ernst verpasste eine halbhohe Vorlage von Chlebda knapp und anschliessend scheiterte der stark aufspielende Bartenstein zweimal am reaktionsschnellen Dürst. Zuerst parierte er einen Halbdistanzschuss und wenig später blieb er bei einem offenen Ball im Slot Herr der Lage. In der 36. Minute gab es dann zum ersten Mal richtig Aufregung nach einem heiklen Penaltyentscheid wegen hohem Stocks. Klingler lief für Bülach an, scheiterte aber am gut reagierenden Weber. Somit ging es mit einem Zweitore-Vorsprung für die Gäste in die Pause und Spannung war im letzten Drittel somit garantiert.

Bülach nahm die Challenge an und agierte nun vermehrt offensiver als noch in den erste beiden Dritteln. Dies sollte sich auszahlen. In der 43. Minute führte eine wunderbare Kombination über mehrere Stationen zum Anschlusstreffer. Klingler musste am weiten Pfosten die mustergültige Vorlage von Meier nur noch einschieben. Pfanni stellte kurze Zeit später auf 2 Linien um, um das Tempo ebenfalls zu erhöhen. Grosschancen blieben bis zur 50. Spielminute aus. In der 51. Minute war es dann Stutz, der den Ausgleich im Slot hauchdünn verpasste. Erfolgreicher war dann seine nächste Aktion knapp eine Minute später nach einem weitern Auswurf von Dürst düpierte er die Pfanni-Defensive und Torhüter Weber mit einem satten Handgelenkschuss und dem 2:2 Ausgleich. Das Momentum lag nun auf Bülacher Seite und dies nutzten sie eiskalt aus. 75 Sekunden später zappelte der Ball bereits wieder im Pfanni-Gehäuse. Ein Fehlpass in der Offensive führte zu einem Gegenstoss, der Derungs trocken zur erstmaligen Heimführung verwertete. Derungs war es auch, der wenig später ein weiteres Tor auf dem Stock hatte, aber im letzten Moment daran gehindert wurde – die Schiedsrichter entschieden dabei, dass die Intervention sauber war, wobei sich Pfanni auch nicht über einen Penaltypfiff hätte beklagen dürfen. Pfanni versuchte mit einem Time-Out und der Herausnahme des Torhüters in der Schlussphase das Spiel noch zu drehen. Die erste Möglichkeit hatte Hafner, der aber das offene Tor verpasste. Als wenig später Derungs einen 2:1-Situation mit Meier erfolgreich zum 4:2 abschloss war die Entscheidung zu Gunsten des Heimeteams gefallen. Der Anschlusstreffer 10 Sekunden vor Schluss durch Luchsinger war nur noch Resultatkosmetik. Mit dem Spielende kam es noch zu einem leichten Handgemenge, dass die Schiedsrichter dazu bewog sowohl Derungs als auch Bartenstein mit einer hart gepfiffenen Matchstrafe zu belegen.
Bülach konnte neben dem 4:3 Sieg auch den Qualifikationssieg feiern, der ihnen realistischerweise nicht mehr zu entreissen ist. Somit gehen die Gratulationen dafür ins Zürcher Unterland

Pfannenstiel zeigte über weite Strecken ein starkes Spiel, haderte aber etwas mit der eigenen Chancenauswertung. Verteidiger Scheuner dazu: «Es ist eine unnötige Niederlage, wir hatten den Gegner während 50 Minuten gut im Griff. Zwei gut ausgespielte Konter reichten aber für die Wende trotz klar weniger Spielanteil.» Auch Captain Hottinger war gleicher Meinung «Über alles gesehen, war es ein sehr gutes Spiel. Was uns vorwerfen müssen, ist die schwache Chancenauswertung, welche letztendlich den Unterschied ausgemacht hat.»

Für Pfanni geht es nun in den letzten beiden Qualifikationsspielen noch darum sich bestmöglich auf die Playoffs vorzubereiten. Ein nächster Prüfstein ist dabei der Tabellendritte Jona-Uznach Flames. Das Spiel findet am kommenden Freitagabend, 26.01.2024 um 20:00 Uhr in der Sporthalle Grünfeld in Jona statt.

Telegramme:

Bülach Floorball – UHC Pfannenstiel 4:3 (0:1 / 0:1 / 4:1)
0:1 Bartenstein (Luchsinger) / 0:2 Nideröst (Hafner) / 4:3 Luchsinger (Bartenstein)
Aufstellung: P.Weber (Tor), Edelmann (Ersatz); Scheuner, Hurni, Hafner, Nideröst, Schläpfe; Heierli, Gmür, Bartenstein, Suter, Luchsinger; Bier, Hottinger, Kulmala, Ernst, Chlebda; Bär.
Strafen: Bartenstein (2+2 min plus Matchstrafe)

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18. Runde UHC Pfannenstiel - Glattal Falcons (3-fach Kirchwies, Egg)
13.01.2024

 

Tabelle
1. Bülach
49
+54
2. Pfanni
48
+43
3. UHBN
38
+35
4. Flames
37
+37
5. Red Devils
30
+7
6. Appenzell
27
-5
7. Herisau
26
-1
8. Uri
21
-17
9. Gators
20
-14
10. Vipers
17
-35
11. WinU
15
-53
12. Glattal
11
-51

Herisau & Gators mit 1 Spiel weniger

Die Tabellenausgangslage und die bisherigen Duelle zwischen dem UHC Pfannenstiel und den Glattal Falcons deuteten auf eine klare Sache hin, doch dem war nicht so. Die Zürcher Oberländer konnten sich aber dank einem Zwischenspurt im Mitteldrittel und einem effizienten Powerplay letztendlich mit 8:6 durchsetzen und sich bereits drei Runden vor Schluss nicht mehr vom 2. Tabellenrang zu verdrängen.

Pfannenstiel startete konzentriert ins Spiel und gewillt an die gute Leistung des Vorabends gegen UBN anzuknüpfen. Die erste Chance zum Führungstreffer bot sich bereits in der 18. Sekunden, doch Hafner verpasste knapp. Gut eine Minute später war es dann aber doch so weit. Bartenstein fand von hinter dem gegnerischen Tor Heierli im Slot, der zum 1:0 einschiessen konnte. Pfannenstiel dominierte die Anfangsphase und überliess den Gästen nahezu kein Ballbesitz. Nideröst und Ernst verpassten es aber das Skore zu erhöhen. In der 6. Minute traten dann auch die Falcons erstmals in Erscheinung. Zuerst verpasste Peduzzi vor dem Tor und wenig später hämmerte Jezler den Ball von der Mittellinie an die Querlatte. Die folgenden Minuten gehörten dann wieder den Einheimischen oder besser gesagt Chlebda. Er erarbeitete sich innert kurzer Zeit drei sehr gute Torchancen, die er allerdings nicht verwerten konnte. Besser machte es sein Teamkollege Hafner. Er profitierte vom konsequenten Nachsetzen und der Vorarbeit von Forrer und verwertete dann den Querpass sicher. Keine Minute später durften dann auch die Gäste das erste Mal jubeln. Jezler schnappte sich nach einer strittigen Szene den Ball und versenkte ihn wunderschön in der rechten oberen Torecke zum Anschlusstreffer. Wenig später wanderte dann Ramsauer für einen Stockschlag auf die Strafbank, was Pfanni die Möglichkeit gab in Überzahl aufzulaufen. Diese Möglichkeit nutzte Suter nach einer schönen Kombination und versenkte zum 3:1. In der Folge zeigte sich Pfanni etwas zu nonchalant. Offensiv wurden beste Abschlussmöglichkeiten zu einfach vergeben und defensiv fehlte die Konsequent bzw. es schlichen sich Fehler ein. Glattal liess sich da nicht zweimal bitten und glich bis zur Pause zum 3:3 aus. Zuerst verwertete Ramsauer einen Freistoss bei dem die Zuteilung in der Pfanni-Hintermannschaft nicht stimmte und in der 19. Minute führte mangelndes Backchecking zum Ausgleichstreffer von Murer. Somit stand es nach 20 Minuten entgegen dem Spielverlauf 3:3. Pfanni verpasste es mit einem soliden Vorsprung in die Pause zu gehen und gab somit den Falcons den Glauben zurück, dass in Egg etwas zu holen ist.

Im Mitteldrittel zeigten sich dann die Gäste entschlossener und auch konsequenter. Bereits nach 11 Sekunden verpasste Obrist im Slot den Führungstreffer. In der Folge waren Grosschancen bis zur Spielmitte Mangelware. In dieser Minute war es Falcons-Topscorer Zolliker, der seine Farben mit einem abgelenkten Schuss erstmals in Führung brachte. Die Reaktion von Pfanni folgte aber und war heftig. In der 31. Minute verpasste Forrer mit seinem Lattenschuss den Ausgleich. Dieser war dann eine Zeigerumdrehung später Heierli vergönnt. Er verwertete einen schnell ausgeführten Freistoss von Suter zum 4:4. Wenig später wanderte Jezler für ein Handspiel auf die Strafbank. Das Pfanni-Überzahlspiel brauchte 32 Sekunden um auch die zweite Möglichkeit auszunutzen. Dieses Mal war es Nideröst, der nach einer schönen Seitenverlagerung von Hafner Pfanni wieder in Führung bringen konnte. Die Zürcher Oberländer waren nun sichtlich im Flow und konnte nur wenig später durch einen sehenswerten Schuss von Hurni aus der Halbdistanz auf 6:4 davonziehen. Im selben Stile ging es weiter. Nideröst nutzte in der 38. Minute auch die 3 von 3 Überzahlmöglichkeiten zum 7:4 und keine Minute später traf Chlebda nach Vorlage von Schläpfer zum 8:4, zugleich das Pausenresultat. Mit den 5 Toren in knapp 7 Minuten konnte Pfanni den Gästen den Wind aus den Segeln nehmen.

Das die Falcons aber nicht aufsteckten zeigte sich im letzten Drittel. Die in der Tabelle deutlich unter Wert klassierten Glattaler konnten bereits nach 18 Sekunden durch Peduzzi den 5. Treffer erzielen. Pfanni schaltete nun unbewusst 1-2 Gänge zurück, was womöglich auch daran geschuldet war, dass sie bereits das zweite Spiel bestritten. Pfanni-Coach Werner zog deshalb bereits in der 46. Minute sein Time-Out ein um seine Mannen nochmals auf die wesentlichen Punkte hinzuweisen. Dies gelang und das Heimteam spielte fortan wieder konzentrierter und kam durch Bier mittels Distanzschuss, durch einen Lattenknaller von Hurni und eine 1:0-Situation von Bartenstein in Unterzahl zu weiteren guten Möglichkeiten. Das nächste Tor konnten durften dann aber in der 58. Minute die Gäste bejubeln. Peduzzi verwertete einen Freistoss zum 8:6 und brachte nochmals Spannung in die Kirchwies-Halle zurück. Doch Pfanni brachte den Sieg letztendlich über die Zeit und konnte die 3 wichtigen Punkte einfahren.

Stürmer Suter brachte es auf den Punkt: «Es war eine ziemlich zähe Angelegenheit und ein stetiges hin und her. Schlussendlich dürfen wir aber ein erfolgreiches Wochenende mit 6 Punkten verbuchen und nun freuen wir uns auf den Schlussabschnitt der Qualifikation». Auch Ernst war zwar erleichtert aber nicht wirklich zufrieden: «Trotz ansprechendem Start konnten wir die Leistung nicht über das ganze Spiel ausspielen. Trotzdem freuen wir uns über die 6 Punkte. Für ein zusätzlich gutes Gefühl vor den Playoffs werden wir nun alles daransetzen, die verbleibenden Spiele der Qualifikation erfolgreich zu gestalten.»

Das nächste Spiel hat es für Pfanni definitiv in sich, denn es kommt zum Spitzenkampf der beiden bis anhin dominierenden Teams der 1.Liga-Gruppe 2. Die Zürcher Oberländer gastieren am Samstag, 20.01.2024 um 19:00 Uhr in der Sporthalle Hirslen in Bülach, wo sich auf den Leader Bülach Floorball treffen werden – definitiv ein Unihockey-Leckerbissen, wie schon der Cup-Achtelfinal und die Hinrunde gezeigt haben.

Telegramme:

UHC Pfannenstiel – Glattal Falcons 8:6 (3:3 / 5:1 / 0:2)
1:0 Heierli (Bartenstein) / 2:0 Hafner (Forrer) / 3:1 Suter (Hafner) / 4:4 Heierli (Suter) / 5:4 Nideröst (Hafner) / 6:4 Hurni (Scheuner) / 7:4 Niederöst (Heierli) / 8:4 Chlebda (Schläpfer)
Aufstellung: Schindele (Tor), Edelmann (Ersatz); Bär, Hurni, Hafner, Nideröst, Forrer; Heierli, Gmür, Bartenstein, Suter, Ushiu; Bier, Hottinger, Schläpfer, Ernst, Chlebda; Scheuner, Frischknecht, Schüpbach, M.Weber.
Strafen: Bartenstein, Hurni, Bier, Ernst, Scheuner (je 2 min)

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19. Runde UHC Pfannenstiel - UH Bassersdorf-Nürensdorf (3-fach Kirchwies, Egg)
12.01.2024

 

Tabelle
1. Pfanni
45
+41
2. Bülach
44
+44
3. UHBN
38
+38
4. Flames
33
+36
5. Red Devils
27
+7
6. Appenzell
27
+5
7. Herisau
23
-5
8. Gators
19
-13
9. Uri
18
-18
10. Vipers
13
-37
11. WinU
12
-50
12. Glattal
10
-48

Pfanni & UBN mit 1 Spiel mehr

Der UHC Pfannenstiel startete in der heimischen 3-fach Kirchwies mit einem 5:1-Sieg im Spitzenkampf gegen UH Bassersdorf-Nürensdorf erfolgreich ins Jahr 2024. Pfanni zeigte im Duell zwischen dem Tabellenzweiten und dem Tabellendritten während der gesamten Spielzeit eine sehr abgeklärte Leistung, profitierte aber teils auch vom Unvermögen des Gegners vor dem Tor und konnte sich gleichzeitig auf einen sehr gut aufgelegten Torhüter Weber verlassen.

Die Zürcher Oberländer waren gewillt das Zepter von Anfang an in die Hände zu nehmen und dem laufreudigen Gegner nicht zu viel Ballbesitz und vor allem nicht zu viele Tempogegenstösse zuzugestehen. Dies gelang gut und bereits nach 32 Sekunden war es Nideröst, der mit dem ersten Abschluss Akzente setzen konnte. Der Ball zischte aber knapp übers Tor. Auf der Gegenseite war es dann nur 19 Sekunden später Schaffner, der ebenfalls den ersten Abschluss für UBN verbuchen konnte. Die ersten Jubelstürme im 2024 liessen dann auch nicht lange auf sich warten. Nach 85 Sekunden war es Suter, der von hinter der Grundlinie frech in den Slot zog und UBN-Hüter Hagen mit einem Schuss in die weite Ecke bezwang. In der Folge kam UBN erneut zu zwei guten Abschlussmöglichkeiten. Zuerst verpasste Tomaselli bei einer 3:1-Situation den erfolgreichen Torabschluss und wenig später verzog Fenaroli seinen Abschluss nach einer Drucksituation. Die 7. Minute gehörte dann wieder ganz den Einheimischen. Zuerst war es Nideröst, der in kurzer Folge zuerst am gegnerischen Block und dann an Hagen scheiterte. Wenig später war es aber Nideröst, der das Auge für seinen Mitspieler Ushiu hatte, der wunderschön zum 2:0 einschiessen konnte. Ein Tor, dass den Gegner sichtlich schmerzte, denn in den folgenden Minuten war es primär Pfanni, dass das Spiel kontrollierte und sich Chancen herausspielen konnte. So scheiterte Kulmala zwei Mal zentral vor dem Tor. Vor allem der zweite Versuch hätte auf Grund der wunderbaren Vorarbeit von Luchsinger ein Tor verdient gehabt. Gegen Ende des Drittels konnte sich dann auch Pfanni-Hüter Weber noch auszeichnen. Zuerst behielt er im Slot gegen den quirligen Cathomas die Oberhand und wenig später packte er gegen den Drehschuss von Bühlmann einen Big Save aus. So endete ein animiertes erstes Drittel mit einer 2:0-Heimführung.

Der Start in den Mittelabschnitt gelang den Gästen aus dem Unterland besser. Bühlmann, Bischofberger und Cathomas waren verantwortlich, dass Pfanni-Hüter Weber immer auf Betriebstemperatur blieb. In der 23. Minute wurde dann Pfanni ein Freistoss in aussichtsreicher Position zugesprochen, doch Bier scheiterte knapp und traf das Aussennetz. Besser machte es auf der Gegenseite Koppejan. Der wendige holländische Rotschopf sah seinen Abschluss von Hottinger so abgelenkt, dass Torhüter Weber chancenlos war und so stand es nicht unverdient nur noch 2:1 aus Sicht der Einheimischen. Diese liessen aber mit einer Reaktion nicht lange auf sich warten. In der 31. Minute war es Hurni mit einem absoluten Sonntagsschuss, der von der Mittellinie sehenswert in die rechte obere Torecke traf und so sein Premierentor für Pfanni erzielen konnte. Bis zur Drittelspause hatte Pfanni dann wieder mehr vom Spiel und weitere gute Abschlussmöglichkeiten durch Ushiu, durch einen Volleyabschluss von Nideröst und einen abgelenkten Lattenschuss von Schläpfer. Es blieb aber beim Zweitore-Vorsprung für das Heimteam.

Die Entscheidung musste also im letzten Spielabschnitt fallen. Erneut war es UBN, dass die erste Duftmarke setzte. Weber parierte nach wenigen Sekunden einen Handgelenkschuss von Captain Ehrensperger. Drei Zeigerumdrehungen später war es erneut Ehrensperger, dem nach einer schönen Kombination über mehrere Stationen der erfolgreiche Torabschluss vergönnt war. Kurz nach der 50. Spielminute testeten beide Teams die Stabilität der Torumrandung. Zuerst war es Suter, der in Unterzahl nur den Pfosten traf und wenig später hämmerte Bischofberger für die in Überzahl spielenden Unterländer den Ball ans Lattenkreuz. Es begann also eine heisse Schlussphase. Pfanni reduzierte in der 53. Minute auf 2 Linie und wenig später zog UBN-Trainer Eberle sein Time-Out ein um sein Team für die letzten Minuten einzuschwören. Die Gäste betrieben nun ein aggressiveres Forechecking, dies sollte sich aber nicht auszahlen. Zwar traf Stadler in der 54. Minute den Pfosten, doch die letzten Minuten gehörten mehrheitlich Pfanni. So war es in der 57. Minute Bartenstein, der einen schönen Querpass von Nideröst mit einem Flachschuss zum 4:1 abschloss und nur 71 Sekunden später war es Forrer, der einen traumhaft vorgetragenen Konter nach Vorlage von Hafner zum Schlussresultat von 5:1 abschloss. Eine souveräne Leistung wurde mit dem verdienten Sieg gekrönt.

Das sah auch der doppelt geehrte – Best Player und 150. Spiel für Pfanni – Hafner so: «Es war ein wichtiger Sieg. Wir konnten erneut eine defensiv solide Leistung zeigen, so darf es weitergehen. Dennoch sind wir in der Offensive wieder recht fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen.» Auch Verteidiger Hurni zeigte sich zufrieden: «Heute haben wir gewonnen, weil wir von A-Z eine konzentrierte Teamleistung aufs Feld gebracht haben. UBN konnte sich zwar im Verlaufe des Spiels steigern, doch wir konnten das Spiel kontrolliert zu Ende bringen. Nun liegt aber der Fokus bereits wieder auf dem Glattal-Spiel».

Das nächste Spiel der Doppelrunde findet am Samstag, 13.01.2024 um 19:00 Uhr erneut in der 3-fach Kirchwies gegen die von Hurni erwähnten Glattal Falcons statt.

Telegramme:

UHC Pfannenstiel – UH Bassersdorf-Nüernsdorf 5:1 (2:0 / 1:1 / 2:0)
1:0 Suter (Kulmala) / 2:0 Ushiu (Nideröst) / 3:1 Hurni (Hafner) / 4:1 Bartenstein (Nideröst) / 5:1 Forrer (Hafner)
Aufstellung: P.Weber (Tor), Schindele (Ersatz); Scheuner, Hurni, Hafner, Nideröst, Ushiu; Bartenstein, Gmür, Kulmala, Suter, Luchsinger; Bier, Hottinger, Schläpfer, Ernst, Chlebda; Bär, Forrer.
Strafen: Scheuner (2 min)

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17. Runde Floorball Uri - UHC Pfannenstiel (ernergieUri Arena, Amsteg)
17.12.2023

 

Tabelle
1. Bülach
44
+44
2. Pfanni
42
+37
3. UHBN
38
+42
4. Flames
33
+36
5. Red Devils
27
+7
6. Appenzell
27
+5
7. Herisau
23
-5
8. Gators
19
-13
9. Uri
18
-18
10. Vipers
13
-37
11. WinU
12
-50
12. Glattal
10
-48

Wie bereits im Hinspiel war das Duell UHC Pfannenstiel gegen Floorball Uri erneut ein wahres Spektakel für die Zuschauer. Das bessere Ende behielt beim 12:7-Sieg erneut der UHC Pfannenstiel. Die Zürcher Oberländer rissen von Beginn weg das Spiel an sich und liessen eigentlich nie Zweifel über den Sieger aufkommen. Durch die drei Punkte schliessen sie das Jahr 2023 mit 42 Punkten aus 17 Spielen zwei Punkte hinter Leader Bülach Floorball auf dem zweiten Tabellenrang ab.

Der Start ins Spiel verlief für die nur mit 15 Feldspieler angetretenen Zürcher Oberländer nach Mass. Bereits nach 45 Sekunden fand Hafner Büsser im Slot, der zum 1:0 Führungstreffer einschiessen konnte. In der 4. Minute hatte Bissig die erste Chance für die Einheimischen, scheiterte aber am gute reagierenden Edelmann im Pfanni-Tor. Vier Minuten später musste Edelmann dann aber doch ein erstes Mal hinter sich greifen. Die Urner nutzten ihre erste und einzige Powerplay-Möglichkeit durch Schillig zum 1:1 Ausgleich aus. In der Folge übernahmen die Zürcher wieder das Spieldiktat und zeigten sich auch im Abschluss wieder deutlich abgebrühter als noch in den vorhergehenden Spielen. In der 11. Minute brachte Luchsinger seine Farben wieder mit 2:1 in Führung und keine Minute später doppelte Nideröst mit einem schönen Drehschuss nach und erhöhte auf 3:1. Im selben Stile ging es weiter. In der 15. Minute war es erneut Nideröst, der den Ball mit einem Handgelenkschuss unter der Querlatte versorgte. Auf den zwischenzeitlichen 2:4-Anschlusstreffer von Arnold reagierte Pfanni dann heftig und erhöhte bis zur Pause durch einen Zorro-Move von Hafner und einen sehenswerten Treffer von Luchsinger auf 6:2.

Pfannenstiel war gewillt im zweiten Drittel nicht nachzulassen und gewisse Punkte am eigenen Spiel noch zu verbessern. Ersteres gelang perfekt, denn 18 und 54 Sekunden nach Wiederanpfiff konnte Pfanni erneut zwei Mal jubeln. Nideröst verwertete eine Backhand-Vorlage von Forrer zum 7:2 und Bartenstein war nach einer traumhaften Kombination über mehrere Stationen Torschütze des 8:2. Mit dem klaren Vorsprung im Rücken liess Pfanni jedoch etwas nach, was durch die läuferisch sehr starken Urner eiskalt ausgenutzt wurde. Der spätere Best Player Schillig und der Tscheche Panuska verkürzten auf 4:8 aus Sicht der Einheimischen. In der Folge gönnten sich beide Teams sagenhafte 13 Minute ohne einen Torerfolg. Dies lag aber nicht daran, dass das Spiel langweiliger wurde, sondern vielmehr daran, dass die Abschlussmöglichkeiten nicht so konsequent ausgenutzt wurden. So liessen Nideröst und Suter für Pfanni, ebenso wie Bissig und Diener für Uri beste Chancen liegen. Besser machten es da in der 38. Minute Büsser mit einem schönen Ablenker und Bartenstein nach Vorlage von Suter, die das 9:4 respektive 10:4 erzielen konnte. Mit diesem Resultat ging es dann in die zweite Pause und Pfanni sollte eigentlich nichts mehr anbrennen lassen.

Das letzte Drittel startete dann wieder etwas ruhiger, die erste erwähnenswerte Aktion war der Lattenknaller von Luchsinger in der 49. Minute. Noch in derselben Minute war es dann Ushiu, der Bissig mit einem schönen Hocheckschuss zum 11:4 bezwingen konnte. Kurze Zeit später hatten Luchsinger und Bartenstein je 2 Grosschancen auf dem Stock, verpassten es aber den Ball im gegnerischen Gehäuse unterzubringen. Effizienter zeigten sich da die Urner, die innert kurzer Zeit zwei Tempogegenstösse durch Furrer und Schillig mit zwei Toren abschliessen konnten. In der Schlussphase erzielten beide Teams noch je ein Tor zum Schlussstand von 12:7. Für Pfanni traf Nideröst und für Uri Furrer. So endete ein torreiches letztes Spiel im Jahr 2023.

Pfanni darf mit dem 6-Punkte-Weekend in den beiden schwierigen Auswärtsspielen sicherlich zufrieden sein, auch wenn es sicherlich an verschiedenen Punkten noch Verbesserungspotential gibt. Wichtig war, dass die Mannschaft immer ruhig geblieben ist und sich nicht von ihrem Weg abbringen liess, sicherlich noch verbesserungswürdig sind die zu vielen Konterchancen, die am heutigen Tage Floorball Uri wieder zugestanden wurde.

4-fach Torschütze und Best Player Nideröst fasste es nach dem Spiel wie folgt zusammen: «Obwohl wir eine verhältnismässig kurze Erholungszeit hatten, kamen wir relativ gut ins Spiel und konnten einige Chancen in Tore umwandeln. Das war heute der Schlüssel zum Erfolg um das 2023 erfolgreich abzuschliessen. Nun gilt es die Weihnachtstage zu nutzen um sich gut zu erholen, damit wir mit viel Energie und Leidenschaft ins neue Jahr starten können». Der als Verteidiger aufgelaufene Büsser fügte noch an: «Es war eine Teamarbeitsleistung zum Abschluss des Kalenderjahres und jetzt gilt es mit gutem Essen Energie zu tanken und den Lauf mit in die entscheidende Qualiphase zu nehmen – anschliessend ist alles möglich.»

Das Fanionteam wünscht allen wunderbare Festtage und einen guten Rutsch in ein gesunden, erfolgreiches und hoffentlich friedlicheres Jahr 2024 und freut sich dort bereits wieder auf die beiden Derbys zum Start zu Hause in der Kirchwies in Egg. Am Freitag, 12.01.2024 empfängt Pfanni um 20:00 Uhr das Spitzenteam UH Bassersdorf-Nürensdorf und tags darauf am Samstag, 13.01.2023 gastieren um 19:00 Uhr die Glattal Falcons in Egg.

Telegramme:

Floorball Uri – UHC Pfannenstiel 7:12 (2:6 / 2:4 / 3:2)
0:1 Büsser (Hafner) / 1:2 Luchsinger (Bartenstein) / 1:3 Nideröst (Hafner) / 1:4 Nideröst (Büsser) / 2:5 Hafner (Forrer) / 2:6 Luchsinger (Bartenstein) / 2:7 Nideröst (Forrer) / 2:8 Bartenstein (Suter) / 4:9 Büsser (Forrer) / 4:10 Bartenstein (Suter) / 4:11 Ushiu (Chlebda) / 6:12 Nideröst (Forrer)
Aufstellung: Edelmann (Tor), P.Weber (Ersatz); Büsser, Hurni, Hafner, Nideröst, Forrer; Heierli, Gmür, Bartenstein, Suter, Luchsinger; Bär, Hottinger, Ushiu, Schläpfer, Chlebda.
Strafen: Bär (2 min)

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16. Runde UH Appenzell - UHC Pfannenstiel (Turnhalle Gringel, Appenzell)
16.12.2023

 

Tabelle
1. Bülach
42
+43
2. Pfanni
39
+32
3. UHBN
35
+39
4. Flames
30
+30
5. Red Devils
26
+8
6. Appenzell
24
+4
7. Herisau
23
+1
8. Uri
18
-13
9. Gators
16
-18
10. Vipers
13
-34
11. WinU
12
-45
12. Glattal
10
-47

Dem UHC Pfannenstiel stand im vorletzten Spiel des Jahres mit dem UH Appenzell ein harte Prüfung bevor und dies sollte sich dann auch bewahrheiten. Wie schon im Hinspiel konnten die Zürcher Oberländer das Spiel erst in den letzten 10 Minuten für sich entscheiden, dieses Mal mit 3 Überzahltreffern. Der Schlusstand lautete 6:4.

Aber der Reihe nach. Der UHC Pfannenstiel startete druckvoll und mit viel Ballbesitz ins Spiel und konnte in der 2. Minute bereits das erste Mal jubeln. Dem Tor von Schläpfer wurde allerdings die Anerkennung wegen eines Schutzraumvergehens untersagt. Anschliessend verpasste es Pfanni den Ballbesitz in gute Chancen umzumünzen. Zielgerichteter zeigten sich da die Appenzeller. In der 8. Minute rettete Schindele im Pfanni-Tor seine Farben vor dem ersten Gegentor, indem er eine Chance von Untersander vereitelte. Diese Parade war dann Ansporn für Stürmer Chlebda, der keine Minuten später mit einem Schlenzer in die weite Torecke den UHC Pfanni doch noch mit 1:0 in Führung schoss. In der Folge kamen beide Teams zu guten Chancen. Forrer und Suter scheiterten für Pfanni aus bester Abschlussposition und auf der Gegenseite traf Neff eine Zeigerumdrehung vor der Pausensirene nur den Pfosten. Somit endete das erste Drittel mit einer 1:0-Gästeführung.

Die erste Chance im Mitteldrittel hatte dann erneut Pfanni. Der Abschluss von Nideröst flog knapp am rechten Pfosten vorbei. In der 27. Minute sollte dann das Spiel eine erste Wendung erfahren. Zuerst lenkte Sutter einen Distanzschuss von Wolf unhaltbar für Torhüter Schindele zum 1:1 Ausgleich ab und nur 21 Sekunden später liess Blaser mit einem seiner gefürchteten Handgelenkschüsse die Halle erneut jubeln – 2:1 für Appenzell. Und es sollte noch besser kommen für die Hausherren. Nach einem Gegenstoss traf Neff im Fallen sehenswert zum 3:1. Der UHC Pfanni war nun definitiv gefordert und hatte in Überzahl gleich die Möglichkeit zu verkürzen. Doch das Powerplay lief noch nicht wie gewünscht und so verstrichen die zwei Minuten torlos. In der 39. Minute fasste sich Luchsinger ein Herz und brachte mit einem Solo den Ball vors gegnerische Tor. Dort war es Bartenstein, der im Nachsetzen den Ball zum 2:3 im Appenzeller Tor unterbrachte. Dies war zugleich auch das Pausenresultat.

Pfanni bündelte nun für das letzte Drittel seine Kräfte und suchte das Glück mit 2 Linien. Die Gäste waren nun überlegen und konnten sich Chance um Chance herausspielen, doch die Effizienz liess mächtig zu wünschen übrig. Alleine Suter hatte 3 Grosschancen auf dem Stock. Für den Ausgleich brauchte es dann wieder ein Powerplay. Dieses verwertete dann Suter nach einer schönen Kombination und Vorlage von Hafner zum wichtigen 3:3 Ausgleich. Appenzell fing sich in der Folge noch drei weitere Strafen ein, wovon Pfanni durch Nideröst und Hafner zwei zu nutzen vermochte und auf 5:3 davonzog. Die Appenzeller gaben sich aber nicht auf und läuteten mit dem 5:4 in der 58. Minute durch Sutter eine heisse Schlussphase ein. Doch trotz Time-Out und Herausnahme des Torhüters war die Schlussoffensive nicht mehr von Erfolg gekrönt. Für den Schlusspunkt zeigte sich mit dem Schlusspfiff Forrer verantwortlich, der einen langen Pass von Hurni volley zum 6:4 in die Maschen drosch.

Der Jubel war gross, denn es war ein hart erarbeiteter Sieg, der auf Grund der vielen Chancen sicherlich nicht gestohlen war. Das Team muss sich einmal mehr vorwerfen lassen vor dem gegnerischen Tor zu oft gesündigt zu haben. Defensiv stand Pfanni aber solide und gleichzeitig behielten sich auch immer die Ruhe und zeigten sich geduldig.

Stürmer Hafner meinte nach dem Spiel: «Wie eigentlich immer in dieser Saison haben wir auch heute wieder zu viele Chancen ausgelassen. Aber wie ebenso oft konnten wir das Spiel letztendlich noch drehen. Das ist gut zu wissen, denn egal wie das Spiel läuft, wir haben die Gewissheit das Spiel noch drehen zu können. Zudem war heute wichtig ruhig zu bleiben und die Strafen gegen Appenzell haben auch geholfen.» Der stark spielende Schindele im Pfanni-Tor blickt bereits voraus auf das letzte Spiel gegen Floorball Uri: «In einem intensiven Spiel konnten wir die Ruhe bewahren und schliesslich spielerisch den Unterschied machen. Die Grundlage für diesen Sieg haben wir durch extrem solidarisches Defensivverhalten gelegt, was gegen Uri genau gleich gefordert sein wird. Gegen Uri gilt es im letzten Spiel des Jahres gilt es uns für das tolle Unihockeyjahr nochmals zu belohnen und einen versöhnlichen Jahresabschluss zu gestalten.»

Den Jahresabschluss macht der UHC Pfannenstiel am Sonntag, 17.12.2023 um 14:30 Uhr in der EnergieUri Arena in Amsteg. Dort treffen die Zürcher Oberländer auf den starken Aufsteiger Floorball Uri.

Telegramme:

UH Appenzell – UHC Pfannenstiel 4:6 (0:1 / 3:1 / 1:4)
0:1 Chlebda (Schläpfer) / 3:2 Bartenstein (Luchsinger) / 3:3 Suter (Hafner) / 3:4 Nideröst (Heierli) / 3:5 Hafner (Heierli) / 4:6 Forrer (Hurni)
Aufstellung: Schindele (Tor), P.Weber (Ersatz); Schellenberg, Scheuner, Hafner, Nideröst, Forrer; Heierli, Gmür, Bartenstein, Suter, Luchsinger; Bier, Hottinger, Schläpfer, Hurni, Chlebda; Bär, Büsser, Ushiu.
Strafen: Scheuner (2 min)

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15. Runde UHC Pfannenstiel - Vipers InnerSchwyz (3-fach Kirchwies, Egg)
02.12.2023

 

Tabelle
1. Bülach
39
+37
2. Pfanni
36
+30
3. UHBN
32
+33
4. Flames
27
+23
5. Appenzell
24
+6
6. Herisau
23
+7
7. Red Devils
23
0
8. Gators
16
-12
9. Uri
15
-14
10. Vipers
13
-33
11. WinU
12
-38
12. Glattal
10
-39

Der UHC Pfannenstiel und Torhüter Weber feiern im letzten Heimspiel des Jahres 2023 einen Shut-Out und gewinnen mit 4:0 gegen die Vipers InnerSchwyz. Pfanni zeigte eine souveräne Darbietung, musste aber auf Grund der starken Leistung des gegnerischen Torhüters Kistler viel Geduld beweisen, bis der Sieg in trockenen Tüchern war.

Die Zürcher Oberländer waren gewillt im heutigen Spiel defensiv souveräner aufzutreten und eine konstante Leistung über die ganze Spielzeit abzuliefern. Diese beiden Ziele konnten zum Spielende definitiv als erfüllt gewertet werden. Der Start ins Spiel verlief nach Mass. Bereits nach 53 Sekunden drückte Heierli nach einem Abschluss von Bartenstein den Ball im Nachsetzen über die Torlinie und erzielte so das 100. Saisontor des UHC Pfannenstiels. In der 3. Minute musste dann auch Pfanni-Hüter Weber nach einem Abschluss von Bachmann das erste Mal sein Können auspacken. In der Folge dominierte Pfanni fast nach Belieben und gestand den Vipers nur sehr wenig Ballbesitz zu. Chance um Chance wurde erspielt, doch das Runde wollte nicht mehr ins Eckige. Suter scheiterte in der 4. Minute am hervorragend aufgelegten Kistler und in der 5. Minute am Pfosten. In der 7. Minute traf Heierli aus bester Abschlussposition nur das Aussennetzt und in der 10. Minute erstickte wiederum Kistler den Torjubel von Ernst im Keime. Pfann gab sich aber nicht auf und drückte weiter, die Vipers ihrerseits kamen nur zu Entlastungsangriffen, die jeweils eine sichere Beute von Torhüter Weber waren. In der 12. Minute scheiterte Luchsinger nach einem schnell vorgetragenen Angriff an der Maske von Kistler und nur eine Minute später verpasste Bier knapp den Torerfolg. In der 17. Minute liess dann endlich Hafner seine Farben zum zweiten Mal jubeln. Er kam nach Vorlage von Ushiu im Slot frei zum Abschluss und erhöhte zum 2:0 Pausenresultat.

Den Start ins zweite Drittel konnte Pfanni in Überzahl in Angriff nehmen. Das Powerplay lief gut und es konnten sich 3, 4 gut Chancen erarbeitet werden, welche allerdings nicht mit einem Torerfolg gekrönt wurden. Gleich ging es Nideröst kurz nach dem Powerplay, als er einen Handgelenkschuss ganz knapp verzog. Pfanni war weiterhin spielbestimmend, auch wenn die Vipers mittlerweile etwas mehr Ballbesitz hatten als noch im ersten Drittel. Trotz weiteren guten Chancen von Bär (29.), Bier (30.) und auch im zweiten Powerplay (30.-32.) fielen im Mitteldrittel keine weitere Tore, so dass es auch zum zweiten Pausentee noch 2:0 für die Einheimischen stand. Definitiv ein zu knappes Resultat angesichts der Überlegenheit von Pfanni.

Somit war auch im letzten Drittel noch Spannung garantiert. Bartenstein hätte diese Spannung etwas reduzieren können, traf aber in der 43. Minute nach wunderbarer Vorlage von Suter das leere Tor nicht. Selbiges galt für Bier in der 48. Minute. Sein Schuss wurde in letzter Sekunde von einem Verteidiger weggeblockt. In derselben Minute war es dann aber Luchsinger, der nach einem langen raumöffnenden Pass von Bartenstein Torhüter Kistler zum 3:0 bezwingen konnte. In der 52. Minute gelang dies dann auch Hafner, der traf mit einem verzögerten Handgelenkschuss zum vorentscheidenden 4:0. Die Vipers zogen in der 54. Minute zwar ihr Time-Out ein und spielten fortan offensiv druckvoller, womit die Pfanni anfänglich etwas Mühe bekundeten. Ein Torerfolg sollte ihnen aber nicht gelingen. Heinzer kam diesem in der 56. Minute mit einem Pfostenschuss am nächsten. So konnte Pfanni dieses Spiel mit 4:0 für sich entscheiden und einen souveränen Sieg feiern. Geschenke wurden dann erst nach dem Spiel an die Zuschauer verteilt, die das Team während des ganzen Jahres immer lautstark unterstützt haben.

Torhüter Weber zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: «Ich bin zwar nicht sicher, was für mich persönlich am heutigen Abend das Highlight war, ob mein Shut-Out, die 3 Punkte oder doch der Auftritt des Samichlaus. Aber es spielt ja auch keine Rolle, es hat auf jeden Fall mächtig Spass gemacht». Spass hatte definitiv auch Verteidiger Heierli: «Es ist schön im letzten Heimspiel in diesem Jahr so souverän zu spielen. Wir lieben es zu gewinnen und haben heute 60 Minuten Pfanni-Unihockey gespielt, obschon uns der Torhüter der Vipers das Leben nicht einfach machte.»

Pfanni hat nun eine Woche Pause, ehe zum Jahresabschluss am Wochenende von 16./17. Dezember noch zwei Auswärtsspiele gegen den UHC Appenzell und Floorball Uri auf dem Programm stehen. Am Samstag, 16.12.2023 spielt das Team um 20:00 Uhr auswärts in der Turnhalle Gringel und tags darauf am Sonntag, 17.12.2023 um 14:00 Uhr in der energieUri Arena in Amsteg.

Telegramme:

UHC Pfannenstiel – Vipers InnerSchwyz 4:0 (2:0 / 0:0 / 2:0)
1:0 Heierli (Bartenstein) / 2:0 Hafner (Ushiu) / 3:0 Luchsinger (Bartenstein) / 4:0 Hafner (Nideröst)
Aufstellung: P.Weber (Tor), Schindele (Ersatz); Bier, Hottinger, Schläpfer, Ernst, Chlebda; Heierli, Gmür, Bartenstein, Suter, Luchsinger; Bär, Schellenberg, Hafner, Nideröst, Ushiu; Scheuner, Büsser, Forrer.
Strafen: keine

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14. Runde Red Devils March-Höfe - UHC Pfannenstiel (Mehrzweckhalle, Altendorf)
26.11.2023

 

Tabelle
1. Bülach
36
+34
2. Pfanni
33
+26
3. UHBN
29
+28
4. Flames
27
+26
5. Appenzell
24
+7
6. Herisau
20
+5
7. Red Devils
20
-1
8. Gators
16
-10
9. Uri
15
-12
10. Vipers
13
-29
11. WinU
12
-33
12. Glattal
7
-41

Der UHC Pfannenstiel zeigte am heutigen Tage eine äusserst durchzogene Leistung, konnte aber dennoch den NLB-Absteiger Red Devils March-Altendorf auswärts mit 8:7 bezwingen und drei weitere Punkte einfahren. Trotz mehr Spielanteilen taten sich die Zürcher Oberländer lange Zeit äusserst schwer mit der massierten Verteidigung der roten Teufel und konnten so erst in den letzten acht Spielminuten die Wende im Spiel herbeiführen.

Pfannenstiel startete spielbestimmend und mit mehr Ballbesitz ins Spiel. Den ersten Abschluss hatte Chlebda, dieser wurde jedoch von der Devils-Defense weggeblockt – eine Situation, die sind während dem ganzen Spiel noch des Öfteren wiederholen sollte. Die Devils ihrerseits zeigten sich von Beginn an extrem geradlinig und schnörkellos und suchten jeweils auf schnellstem Weg den Abschluss. So wurde auch Edelmann im Pfanni-Tor von Beginn an immer wieder gefordert. Schreppers verzog nach 45 Sekunden knapp und in der 4. Minute parierte Edelmann einen satten Schuss vom wirbligen Studer. Generell hatte Pfanni jedoch deutlich mehr Abschlüsse, doch meistens waren diese zu harmlos und so eine sichere Beute von Devils-Torhüter Wichert. So dauerte es bis in die 13. Spielminute ehe Pfanni das erste Mal jubeln konnte. Schläpfer verwertete nach einer längeren Druckperiode einen Abpraller nach einem Abschluss von Bier zum 1:0 Führungstreffer. Doch statt den Schwung mitzunehmen, waren es nun plötzlich die Einheimischen, die dem Spiel den Stempel aufdrückten. Fast aus dem Nichts war es in der 14. Minute Cortinovis der mit einem flachen Distanzschuss zum Ausgleich traf. Dieses Tor gab den Devils noch mehr Auftrieb und nach einem Doppelschlag innert 100 Sekunden lagen sie plötzlich und entgegen dem Spielverlauf mit 3:1 in Führung. Zuerst traf Müller mit einem Distanzschuss in die entfernte Torecke und anschliessend hatte Müller auf der linken Seite alle Zeit der Welt um den Ball wunderschön in die rechte obere Torecke zu schlenzen. Mit diesem 3:1 ging es auch in die Pause. Pfanni konnte aus dem vielen Ballbesitz keinen Profit schlagen und starb zeitweise in Schönheit, während die Schwyzer die sich bietenden Chancen konsequent ausnutzten.

Der Start ins zweite Drittel gelang dann Pfanni gut. In der 23. Minute hatte Forrer nach einem Gegenstoss den Anschlusstreffer auf dem Stock, doch Wichert konnte den Ball sicher behändigen. Keine Minute später musste er sich dann aber gegen einen sehenswerten Handgelenkschuss des Polen Chlebda geschlagen geben. Kurze Zeit später hatte Pfanni die Möglichkeit in Überzahl aufzulaufen, die grösste Chancen hatte dabei aber Schreppers, der bei einem Gegenstoss das Pfanni-Tor hauchdünn verfehlte. Kurz nach Spielmitte war dann der Ausgleich aber dennoch Tatsache. Kulmala wurde auf der linken Seite etwas zu viel Platz zugestanden und diesen nutzte er und versenkte den Ball mit einem präzisen Abschluss zum 3:3. Pfanni war nun definitiv zurück im Spiel, doch das Momentum drehte ab der 35. Minute wieder als den Devils ein Strafstoss zugesprochen wurde. Diesen versenkte Müller in bester Zorro-Manier zum erneuten Führungstreffer für das Heimteam, auf Grund einer Unsportlichkeit beim Jubel wanderte er dann aber sogleich auch auf die Strafbank. Erneut konnte das Pfanni-Powerplay aber nicht reüssieren, obwohl viele Chancen herausgespielt wurden. Besser machte es da erneut der Gegner. Nach einem Ballverlust der Zürcher Oberländer in der Mittelzone fackelte der spätere Best Player Zellweger nicht lange und zirkelte den Ball in die nahe Torecke zum 6:4. Somit lag Pfanni auch nach 40 Minuten mit zwei Längen in Rückstand.

Die Zürcher Oberländer waren nun definitiv gefordert und es gab einige Umstellungen. So wurde auf 2 Linien reduziert, die Linien durcheinandergewirbelt und auch Torhüter Edelmann musste seinen Platz für Weber räumen.
Der Start ins Drittel verlief dann nach Mass, denn bereits nach 30 Sekunden fand ein Flipp-Pass von Kulmala Suter im Slot und dieser versenkte eiskalt zum 4:5-Anschlusstreffer. Die Freude währte aber nur kurz. Zellweger tanzte keine Minute später mit zwei Pirouetten durch die Pfanni Verteidigung und schloss mit seinem dritten persönlichen Treffer in die weite Torecke zum 6:4 ab. Wenig später bekundete Pfanni Glück gar nicht mit drei Treffer in Rückstand zu geraten, traf Zellweger doch nur die Querlatte. Im direkten Gegenzug war es dann Suter, der nach Vorlage von Nideröst den erneuten Anschlusstreffer bewerkstelligen konnte. Pfanni drückte nun vehement auf den Ausgleich und es war Chlebda, der einen Freistoss sehenswert zum 6:6 Ausgleich verwandeln konnte. Drei Zeigerumdrehungen später fasste sich Pfanni-Captain Hottinger ein Herz und zog kurz nach der Mittellinie ab und erwischte Torhüter Wichert zum 7:6. Die Devils steckten aber keineswegs auf und es war Heierli zu verdanken, der auf der Linie für Torhüter Weber retten konnte, dass Pfanni die Führung behaupten konnte. Als Suter dann nach 58:12 zum 8:6 einschiessen konnte, schien das Spiel gelaufen zu sein, doch 48 Sekunden vor Schluss brachte Schreppers nochmals die Spannung zurück. Vorausgegangen war erneut ein defensiver Aussetzer in der Pfanni-Hintermannschaft. Letztendlich konnte Pfanni die Führung aber über die Zeit retten und die wichtigen drei Punkte einfahren – sicherlich ein etwas glücklicher Sieg, der für keine Freudensprünge auf Zürcher Seite sorgte. Zu viel lief am heutigen Abend nicht nach Wunsch, vor allem in der Defensive zeigten sich die Zürcher Oberländer zuletzt mehr als nur anfällig – 26 Gegentore aus den letzten 4 Meisterschaftsspielen sprechen da eine klare Sprache.

Dies sah auch Captain Hottinger so: «Es war ein schwieriges Spiel. Im letzten Drittel haben wir Moral bewiesen, was uns die drei Punkte eingebracht hat. Durch die defensiven Unzulänglichkeiten machen wir uns aktuell das Leben selber schwer, jetzt heisst es diese Punkte im Training anzuschauen und konsequent zu verbessern.» Dies sieht auch Best Player und 3-fach Torschütze Suter so: «Die 3 Punkten nehmen wir gerne mit, aber wir müssen unbedingt die Lehren aus diesem Spiel ziehen und das in der kommenden Woche genau analysieren».

Am 2. Dezember 2023 hat der UHC Pfannenstiel im letzten Heimspiel des Jahres 2023 die Möglichkeit die Verbesserungen dem Heimpublikum zu präsentieren. Gegner sind um 19:00 Uhr in der 3-fach Kirchwies in Egg die Vipers InnerSchwyz.

Telegramme:

Red Devils March-Höfe – UHC Pfannenstiel 7:8 (3:1 / 2:2 / 2:5)
0:1 Schläpfer (Bier) / 3:2 Chlebda (Bier) / 3:3 Kulmala (Luchsinger) / 5:4 Suter (Kulmala) / 6:5 Suter (Nideröst) / 6:6 Chlebda (Luchsinger) / 6:7 Hottinger (Nideröst) / 6:8 Suter (Chlebda)
Aufstellung: Edelmann, ab 41. P.Weber (Tor); Zumkehr, Schellenberg, Hafner, Nideröst, Forrer; Heierli, Gmür, Kulmala, Suter, Luchsinger; Bier, Hottinger, Schläpfer, Ernst, Chlebda; Bär, Scheuner, Büsser, Hurni, Ushiu.
Strafen: keine

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13. Runde UHC Pfannenstiel - UHC Herisau (3-fach Kirchwies, Egg)
19.11.2023

 

Tabelle
1. Bülach
33
+33
2. Pfanni
30
+25
3. UHBN
29
+29
4. Flames
24
+20
5. Appenzell
21
+4
6. Red Devils
20
0
7. Herisau
17
-1
8. Gators
16
-7
9. Vipers
13
-23
10. Uri
12
-14
11. WinU
12
-31
12. Glattal
7
-35

Wer dachte, der UHC Pfannenstiel sei nach dem sowohl physisch als auch emotional anstrengenden Cup-Viertelfinal in einem Tief wurde getäuscht. Die Zürcher Oberländer überzeugten gegen den kämpferischen UHC Herisau vor allem mit grosser Offensivqualität und konnte so einen ungefährdeten 9:6-Sieg einfahren. In der Tabelle belegt Pfanni weiterhin den 2.Tabellenrang 3 Punkte hinter dem Leader Bülach Floorball.

Pfanni stand gegen den UHC Herisau alles andere als eine einfache Partie bevor, wie bereits schon das äusserst enge Spiel in der Hinrunde zeigte. Auf einigen Positionen verändert traten die Zürcher Oberländer jedoch mit dem klaren Ziel an, die 3 Punkte in Egg zu behalten. Die Startphase gestaltete sich ausgeglichen. Die erste Chance gehörte dann den Einheimischen als Büsser einen Abschluss von Nideröst knapp über das Tor hinweg ablenkte. In der 3. Minute wanderte dann eben dieser Nideröst auf die Strafbank. Pfanni zeigte aber ein gutes Unterzahlspiel und auch Torhüter Schindele konnte die ersten Abschlüsse auf sein Tor sicher behändigen. Kur nach Ablauf der Strafe musste er gar sein ganzes Können auspacken um den Abschluss von Stucki zu parieren. In der Folge kam Pfanni immer besser ins Spiel und konnte sich durch Büsser eine sehr gute Chance erarbeiten, die jedoch von Herisau Hüter Wagner zur Nichte gemacht wurde. In der 11. Spielminute hatte Pfanni seinerseits die Möglichkeit in Überzahl aufzulaufen. Die Zürcher Oberländer zeigten sich dabei eiskalt. Bartenstein spielte quer zu Nideröst und dieser hämmerte den Ball mit einem Direktabschluss zum 1:0-Führungstreffer in die Maschen. Vorlagegeber Bartenstein hatte keine 30 Sekunden später die Möglichkeit auf 2:0 zu erhöhen, doch er scheiterte an der Querlatte. Das zweite Tor war dann aber nur aufgehoben, denn in der 13. Minute erwischte Hafner Torhüter Wagner gekonnt in der nahen Torecke und als dann erneut nur 90 Sekunden später Bartenstein nach einer wunderbaren Kombination über Suter auf 3:0 erhöhte, schien das Spiel in den richtigen Bahnen zu sein. Doch eine Unkonzentriertheit in der Defensive brachte nur 11 Sekunden später dem UHC Herisau den Anschlusstreffer durch Baumgartner. Als dann 30 Sekunden vor der Pausensirene Scherer gar auf 3:2 verkürzte, war der schöne Vorsprung wieder dahin.

Pfanni war aber auch im zweiten Drittel gewillt ein hohes Tempo anzuschlagen und den Ball laufen zu lassen. Dies gelang gut. Erneut gehörte die erste Chance Nideröst, der den Abschluss aber verzog. In der 26. Minute liess Suter einmal mehr sein Genie aufblitzen und erwischte Torhüter Wagner mit einem «Buebetrickli» zum 4:2. In der 29. Minute befand sich dann die Pfanni Hintermannschaft aber im Dauerschlaf. Nur so ist es zu erklären, dass Herisau mit zwei Freistössen innert 27 Sekunden der Ausgleich quasi auf dem Silbertablett serviert wurde. Zuerst traf Captain Maier und dann Baumgartner mit seinem zweiten persönlichen Tor. Somit konnte das Spiel also von neuem beginnen. Die Appenzeller nahmen sich dann aber den Wind mit zwei Strafen selber aus den Segeln. Pfanni zeigte sich weiterhin eiskalt im Überzahlspiel und verwertete auch die Möglichkeiten 2 und 3. Zuerst traf Bartenstein kurz nach Spielmitte von der linken Seite und in der 35. Minute dann nach schöner Vorlage von Luchsinger. Als dann Hafner in der 38. Minute nach einer schönen Kombination über Hurni und Nideröst auf 7:4 erhöhen konnte, war der alte Dreitore-Vorsprung wiederhergestellt und dies entsprach zugleich auch dem Pausenresultat.

Pfanni trat auch im letzten Drittel mit viel offensiver Power an. Ushiu verpasste in der 42. Minute bei einer 2:1-Sitation das Tor ganz knapp. In der 46. Minute war es der gut aufgelegte Bartenstein, der im allerletzten Moment am erfolgreichen Torabschluss gehindert wurde und nur 25 Sekunden später traf Nideröst mit seinem Handgelenkschuss nur den Pfosten. Besser machte es da Schläpfer, der nach einem Abschluss von Ernst den Abpraller auf souveräne Art und Weise im Herisauer Tor unterbrachte. Die Gäste gaben sich aber weiterhin nicht auf. Zuerst fand ein Abschluss den Weg an den Pfosten und wenig später nutzten sie dann einen Ballverlust in der Pfanni-Hintermannschaft zum 8:5 durch Zwicker aus. Als dann in der 55. Minute Cerny gar noch auf 6:8 verkürzen konnte, wurde es tatsächlich nochmals spannend. Doch Pfanni liess sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und erhöhte 58 Sekunden vor Schluss durch einen satten Schuss von Suter unter die Querlatte zum 9:6-Schlussstand. Alles in allem zeigten die Einheimischen eine souveräne Darbietung und bot den Zuschauern einiges an Spektakel. Das Spiel hat aber auch aufgezeigt, dass es den Fokus in den kommenden Wochen definitiv auf die Defensive zu legen gilt um den Gegentorschnitt zu senken.

Neuzuzug Hurni, der dieses Wochenende erstmals für Pfanni im Einsatz stand war sichtlich zufrieden: «Wir zeigten ein konzentriertes Spiel, was nach dem gestrigen Spiel im Cup sicherlich nicht einfach war. Dennoch haben alle ihr Bestes gegeben und so konnten wir gemeinsam den Sieg einfahren. Das gilt es für die kommenden Spiele mitzunehmen.». Auch 3-fach Torschütze und Best Player Bartenstein zeigte sich erleichtert: «Wir sind froh, konnten wir nach der gestrigen Niederlage das heutige schwierige Spiel für uns entscheiden. Es war ein intensives Wochenende mit vielen Emotionen».

Für Pfanni geht es am kommenden Sonntag, 26.11.2023 weiter mit dem Auswärtsspiel gegen den NLB-Absteiger und Tabellenfünften Red Devils March-Höfe. Anspielzeit ist um 17:00 Uhr in der Mehrzweckhalle in Altendorf.

Telegramme:

UHC Pfannenstiel – UHC Herisau 9:6 (3:2 / 4:2 / 2:2)
1:0 Nideröst (Bartenstein) / 2:0 Hafner (Büsser) / 3:0 Bartenstein (Suter) / 4:2 Suter (Bartenstein) / 5:4 Bartenstein (Suter) / 6:4 Bartenstein (Luchsinger) / 7:4 Hafner (Nideröst) / 8:4 Schläpfer (Ernst) / 9:6 Suter (Luchsinger)
Aufstellung: Schindele (Tor), Edelmann (Ersatz); Zumkehr, Scheuner, Hafner, Nideröst, Büsser; Bär, Gmür, Bartenstein, Suter, Luchsinger; Bier, Hottinger, Ushiu, Ernst, Schläpfer; Schellenberg, Hurni, Chlebda, Forrer.
Strafen: Nideröst (2 min)

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12. Runde Unihockey Rheintal Gators - UHC Pfannenstiel (Dreifach-TH Blattacker, Heerbrugg)
11.11.2023

 

Tabelle
1. Bülach
30
+28
2. Pfanni
27
+22
3. UHBN
26
+23
4. Flames
24
+23
5. Appenzell
18
+1
6. Herisau
17
+2
7. Red Devils
17
-3
8. Gators
16
-4
9. Vipers
13
-20
10. Uri
12
-9
11. WinU
9
-34
12. Glattal
7
-29

Der UHC Pfannenstiel muss sich den Unihockey Rheintal Gators auch in der Rückrunde geschlagen geben und verliert auswärts vor 250 Zuschauern mit 4:7. Pfannenstiel zeigte sich vor allem defensiv sehr anfällig und biss sich in der Offensive Mal für Mal an der aufopferungsvoll kämpfenden Rheintaler Verteidigung um den bärenstarken Torhüter Hutter die Zähne aus.

Die Zürcher Oberländer reisten mit dem Ziel ins Rheintal sich für die Niederlage zum Saisonstart zu revanchieren, dass dies aber ein schwieriges Unterfangen werden würde war Pfanni bewusst, zumal auch noch die Krankheitswelle zuschlug. Der Start verlief dann nicht ganz nach dem Gusto der Gäste. Trotz viel Ballbesitz war es der Rheintaler Paus, der Edelmann im Pfanni-Tor zu einer ersten Parade zwang. Erst in der 4. Minute konnte Pfanni seinerseits den ersten Abschluss generieren. Der Schuss von Nideröst flog aber über die Querlatte hinweg. Keine 30 Sekunden später zappelte dann der Ball auf der Gegenseite ein erstes Mal im Tor. Bischof schloss einen Konter mustergültig mit einem feinen Backhandabschluss zum 1:0 Führungstreffer für die Einheimischen ab. Pfanni vermochte aber postwendend zu reagieren. Hottinger spielte nach links aussen auf Chlebda und dieser fasste sich ein Herz und schlenzte den Ball wunderbar und unhaltbar in die rechte obere Torecke zum Ausgleichstreffer. In der Folge konzentrierten sich die Gators auf eine saubere Defensive und gestand Pfanni viel Ballbesitz zu. Die besseren Chancen hatten aber zweifelsohne die Rheintaler. In der 10. Minute musste Edelmann gegen M.Hunziker sein Können auspacken, als er einen Abschluss aus dem Slot heraus parierte und in der 13. Minute war es Schiess, der nach einem Laufspiel den Ball nicht im Tor unterbringen konnte. Im selben Stile ging es weiter. In der 14. Minute parierte Edelmann mit dem Bein gegen den Abschluss von Paus aus der zweiten Reihe und in der 18. Minute war es erneut Paus, der nur das Aussennetz traf. Pfannenstiel tat sich überraschend schwer gute Abschlussmöglichkeiten herauszuspielen. In der 18. Minute konnten sie aber dennoch durch einen einfach vorgetragenen Angriff in Führung gehen. Hafner spielte einen Doppelpass mit Nideröst und brachte die Gäste mit 2:1 in Führung. Auf Grund des Ballbesitzes sicherlich verdient, auch Grund der Chancen hätten die Gators aber in jedem Falle in Führung liegen müssen.

Pfanni hatte also noch einiges an Verbesserungspotential im weiteren Spielverlauf, vor allem in der Defensive war mehr Konsequenz gefordert. Der Start gelang Pfanni gut, so hatte Hafner in der 24. Minute die Möglichkeit zu erhöhen, doch Hutter im Gators-Tor war zur Stelle. Beinahe im Gegenstoss war es dann Müller, der den Ausgleich hätte erzielen müssen, aber das leere Tor verpasste. Der Ausgleich folgte dann knapp vor Spielmitte. Wyss schloss eine 2:1-Situation beim Gegenstoss eiskalt zum 2:2 ab. Das Spiel war primär durch Kampf geprägt und auch durch viele teils nicht geahndete Stockschläge auf beiden Seiten, so dass nie wirklich ein geordneter Spielfluss aufkam. Pfanni hatte im Mittelabschnitt weitere gute Chancen, biss sich aber wie schon in der Hinrunde Mal für Mal die Zähne am stark aufspielenden Torhüter Hutter aus. So hätten bspw. Chlebda und Suter Pfanni in Führung bringen müssen. Besser machte es da das Heimteam. Ryser brachte kurz vor dem Pausentee seine Farben in Führung. Er traf dabei mit einem halbhohen Abschluss an den weiten Pfosten.

Die Zürcher Oberländer waren nun im letzten Drittel definitiv gefordert und reduzierten auf 2 Linien. Begünstig durch ein Powerplay in den Startminuten war es Nideröst, der nur 27 Sekunden nach Wiederanpfiff zum 3:3 ausgleichen konnte. Wenig später scheiterte Suter zwei Mal am erneut hervorragend reagierenden Hutter. Diese Paraden setzten bei den Einheimischen erneut Kräfte frei. In der 45. Minute war es R.Hunziker, der den Ball den Ball im wahrsten Sinne des Wortes «reinwürgte», somit lagen die Gators wieder in Führung und hätten diese Sekunden später durch Paus und M.Hunziker (2x) noch ausbauen können bzw. müssen. Doch es passte zum Spiel, dass quasi im Gegenzug der Ausgleich fiel. Chlebda spielte im Slot wunderbar Gmür frei, der sein erstes Tor für Pfanni erzielen konnte. Lange konnte er dies aber nicht feiern, den erneut nur 90 Sekunden später gingen die Gators nach einem Gegenstoss erneut in Führung. Das Spiel blieb relativ strukturlos und ein stetiges hin und her, was Pfanni definitiv nicht entgegenkam. In der 51. Minute wurde dann Schläpfer vor dem Gators-Tor regelwidrig am Abschluss gehindert, was zu einem Strafstoss führte. Hafner nahm Anlauf und machte eigentlich alles richtig, nur war da reflexschnell die Hand von Teufelskerl Hutter zur Stelle und machte den Versuch zur Nichte. Das gab den Gators erneut Auftrieb für die Schlussphase. In der 53. Minute setzte M.Hunziker einen Gegenstoss an den Pfosten, Wyss reagierte am Schnellsten und baute die Führung für das Heimteam auf zwei Tore aus. Pfanni versuchte nun alles, aber es wollte an diesem Samstag einfach nicht wie gewünscht gelingen. Den Schlusspunkt in diesem Spiel setzte da der junge Langer. Er verwertete einen Auswurf von Hutter mit einem Halbdistanz-Schuss zu 7:4 Endstand.

Man konnte den Zürcher Oberländern definitiv nicht mangelnden Arbeitsmoral vorwerfen. Nach einem etwas lockeren Start, stieg der Einsatzwille und die Kampfbereitschaft, doch konnte man während dem ganzen Spiel gewisse defensive Mängel nicht verbergen, die letztendlich zu den vielen Gegentoren führten.

Premieren-Torschütze Gmür meinte dazu: «Wir haben dem Gegner über das ganze Spiel zu viele Chancen zugestanden und waren defensiv zu wenig konsequent. Diese Chancen haben die Rheintaler genutzt. Das Spiel hat uns aufgezeigt, dass wir weiterhin sehr hart an uns arbeiten müssen, um auch solch umkämpfte Partien gewinnen zu können. Was aber sehr positiv war, dass wir bis zur letzten Sekunde alles probiert haben um das Spiel noch zu kehren.» In dieselbe Kerbe schlug auch Captain Hottinger mit seiner Aussage: «Es war ein schwieriges Spiel mit einem Ausgang, der wir uns nicht so erhofft hatten. Die Gators haben aus unseren defensiven Nachlässigkeiten Profit geschlagen und selber alles reingeworfen um das eigenen Tor sauber zu halten. Jetzt heisst es Krone richten und uns voller Elan auf das wohl grösste Spiel in der Pfanni-Geschichte vorzubereiten.»

Dieses genannte Spiel steigt am kommenden Samstag, 18.11.2023 im Pfaffenholz in Basel. Der UHC Pfanni trifft dabei um 17:00 Uhr im Cup-1/4-Finale auf den haushohen Favoriten Unihockey Basel Regio aus der höchsten Liga. Die Vorfreude auf dieses Spiel ist gross innerhalb der Mannschaft und des Vereins und für einmal haben die Männer vom Pfannenstiel nichts zu verlieren. Tags darauf am Sonntag, 19.11.2023 gastiert dann um 16:00 Uhr der UHC Herisau in Egg für das 13. Meisterschaftsspiel.

Telegramme:

Unihockey Rheintal Gators – UHC Pfannenstiel 7:4 (1:2 / 2:0 / 4:2)
1:1 Chlebda (Hottinger) / 1:2 Hafner (Nideröst) / 3:3 Nideröst (Bier) / 4:4 Gmür (Chlebda)
Aufstellung: Edelmann (Tor), P.Weber (Ersatz); Zumkehr, Scheuner, Hafner, Nideröst, Forrer; Bier, Gmür, Bartenstein, Suter, Ushiu; Schellenberg, Hottinger, Schläpfer, Ernst, Chlebda; Bär.
Strafen: keine

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11. Runde UHC Winterthur United - UHC Pfannenstiel (Turnhalle Oberseen, Winterthur)
05.11.2023

 

Tabelle
1. Pfanni
27
+25
2. Bülach
27
+23
3. UHBN
25
+24
4. Flames
21
+17
5. Red Devils
17
+3
6. Appenzell
16
0
7. Herisau
14
0
8. Gators
13
-7
9. Vipers
13
-15
10. Uri
12
-7
11. WinU
9
-30
12. Glattal
4
-31

Der UHC Pfannenstiel schliesst mit einem letztendlich souveränen 11:6-Auswärtssieg gegen den Aufsteiger UHC Winterthur United die Hinrunde auf dem 1.Tabellenrang ab, punktegleich mit Bülach Floorball und 2 Punkte vor UBN. Nach einem Blitzstart und drei Toren bekundete Pfanni aber Mühe das Tempo und die Konzentration gegen die aufsässigen Winterthurer aufrecht zu erhalten, so dass das Spiel (zu) lange eng blieb. Am Schluss setzte sich dann aber die Qualität auf Seiten der Oberländer durch.

Pfannenstiel startete mit viel Power und Elan ist Spiel und überforderte in der Startphase den Aufsteiger offensichtlich. In der 4. Spielminute eröffnete Chlebda das Skore. Er traf mit einem schönen Handgelenkschuss von der rechten Seite zum 1:0 Führungstreffer. Im Zweiminutenabstand erhöhte Pfanni in der Folge auf 3:0. Zuerst hämmerte Ernst einen freiliegenden Ball volley in die Maschen und anschliessend war es Bartenstein, der einen schöne Kombination über mehrere Stationen mit einem schönen Ablenker im Tor unterbrachte. Es lief also alles wie gewünscht für die Gäste. Die Einheimischen sahen sich im Gegenzug früh gezwungen ihr Time-Out einzuziehen und nach diesem kamen sie etwas besser ins Spiel und in der 11. Minute auch zum ersten gefährlichen Abschluss durch Zollinger, Schindele im Pfanni-Tor reagierte allerdings souverän. In der 14. und 15. Minute hatten Nideröst und Ernst die Möglichkeit zu erhöhen, konnten aber den Ball nicht im Tor unterbringen. Im Anschluss an den Abschluss von Ernst wurden in kurzer Folge zwei Strafen gegen die Winterthurer ausgesprochen. Pfanni verstand es aber nicht die doppelte Überzahl auszunutzen, zu unpräzise und ideenlos präsentierte sich in dieser Phase das Powerplay. So war es kurz vor der Pause Beck, der aus dem Nichts den Anschlusstreffer erzielen konnte – 3:1 hiess es somit zum ersten Pausentee.

Das zweite Drittel startete dann mit einem Paukenschlag. Stofer brachte aus dem Slot heraus den Ball Richtung Tor und so hiess es plötzlich nur noch 3:2. Pfanni war also wieder gefordert und reagierte postwendend. Chlebda verwertete ein Freistosszuspiel von Ushiu mit einem sehenswerten Handgelenkschuss in die rechte ober Torecke. Zwei Minuten konnte Pfanni erneut in Überzahl auflaufen und dieses Mal lief es besser. Bartenstein erhöhte mit einem satten Distanzschuss nach Zuspiel von Heierli auf 5:2 für die Gäste vom Pfannenstiel. Die Freude währte aber nicht lange. Schwerzmann konnte einen Aufbaupass abfangen und relativ unbedrängt durch die Oberländer Verteidigungsreihen laufen und das dritte Winterthurer Tor erzielen. Im selben Stile ging das muntere Toreschiessen im Mitteldrittel weiter, die beiden Torhüter und Schindele konnten einem ziemlich leidtun, wurden sie doch teils sträflich allein gelassen. Ernst erhöhte in der 28. Minute mit einem Schuss aus der Halbdistanz auf 6:3. Drei Minuten später war es erneut Schwerzmann, der eine 2:1-Situation eiskalt zum 6:4 verwerten konnte. In der 37. Minute brachte Ushiu sine Farben wieder mit drei Toren zum 7:4 in Front, doch nur 74 Sekunden später war es Beck, der wieder auf 7:5 verkürzen konnte. Ganze 8 Tore bekamen die Zuschauer im Mitteldrittel zu sehen und zwar gleichmässig verteilt. Die beiden Trainer konnten definitiv nicht zufrieden sein mit der gezeigten Defensivarbeit. Für Pfanni galt es nun im letzten Drittel die Konzentration und Intensität wieder hochzufrahren.

Die gelang mit dem neu eingewechselten Büsser. Er traf mit einem mehr als sehenswerten Distanzschuss in die linke obere Torecke zum 8:5. In der Folge war es Torhüter Schindele zu verdanken, dass die Winterthurer nicht erneut verkürzen konnte. Er blieb zwei Mal gegen Schwermann und auch gegen Galey Sieger. In der 51. Minute war es dann Schläpfer, der mit dem 9:5 den Einheimischen etwas den Wind aus den Segeln nahm und als Nideröst 7 Minuten vor Schluss auf 10:5 stelle war die Messe gelesen. In der Schlussphase traf Bär noch mit seinem ersten Meisterschaftstor nach einer schönen Einzelleistung zum 11:5. Den Schlusspunkt markierte dann noch Galey mit dem 11:6, reine Resultatkosmetik.

Pfanni liess zeitweise sein Können aufblitzen, verpasste es aber das Spiel früher zu entscheiden. An dieser Konstanz muss in den nächsten Wochen weitergearbeitet werden.

Einen grossen Beitrag zum Sieg leistete die 3. Linie, die sich ganze 6 Tore gutschreiben lassen konnte. Chlebda, der zwei Tore und zwei Assists verbuchte, meinte nach dem Spiel «Es war ein hartes Spiel. Winterthur hat sehr gut gespielt - aggressiv und mit viel Leidenschaft. Wir freuen uns über den Sieg, den nach gestrigen Niederlage war es sehr wichtig heute zu gewinnen. Wir haben die Hinrunde auf dem ersten Rang beenden, was sehr positiv ist. Jetzt warten wir auf die nächsten Spiele.»

Das nächste Spiel und zugleich das erste der Rückrunde findet am kommenden Samstag, 11.11.2023 um 17:00 Uhr in der Dreifach-TH Blattacker in Heerbrugg statt. Gegner sind die Unihockey Rheintal Gators, gegen die Pfanni zum Saisonstart eine empfindliche 2:4-Niederlage einstecken mussten.

Telegramme:

UHC Winterthur United – UHC Pfannenstiel 6:11 (1:3 / 4:4 / 1:4)
0:1 Chlebda (Ernst) / 0:2 Ernst (Ushiu) / 0:3 Bartenstein (Suter) / 2:4 Chlebda (Ushiu) / 2:5 Bartenstein (Heierli) / 3:6 Ernst (Chlebda) / 4:7 Ushiu (Chlebda) / 5:8 Büsser (Hafner) / 5:9 Schläpfer (Nideröst) / 5:10 Hafner (Nideröst) / 5:11 Bär (Hottinger)
Aufstellung: Schindele (Tor), Edelmann (Ersatz); Zumkehr, Scheuner, Hafner, Nideröst, Schläpfer; Heierli, Bier, Bartenstein, Suter, Luchsinger; Hottinger, Bär, Ushiu, Ernst, Chlebda; Gmür, Frischknecht, Schüpbach, Büsser.
Strafen: Scheuner, Luchsinger, Büsser (je 2 min)

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10. Runde UHC Pfannenstiel - Jona-Uznach Flames (3-fach Kirchwies, Egg)
04.11.2023

 

Tabelle
1. Pfanni
24
+20
2. Bülach
24
+18
3. UHBN
22
+21
4. Flames
18
+14
5. Red Devils
17
+6
6. Herisau
14
+3
7. Appenzell
13
-1
8. Gators
13
-4
9. Vipers
13
-12
10. Uri
12
-6
11. WinU
9
-25
12. Glattal
1
-34

Die Siegesserie des UHC Pfannenstiel mit 9 Siegen in Folge endet gegen die Jona-Uznach Flames auf dramatische Art und Weise. Die St. Galler gewinnen am Pfannenstiel nach dem 18 Penaltys nicht unverdient den Zusatzpunkt und fügen so dem Heimteam eine schmerzliche Niederlage zu.

Alles war angerichtet für ein spannendes Zürichsee-Derby im Rahmen des Sponsorenapéros des UHC Pfannenstiel. Über 200 Zuschauer und eine vorzügliche Stimmung. Die erste Chance im Spiel hatte dann Suter für die Einheimischen, sein Abschluss landete aber nach 94 Sekunden im Aussennetz. Nach zwei Minuten wurde auch Pfanni-Hüter ein erstes Mal geprüft und es sollte nicht das letzte Mal sein. In der 3. Spielminute bewahrte er sein Team mit zwei fantastischen Paraden vor dem Rückstand. Die St. Galler hatten in dieser Startphase definitiv mehr vom Spiel und traten überzeugenden auf. Pfannenstiel seinerseits erlaubte sich (zu) viele kleine Unkonzentriertheiten und Fehlpässe, dennoch kamen sie in der 6. Minute dem Tor am nächsten. Ein Backhand-Abschluss von Heierli prallte von der Querlatte ins aus. In der Folge waren es aber wieder die kompakt stehenden Gäste, die sich gute Abschlüsse erarbeiten konnten. Es war aber erneut Weber, der die Abschlüsse von Mattsson und Dudler (2x) parieren konnte. Es sollte im selben Stile weitergehen. Pfannenstiel hatte zwar mehr Ballbesitz, aber dennoch stand Weber öfters im Brennpunkt als sein Gegenüber Federli. In der 18. Minute parierte er erneut stark nach einem Freistoss, doch noch in derselben Minute war es der spätere Best Player Köpfli der mit einem Distanzschuss sein Farben in Führung brachte. Somit endete das erste Drittel mit einer verdienten 1:0-Führung für die Gäste. Der UHC Pfannenstiel war nun gefordert die Qualität im eigenen Spiel zu steigern, um sich so auch offensiv bessere Chancen zu erarbeiten.

Der Start ins Mitteldrittel gelang dann wunschgemäss. Suter fand von hinter dem Tor Bartenstein und dieser versorgte den Ball zum umjubelten Ausgleichstreffer im Flamser-Tor zum 1:1. Das Gästeteam liess sich aber nicht aus dem Konzept bringen und spielte ruhig und geduldig weiter, die verunmöglichte es Pfanni wie gewünscht ins Spiel zu kommen. In der 29. Minute hatte dann Köpfli nach einer 2:1-Situation den Führungstreffer auf dem Stock, doch erneut bliebt der stark spielende Weber Sieger in diesem Duell. Kurz vor Spielmitte liess dann Jud die Gäste erneut jubeln. Er hatte nach einem schönen Zuspiel von Mattsson im Slot alle Zeit der Welt und versenkte zum 2:1 für Jona. Pfannenstiel reagierte nun aber heftig. Zuerst war es Hafner, der nach einer schönen Aktion am gut reagierenden Federli scheiterte und in der 32. Minute traf Suter nur den Pfosten. Nur 8 Sekunden nach dem Pfostenschuss gelang es Suter dann im Nachsetzten den Ball zum 2:2-Ausgleich im Netz unterzubringen und es sollte noch besser kommen für die Einheimischen. Hafner spielte nur zwei Zeigerumdrehungen später Nideröst frei und dieser versenkte in bekannter Manier zur erstmaligen Führung des Heimteams. Dieses Resultat hatte dann trotz guten Chancen von Dudler für die Flames und Bartenstein für Pfanni auch noch nach 40 Minuten bestand. Spannung war im letzten Drittel also definitiv garantiert.

Die erste erwähnenswerte Aktion des letzten Drittels war dann der Ausgleich für die Flames. Köpfli traf nach einer Freistossvariante zum 3:3 Ausgleich. Was nun folgte war ein absolutes Nervenspiel. Pfanni reduzierte dafür in der 51. Minute auf 2 Linien doch Grosschancen blieben in der Schlussphase eher Mangelware. Dem Tor am nächsten kam in der 58. Minute noch Luchsinger, der seinen Abschluss mirakulös von Federli pariert sah. Somit musste also die Verlängerung über den Sieger entscheiden.

Die erste Möglichkeit das Spiel zu entscheiden hatte dabei Nideröst, doch Federli war erneut auf dem Posten. In der 65. Minute musste dann Weber wieder zwei Mal sein ganzes Können auspacken um die Niederlage des Heimteams zu verhindern. Es war definitiv eine animierte Verlängerung, in der beide Teams die Möglichkeiten hatten das Spiel vorzeitig zu beenden. So zum letzten Mal in der 70. Spielminute als Suter mit einem Buebetrickli knapp scheiterte und auf der Gegenseite die Flames den Abschluss knapp verzogen. Somit musste als das Penaltyschiessen über den Zusatzpunkt entscheiden.

Es war ein qualitativ hochstehendes und äusserst enges Penaltyschiessen. Ganze 18 Versuche waren nötig um den Sieger zu bestimmen. Während für Pfanni Kulmala (2), Heierli, Ernst und Hafner trafen, waren für die Flames Zimmermann (2), Mattsson (2) und Jud (2) erfolgreich, das bedeutete summa summarum den Sieg für die St. Galler Gäste. Klar ist das Penaltyschiessen immer ein wenig eine Lotterie, doch die Flames haben diesen Sieg nicht gestohlen, sondern sich ihn mit einer sehr abgeklärten und souveränen Darbietung definitiv verdient.

Stürmer Ernst ordnete das Spiel wie folgt ein: «Die Niederlage war ärgerlich. Wir hatten Mühe unsere gewohnte Leistung abzurufen und liessen uns zu zu vielen Ungenauigkeiten verleiten. Dank der Doppelrunde können wir uns gegen WinU neu beweisen und unsere Qualitäten hoffentlich besser abrufen».

Das Spiel gegen den Aufsteiger Winterthur United findet am Sonntag, 05.11.2023 um 18:30 Uhr in der Turnhalle Oberseen in Winterthur statt.

Telegramme:

UHC Pfannenstiel – Jona-Uznach Flames 3:4 n.P. (0:1 / 3:1 / 0:1 / 0:0)
1:1 Bartenstein (Suter) / 2:2 Suter (Bartenstein) / 3:2 Nideröst (Hafner)
Aufstellung: P.Weber (Tor), Schindele (Ersatz); Zumkehr, Scheuner, Hafner, Nideröst, Ushiu; Heierli, Gmür, Bartenstein, Suter, Luchsinger; Bier, Hottinger, Schläpfer, Ernst, Chlebda; Bär, Kulmala, Schüpbach, Büsser.
Strafen: keine

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9. Runde UHC Pfannenstiel - Bülach Floorball (3-fach Kirchwies, Egg)
28.10.2023

 

Tabelle
1. Pfanni
23
+21
2. Bülach
21
+14
3. UHBN
19
+19
4. Red Devils
17
+7
5. Flames
16
+13
6. Gators
13
-2
7. Vipers
12
-11
8. Herisau
11
-1
9. Appenzell
11
-2
10. Uri
9
-7
11. WinU
9
-21
12. Glattal
1
-30

Tabellenerster gegen Tabellenzweiter – UHC Pfannenstiel gegen Bülach Floorball – das war die spannenden Affiche in der 9. Meisterschaftsrunde. Spannend und nervenaufreibend war dann auch das Spiel. Nach einem beeindruckenden 1. Drittel führte Pfanni mit 3:0. Nachdem Bülach jedoch immer besser ins Spiel kam und Tor um Tor aufholte, mussten die Oberländer letztendlich froh sein sich in die Verlängerung retten zu können. Dort entschied dann Hafner mit seinem Tor das Spiel und sicherte Pfanni den Zusatzpunkt.

Beide Teams traten auf Grund verschiedener Absenzen dezimiert an, Bülach brachte gar nur 14 Feldspieler aufs Matchblatt. Dennoch entwickelte sich von Beginn ein abwechslungsreiches Spiel. Der erste Abschluss vor 176 lautstarken Zuschauern ging auf das Konto von Gartmann, der nach einem Steal seinen Abschluss im Aussennetz sah, gespielt waren erst 6 Sekunden. Auf der Gegenseite war es dann Nideröst, der von der linken Seite seinen Abschluss knapp verzog. Besser machte es Schläpfer. Nach einem raumöffnenden Pass von Luchsinger lief er alleine auf den Bülacher Torhüter Dürst zu und verlud ihn mit einer schönen Finte, welcher er dann backhand zum 1:0 für die Einheimischen abschloss. Gespielt waren erst 53 Sekunden. Pfanni kontrollierte im Anschluss das Spiel und wies gegen die tiefstehenden Bülacher deutlich mehr Ballbesitz aus. Diese Überlegenheit sollte sich dann in der 11. und 14. Minute in weiteren Toren niederschlagen. Beide Male liess das Duo Bartenstein / Luchsinger die Pfanni-Fans jubeln. Zuerst spielte Luchsinger bei einer 2:1-Situation quer auf Bartenstein, welcher eiskalt mit einem Heber abschloss und beim 3:0 brachte ein Doppelpass die Bülacher Hintermannschaft durcheinander und erneut war es Bartenstein der traf. Das Spiel lief also ganz nach dem Gusto der Oberländer. In der Schlussphase des Drittels kamen Schmitter und Schmid noch zu zwei gefährlichen Abschlüssen für die Unterländer, doch Pfanni-Hüter Weber blieb zwei Mal siegreich. Pfanni zeigte ein starken und äusserst souveränes erstes Drittel und liess die Bülacher kaum ins Spiel kommen.

Die sollte sich dann ab dem zweiten Drittel ändern. Die Bülacher kamen nun besser ins Spiel und konnten sich gleich zu Beginn gute Chancen durch Dall'Oglio, Gartmann und Stutz erarbeiten. Letzterer schlenzte nach einer 2:1-Situation den Ball hauchdünn über die Querlatte. Im Anschluss hatte Bülach nach einer Strafe gegen Zumkehr die Möglichkeit in Überzahl aufzulaufen, doch gefährlich wurde es dabei nur selten. Pfanni hatte trotz all diesen gegnerischen Möglichkeiten weiterhin mehr Ballbesitz, verstand es aber nicht mehr gefährliche Torchancen herauszuspielen, dies auch weil Bülach sehr solidarisch verteidigte. In der 33. Minute hatte Pfanni seine erste Möglichkeit in Überzahl und die Chancen zum 4:0 waren da. Bartenstein sah seinen Abschluss über die Querlatte hinwegstreichen und Ernst verpasste im Slot aus aussichtsreicher Position hauchdünn. Effizienter zeigten sich da die Gäste, die kurz nach dem Powerplay einen Freistoss aus bester Position souverän versenkten. Schmitter war der Torschütze. Mit diesem 3:1 ging es dann auch in die zweite Drittelspause.

Der Start ins letzte Drittel gelang Pfanni gut, so kam Bartenstein bereits nach 18 Sekunden und einer schönen Kombination zu einem gefährlichen Abschluss. Torhüter Dürst blieb aber siegreich. Eine Zeigerumdrehung wanderte dann Luchsinger für einen Stockschlag auf die Strafbank. Bülach drückte nun vehement auf den Anschlusstreffer. Weber konnte die Grosschancen von Schmid und Hottinger noch vereiteln, gegen den dritten Versuch von Bregenzer war er dann aber machtlos. Es war ein sehenswert herausgespieltes Tor, bei dem bei Pfanni jedoch die Konsequenz im Slot fehlte. Die Spannung war nun aber definitiv zurück. Pfanni tat sich jedoch nach wie vor schwer gute Abschlusspositionen zu generieren, so sahen sich die Einheimischen gezwungen ab der 50. Minute die Kräfte zu bündeln und nur noch mit 2 Linien zu spielen. Dies sollte sich aber anfänglich noch nicht auszahlen. Ein einfach vorgetragener Angriff seitens der Bülacher führte in der 53. Minute zum nicht unverdienten Ausgleich. Langer Auslösungspass auf Cockerill, dieser sah in der Mitte den völlig ungedeckten Derungs, welcher Weber keine Chancen liess und zum 3:3 Ausgleich einschoss. Und es sollte noch besser kommen für die Gäste aus dem Unterland. In der 55. Minute fand Hottinger im hohen Slot Christen, der viel zu viel Platz vorfand und den Ball zur erstmaligen Bülacher Führung in die rechte obere Torecke schlenzte. Pfannenstiel zeigte sich in dieser Phase in der Defensive schlicht zu wenig konzentriert und konsequent. Es blieben noch fünf Spielminuten um den Spitzenkampf nochmals zu wenden. Ein missglückter Auslösungspass half Pfanni dabei. Ernst konnte den Ball kontrollieren und quer zu Bier spielen, welcher keine Mühe bekundete den Ausgleich zu erzielen. Nur 22 Sekunden später wanderte Nideröst für ein sehr hart gepfiffenes Handspiel (beide Hände waren am Schläger) auf die Strafbank. Es galt für Pfanni also nochmals solidarisch zu verteidigen um sich in die Verlängerung zu retten und dies gelang.

Somit musste also der Sieger in der Zusatzschlaufe gefunden werden. Pfanni hatte in dieser das Spiel wieder besser unter Kontrolle und spielte auch wieder aggressiver. Dies sollte sich in der 65. Minute auszahlen. Chlebda setzte gegen Hottinger konsequent nach und konnte sich so den Ball erobern. Diesen legte er ab zu Nideröst und dieser spielte quer auf Hafner, welcher zum vielumjubelten 5:4-Siegestreffer einschoss. Der Sieg und die Tabellenführung blieben also in Egg, doch ganz zufrieden mit Spiel waren die wenigsten, konnte doch zu wenig aus der hervorragenden Ausgangslage nach dem ersten Drittel gemacht werden.

Das sah auch Stürmer Schläpfer bei seinem Comeback so: «Nach einem sehr soliden und abgeklärten ersten Drittel liessen wir Bülach immer mehr ins Spiel kommen. Die resultierte in einer spannenden Schlussphase, die wir für uns entscheiden konnten. Unser Ziel die Tabellenführung zu verteidigen, haben wir somit erreicht.». Auch der stark spielende Verteidiger Bier fand ähnliche Worte: «Wir sind sehr konzentriert ins Spiel gestartet und haben unsere Chancen genutzt. Wir konnten uns nach einem verhaltenen Mitteldrittel wieder steigern und uns den Extrapunkt sichern».

Somit grüsst Pfannenstiel nach 9 Runden von der Tabellenspitze zwei Punkte vor Verfolge Bülach Floorball. Diese gilt es an der kommenden Doppelrunde zu verteidigen. Am Samstag, 04.11.2023 treffen die Oberländer um 19:00 Uhr zu Hause auf die starken Jona-Uznach Flames und tags darauf wird am Sonntag, 05.11.2023 um 18:30 Uhr in der Turnhalle Oberseen in Winterthur die Hinrunde abgeschlossen. Gegner ist dabei der Aufsteiger UHC Winterthur United.


Telegramme:

UHC Pfannenstiel – Bülach Floorball 5:4 n.V. (3:0 / 0:1 / 1:3 / 1:0)
1:0 Schläpfer (Luchsinger) / 2:0 Bartenstein (Luchsinger) / 3:0 Bartenstein (Luchsinger) / 4:4 Bier (Ernst) / 5:4 Hafner (Nideröst)
Aufstellung: P.Weber (Tor), Schindele (Ersatz); Zumkehr, Scheuner, Hafner, Nideröst, Forrer; Bier, Gmür, Bartenstein, Schläpfer, Luchsinger; Bär, Hottinger, Büsser, Ernst, Chlebda; Schüpbach, Ushiu, M.Weber.
Strafen: Zumkehr, Luchsinger, Nideröst (je 2 min)

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8. Runde UH Bassersdorf-Nürensdorf - UHC Pfannenstiel (Turnhalle Hatzenbühl, Nürensdorf)
21.10.2023

 

Tabelle
1. Pfanni
21
+20
2. Bülach
20
+15
3. Red Devils
17
+8
4. UHBN
16
+17
5. Flames
16
+15
6. Appenzell
11
-1
7. Gators
10
-3
8. Uri
9
-6
9. Vipers
9
-12
10. Herisau
8
-2
11. WinU
6
-22
12. Glattal
1
-29

Der UHC Pfannenstiel zeigt im Spitzenspiel auswärts bei UH Bassersdorf-Nürensdorf viel Charakter und entscheidet eine intensive und abwechslungsreiche Partie knapp mit 6:5 zu seinen Gunsten. Best Player und 3-fach Torschütze Bartenstein im Nachgang: «Es war ein intensives Spiel mit cooler Stimmung. Unser Team hat in den entscheidenden Momenten viel Charakter bewiesen».

Spiele zwischen dem UHC Pfanni und UH Bassersdorf-Nürensdorf (UBN) waren in der Vergangenheit immer ein Unihockey-Leckerbissen – intensiv, abwechslungsreich und spannend. So sollte es auch am heutigen Tage werden.
Vor über 150 Zuschauern startete UBN besser ins Spiel, wollten sie Pfanni doch nach 4 Niederlagen in Folge wieder mal in die Schranken weisen. Ganz (2.) und Blumer (3.) hatten den Führungstreffer für die Einheimischen auf dem Stock. Auf der Gegenseite sah Forrer den ersten Pfanni-Abschluss von Torhüter Achakri abgewehrt. Trotz eher mehr Spielanteilen für UBN war es Pfanni, dass in der 7. Minute erstmal jubeln konnte. Luchsinger konnte einen Ball abfangen, spielte quer auf Bartenstein und dieser verwertete eiskalt zum 1:0 für die Gäste. In der Folge kamen beide Teams zu ihren Chancen, so verpassten Ernst und Luchsinger für Pfanni und Ganz scheiterte für UBN an der Querlatte. In der 15. Minute hatten die Zürcher Oberländer dann die Möglichkeit den Vorsprung in Überzahl auszubauen. In der 16. Minute erhitzte ein weiteres klares Vergehen seitens UBN die Gemüter. Die Schiedsrichter entschieden statt auf eine weitere Strafe nur auf Freistoss. Da gewisse Oberländer Akteure die Contenance verloren und wegen Reklamieren auf die Strafbank wanderten, sah sich Pfanni plötzlich einer Unterzahlsituation gegenüber. In dieser liessen sich die Einheimischen nicht zweimal bitten und glichen durch einen satten Distanzschuss von Weder in die tiefe linke Torecke zum 1:1 aus. Kurz vor der Pause war es Ganz, der einen Diagonalpass von Bischofberger absolut sehenswert volley in die Maschen hämmerte. Somit ging UBN nicht unverdient mit einer 2:1-Führung in die Pause. Zeit die Gemüter wieder etwas abzukühlen.

Pfanni schaffte dies gut und nahm zu Beginn des Mitteldrittels das Zepter vermehrt in die Hand. Die erste Chancen für den Ausgleich hatte Büsser, der am weiten Pfosten jedoch knapp verpasste. In der 24. Minute brauchte es dann Weber im Pfanni-Tor und Zumkehr mit einem Block um einen weiteren Treffer der Unterländer zu unterbinden. In der 28. Minute liess Luchsinger dann die Gäste jubeln, doch die Freude blieb Pfanni im Halse stecken, da das Tor wegen eines Stockschlages annulliert wurde. In der 31. Minute kam Pfanni dann dem Ausgleich erneut sehr nahe, doch der Drehschuss von Chlebda prallte von der Querlatte ins aus. In der 33. Minute war es dann aber soweit. Bartenstein verwertete einen Querpass von Suter zum mehr als verdienten Ausgleichstreffer. Und es sollte noch besser kommen. In der 37. Minute führte Kulmala einen Freistoss schnell aus und Chlebda verwertete mit etwas Glück zum 4:3. Beide Schiedsrichter entschieden sofort auf Tor, doch dann folgten mehrminütige Proteste des UBN-Teams, auf Grund dessen wurde das Tor dann unerklärlicherweise wieder annulliert. Somit stand es nach 40 Minuten 2:2 unentschieden.

Es war also angerichtet für ein spannendes und hitziges letztes Drittel, denn die Emotionen kochten auch bereits auf der Zuschauertribüne. Pfanni seinerseits wollte ruhig bleiben und das Tempo erhöhen, dafür wurde auf 2 Linien reduziert. Diese Massnahme sollte sich aber anfänglich noch nicht auszahlen. Pavoni und Ehrensperger brachten UBN innerhalb von Sekunden mit einem Doppelschlag mit 4:2 in Führung. Pavoni traf im Nachsetzen und Ehrensperger nach mustergültiger Vorlage von Bertschi in den Slot. Die Oberländer waren nun definitiv gefordert und die Reaktion folgte postwendend. Heierli konnte in der 45. Minute den Anschlusstreffer erzielen, Torhüter Achakri sah dabei äusserst unglücklich aus. Keine drei Minuten später luchste Pfanni-Verteidiger Bier Tomaselli den Ball ab und liess in der anschliessenden 1:0-Situation Achakri keine Abwehrmöglichkeit. Ein sehenswertes Ausgleichstor. Pfanni hatte nun klar Oberwasser und kam durch Hafner mittels Buebetrickli und durch Suter, dessen Ball knapp übers Tor hinwegflog zu weiteren guten Chancen. UBN versuchte mit dem Time-Out in der 52. Minute Ruhe ins eigene Spiel zu bringen. Dies ging aber mächtig schief, denn es Pfanni konnte gleich im Anschluss innerhalb von 58 Sekunden zwei weitere Tore markieren. Zuerst traf Bartenstein mit seinem dritten persönlichen Tor mittels Direktabschluss aus dem hohen Slot heraus und wenig später schloss Suter eine wunderbare Kombination über mehrere Stationen zum 6:4 ab. UBN sah sich nun gezwungen zu reagieren. Ein missglückter Freistoss von Pfanni in der eigenen Ecke nutzte erneut Pavoni zum Anschlusstreffer aus. In der Folge versuchte UBN ohne Torhüter nochmals alles, doch der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen und so konnte Pfanni die drei Punkte mit an den Egger Hausberg nehmen und gleichzeitig die Leaderposition verteidigen. Es war zweifelsohne ein intensives Spiel bei dem Pfanni aber auf Grund der grösseren Spielanteile ab dem zweiten Drittel nicht unverdient als Sieger vom Platz ging.

Stürmer Luchsinger sah das Erfolgsrezept wie folgt: «Wir haben trotz der Strafen und des zwischenzeitlichen Rückstandes immer kühlen Kopf bewahrt und konnten so die 3 Punkte mitnehmen. Wir haben heute einmal mehr gezeigt, zu was diese Mannschaft fähig sein kann. Nun gilt es in den kommenden Wochen daran anzuknüpfen und die Tabellenspitz zu bestätigen.». Auch Center Ernst blickt in seinem Statement bereits nach vorne: «Der Sieg heute ist vor allem einem Faktor zuzuschreiben: Einer überzeugten und entschlossenen Teamleistung. Trotz mehreren Rückschlägen während der Partie, konnte das 6-Punkte-Spiel verdientermassen und auch dank der lautstarken Unterstützung der Fans zu unseren Gunsten entschieden werden. Mit Bülach und den Flames stehen uns in den kommenden Wochen zwei weitere starke Teams gegenüber. Es gilt nun unsere aktuelle Form zu halten und weiter zu verbessern.»

Zum ultimativen Spitzenkampf kommt es also am kommenden Samstag, 28.10.2023 um 19:00 Uhr in der 3-fach Kirchwies in Egg. Leader UHC Pfannenstiel empfängt dabei den Tabellenzweiten Bülach Floorball. Alle die sich an das äusserst spannende Cup-Duell vor 2 Wochen zurück erinnern, dürfen sich dieses Spiel nicht entgehen lassen.

Telegramme:

UH Bassersdorf-Nürensdorf – UHC Pfannenstiel 5:6 (2:1 / 0:1 / 3:4)
0:1 Bartenstein (Luchsinger), 2:2 Bartenstein (Suter) / 4:3 Heierli (Zumkehr) / 4:4 Bier / 4:5 Bartenstein (Luchsinger) / 4:6 Suter (Hafner)
Aufstellung: P.Weber (Tor), Schindele (Ersatz); Zumkehr, Büsser, Hafner, Nideröst, Forrer; Bär, Gmür, Bartenstein, Suter, Luchsinger; Heierli, Bier, Kulmala, Ernst, Chlebda; Scheuner, Frischknecht, Ushiu, M.Weber.
Strafen: Kulmala (2 + 10 min), Ushiu [Werner] (2 min)

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7. Runde Glattal Falcons - UHC Pfannenstiel (MZH Dürrbach, Dübendorf)
14.10.2023

 

Tabelle
1. Pfanni
18
+19
2. Bülach
17
+13
3. UHBN
16
+18
4. Flames
16
+17
5. Red Devils
14
+6
6. Gators
10
-1
7. Herisau
8
0
8. Appenzell
8
-8
9. Uri
6
-8
10. Vipers
6
-14
11. WinU
6
-15
12. Glattal
1
-27

Der UHC Pfannenstiel gibt sich im Derby auswärts bei den Glattal Falcons keine Blösse und gewinnt klipp und klar mit 10:3. Ein konzentriertes erstes Drittel reicht um gegen das arg dezimierte Heimteam die Basis zu legen. In der Folge liess die Konsequenz bei den Zürcher Oberländern etwas nach, dennoch wurde das Resultat Tor um Tor in die Höhe geschraubt.

Pfannenstiel startete fokussiert und konzentriert ins Derby und wollte von Beginn an das Spiel in die Hand nehmen. Dies gelang gut und Ernst Hafner und Forrer hatten bereits in den erste 200 Sekunden den Führungstreffer auf dem Stock. Die Einheimischen kamen dann in der 5. Minute zum ersten Abschluss, doch Peduzzi verfehlte das Gehäuse klar. Ein erstes Mal Jubel brandete dann in der 8. Minute durch die MZH Dürrbach. Nideröst fand in zentraler Position Hafner, der mittels sehenswerter Direktabnahme die Gäste mit 1:0 in Führung schoss. In der Folge zeigte sich Pfanni äusserst kaltblütig und konnte durch Chlebda nach einer wunderbaren Kombination und durch Hafner, der denn Nachschuss nach einem Abschluss von Nideröst verwertete, innert 94 Sekunden auf 3:0 davonziehen. Pfannenstiel hatte das Spiel soweit gut im Griff, leistete sich aber immer wieder kleinere Aussetzer, die die Falcons allerdings nicht ausnutzen konnten. In der 15. Minute war es dann erneut Chlebda, der das Skore auf 4:0 erhöhen konnte. Das Resultat hätte gut und gerne noch höher ausfallen können, doch Chlebda in der 17. und Ernst kurz vor dem Pausenpfiff trafen aus bester Abschlussposition den Ball nicht wie gewünscht. So führte Pfanni nach dem ersten Drittel auch in dieser Höhe verdient mit 4:0.

Der Start ins Mitteldrittel gelang dann den Gästen erneut optimal. Hafner konnte Viol mit einem «Buebetrickli» zum 5:0 bezwingen. In den folgenden Minuten war es dann aber eben dieser Viol im Falcons Tor, der gegen Chlebda und Ushiu einen noch höheren Rückstand verhinderte. In der 25. Minute liess dann der spätere Best Player Waldvogel die Einheimischen erstmals jubeln. Er profitierte nach einer 2:1-Situation vom millimetergenauen Zuspiel von Peduzzi. Dieser Treffer täuschte aber etwas darüber hinweg, dass Pfanni klar das bessere Team war und das untermauerten sie mit zwei weiteren Treffern in den folgenden drei Minuten. Torschütze war zweimal Ernst. Zuerst traf er wunderbar in die linke obere Torecke und beim zweiten Tor reagierte er nach einem von der Bande zurückkommenden Ball am schnellsten. Nach diesem 7:1 wurde Pfanni etwas nonchalant. Erneut gewährte man den Falcons einen 2:1-Gegenstoss, welcher Jezler eiskalt zum 2:7 ausnutzen konnte. Nach Spielmittel hatte Forrer das leere Tor vor sich, verpasste aber den alten Vorsprung wieder herzustellen und wenig später sah Nideröst seinen Abschluss vom Pfosten zurückspringen. Der genannte Nideröst war es dann, welcher in der 38. Minute nach einer Freistossvariante auf 8:2 stellte, zugleich das Resultat nach 40. Spielminuten.

Im letzten Drittel kamen dann noch die U21-Junioren Frischknecht und Weber zum Einsatz und sie machten einen guten Job. Die erste grosse Chancen hatten aber die Falcons, deren Abschluss von der Latte ins Feld zurückprallte. Als Bläsi in der 47. Minute auf sie Strafbank wanderte, spielte das Pfanni-Powerplay zwei Minuten Katz und Maus mit den Glattalern, verpasste es aber den Ball im Tor unterzubringen. Entweder scheiterte man am eigenen Unvermögen oder am stark reagierenden Brandenberger der im letzten Drittel neu statt Viol das Tor hütete. In der 50. Minute musste sich dann aber Brandenberger bei nummerischem Gleichstand doch bezwingen lassen. Ernst fand nach einer schönen Seitenverlagerung Kulmala, der zum 9:2 einschoss. Kurze Zeit später folgte das nächste Powerplay für Pfanni. Dieses Mal gab es ein Tor, allerdings auf der falschen Seite. Ramsauer verwertete einen Konter in Unterzahl zum 3:9. Den Schlusspunkt in diesem einseitigen Spiel markierte dann Bartenstein, der eine 2:1-Situation nach Vorlage von Suter zum 10:3-Schlussresultat abschloss.

Pfanni verdiente sich den Sieg auch in dieser Höhe mit einer vor allem zu Beginn fokussierten und engagierten Leistung. Der gut aufgelegte Schindele im Pfanni-Tor analysierte das Spiel wie folgt: «Ich bin sehr zufrieden, dass wir eine konzentrierte und über weite Strecken konsequente Leistung bringen konnten. Jetzt geht es in der nächsten Woche darum, den Schwung aus den letzten Spielen mitzunehmen und unsere positive Entwicklung fortzuführen.» Pfanni-Best Player Kulmala sieht dies ähnlich: «Heute war es ein verdienter Sieg. Es gibt aber noch Verbesserungspotential fürs kommenden Wochenende, wenn ein starker Gegner auf uns wartet».

Der genannte Gegner ist am kommenden Samstag, 21.10.2023 das Spitzenteam UH Bassersdorf-Nürensdorf, welches aktuell zwei Punkte hinter Leader Pfanni auf dem 3. Tabellenrang steht. Spielbeginn bei diesem Spitzenspiel ist um 17:30 Uhr in der Turnhalle Hatzenbühl in Nürensdorf.

Telegramme:

Glattal Flacons – UHC Pfannenstiel 3:10 (0:4 / 2:4 / 1:2)
0:1 Hafner (Nideröst) / 0:2 Chlebda (Kulmala) / 0:3 Hafner (Nideröst) / 0:4 Chlebda (Kulmala) / 1:6 Ernst (Kulmala) / 1:7 Ernst (Chlebda) / 2:8 Nideröst (Ernst) 2:9 Kulmala (Ernst) / 3:10 Bartenstein (Suter)
Aufstellung: Schindele (Tor), P.Weber (Ersatz); Zumkehr, Scheuner, Hafner, Nideröst, Forrer; Bär, Gmür, Büsser, Suter, Ushiu; Bier, Hottinger, Kulmala, Ernst, Chlebda; Frischknecht, Bartenstein, Luchsinger, M.Weber.
Strafen: Ernst (2 min)

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6. Runde UHC Pfannenstiel - Floorball Uri (3-fach Kirchwies, Egg)
08.10.2023

 

Tabelle
1. Pfanni
15
+12
2. Bülach
15
+12
3. Flames
13
+16
4. UHBN
13
+13
5. Red Devils
11
+1
6. Gators
8
-2
7. Herisau
7
+1
8. Appenzell
7
-7
9. Uri
6
-3
10. WinU
6
-10
11. Vipers
6
-13
12. Glattal
1
-20

Nach dem äusserst harten Kampf am Vorabend im Cup-Viertelfinale konnte der UHC Pfannenstiel in einem äusserst torreichen Spiel auch in der Meisterschaft jubeln und besiegt Aufsteiger Floorball Uri mit dem sagenhaften Resultat von 12:9. Auf Grund der Niederlagen des gestrigen Cup-Gegners Bülach Floorball und der Jona-Uznach Flames besteigt Pfanni den Leaderthron der 1.Liga, Gruppe 2 – was für ein wahnsinniges Wochenenden aus Sicht der Zürcher Oberländer.

Die Vorzeichen für das heutige Spiel gegen den physisch und läuferisch starken Aufsteiger Floorball Uri standen nicht gerade gut. Pfanni musste auf nicht weniger als 10 abwesende, nicht einsatzfähige oder verletzte Spieler verzichten und auch die U21-Junioren hatten zuvor selber noch Spiel. So kamen mit Roman Weber und David Kyburz zwei Legenden zu einem unerwarteten Comeback im Fanionteam.
Der Start ins Spiel hätte nicht besser sein können. Bereits nach 18 Sekunden fand Hafner Forrer am weiten Pfosten, der mit einer Volleyabnahme die Einheimischen in Führung brachte. Pfanni kontrollierte das Spiel und hatte den Gegner gut im Griff. Dennoch führte in der 5. Minute ein Prellball, welcher von Spitzer versenkt wurde zum 1:1 Ausgleichstreffer. Pfanni reagierte aber heftig und konnte innerhalb von 12 Sekunden zwei weitere Male einnetzen. Nideröst mit einem satten Handgelenkschuss und Büsser nach einem doppelten Doppelpass mit Luchsinger waren die Torschützen. Uri liess sich aber dadurch keineswegs beirren und glich durch Tore in der 9. und 10. Minute das Spiel wieder aus. Es ging Schlag auf Schlag. Durch einen Hocheckschuss von Hafner und einen Distanzschuss in die untere linke Ecke stellte Pfanni den Zweitore-Vorsprung bis in die 13. Minute wieder her. Diese zwei Tore waren zu viel für den Urner Coaching-Staff und sie ersetzten den bemitleidenswerten Bissig durch Kappeler. Dies sollte sich vorläufig auszahlen, denn weitere Tore fielen bis zur ersten Drittelspause keine mehr. Dem Tor am nächsten kamen die Urner, welche in der 14. Minute nur den Pfosten trafen.
Die beiden Trainerteams durften sicherlich mit der offensiven Leistung, doch die defensiven Aussetzer bescherten ihnen wohl einige graue Haare und genau dies wurde auch von Pfanni-Trainer in der Drittelspause angesprochen.

Der Start ins Mitteldrittel war dann erneut an Spektakel kaum zu überbieten. Zuerst wurde Hafner wunderbar freigespielt, verzog aber alleine vor Torhüter Kappeler. Auf der Gegenseite rettete nach einem Distanzschuss der Urner der Pfosten für Torhüter Edelmann. In der 24. Minute war er dann aber chancenlos. Ein abgefangener Aufbaupass wurde von Schillig eiskalt zum Anschlusstreffer ausgenutzt. In der 29. Minute war es Forrer mit seinem zweiten Tor, der auf 6:4 erhöhen konnte. Er verwertete dabei einen Abpraller nach einem Buebetrickli-Versuch von Hafner. Der Jubel blieb den Pfannis aber im Hals stecken, denn nur 23 Sekunden später jubelten wieder die Zentralschweizer. Nach eine, Fehlpass fackelte erneut Schilig nicht lange und traf mit einem satten Distanzschuss zum wiederholten Male zum Anschluss. Die Zürcher Oberländer konnten in der zweiten Hälfte des Mitteldrittels aber einen Zacken zulegen und durch die Tore Nummer 2 und 3 von Nideröst auf 8:5 davonziehen. Dies war zugleich auch das Resultat nach 40 Minuten.

Wer sich nun auf ein ruhiges Schlussdrittel einstellte wurde getäuscht, es ging im selben Stile weiter. Ushiu eröffnete mit einem Traumtor den Schlussabschnitt. Er vernaschte den Urner Verteidiger mit einer Finte und schloss wunderbar in die linke obere Torecke zum 9:5 ab. Die Urner liessen aber nicht im Geringsten nach machten weiterhin beim munteren Toreschiessen mit. So wurde das Skore fast minütlich in die Höhe geschraubt. Während Uri bis zum Schlusspfiff den Ball noch 4x im Netz von Edelmann zappeln liess und noch zum 3. und. 4. Mal den Pfosten traf, konnte Pfanni noch drei Mal jubeln. Die Torschützen waren Nideröst, Ushiu und Hafner und so endete dieses verrückte Spiel mit dem Schlussresultat von 12:9 für das Heimteam.

Pfanni hat den Sieg absolut verdient, schaffe es aber über das ganze Spiel hinweg nicht, die Eigenfehlerquote zu senken und so das Spiel in geordnetere Bahnen zu lenken. Offensiv brillierten an diesem sonnigen Nachmittag vor allem Hafner (2 Tore, 5 Assists) und Nideröst (4 Tore, 2 Assists), aber auch sonst zeigte das Team offensiv eine geschlossene Leistung und erarbeitete sich viele, sehr viele Torchancen.

Best Player meinte nach dem Spiel mit einer Prise Humor: «Es war ein bisschen ein Chilbi-Spiel. Insgesamt konnten wir die vielen Absenzen aber gut kompensieren und ich hatte nie das Gefühl, dass wir das Spiel hätten verlieren können. Für einmal waren wir zudem auch recht effizient». Scheuner, sein Block-Partner in der Verteidigung, zeigte sich sichtlich zufrieden: «Wie wir uns nach dem emotionalen Sieg am Vorabend und den diversen Spielerausfällen aufgerappelt haben und die wichtigen drei Punkte einfahren konnten, erfüllt mich mit grossem Stolz».

Für den UHC Pfannenstiel gilt es nun in der kommenden Woche die Batterien aufzuladen um am kommenden Samstag, 14.10.2023 wieder bereit zu sein. Dann treffen die Zürcher Oberländer im Derby auswärts in der MZH Dürrbach in Dübendorf auf die Glattal Falcons. Spielbeginn ist um 18:00 Uhr.

Telegramme:

UHC Pfannenstiel – Floorball Uri 12:9 (5:3 / 3:2 / 4:4)
1:0 Forrer (Hafner) / 2:1 Nideröst (Nideröst) / 3:1 Büsser (Luchsinger) / 4:3 Hafner (Nideröst) / 5:3 Zumkehr (Nideröst) / 6:4 Forrer (Hafner) / 7:5 Nideröst (Hafner) / 8:5 Nideröst (Hafner) / 9:5 Ushiu / 10:6 Nideröst (Hafner) / 11:7 Ushiu (Bär) / 12:8 Hafner (Nideröst)
Aufstellung: Edelmann (Tor), Schindele (Ersatz); Zumkehr, Scheuner, Hafner, Nideröst, Ushiu; Heierli, Gmür, Büsser, Kyburz, Luchsinger; Bär, R.Weber, Chlebda, Hottinger, Forrer; Frischknecht, Schüpbach, Suter, M.Weber.
Strafen: Büsser (2 min)

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5. Runde UHC Pfannenstiel - UH Appenzell (3-fach Kirchwies, Egg)
30.09.2023

 

Tabelle
1. Bülach
15
+17
2. Flames
12
+17
3. Pfanni
12
+9
4. UHBN
10
+7
5. Red Devils
8
-4
6. Uri
6
0
7. WinU
6
-5
8. Vipers
6
-7
9. Herisau
5
0
10. Gators
5
-7
11. Appenzell
4
-9
12. Glattal
1
-18

Der UHC Pfannenstiel tat sich gegen den UH Appenzell lange schwer und lag nach zwei Drittel mit 2:4 Toren in Rückstand. Ein starkes Schlussdrittel führte zur Wende und zum 9:6 Sieg. Mit diesen drei Punkten kann sich der UHC Pfannenstiel in den Top 3 der Tabelle halten.

Die Zürcher Oberländer starteten offensiv und mit viel Ballbesitz ins Spiel gegen den UH Appenzell. In den ersten 5. Spielminuten hatten der Reihe nach Chlebda, Ernst und Luchsinger den Führungstreffer auf dem Stock. Doch sie scheiterten entweder am eigenen Unvermögen oder am gut aufgelegten Inauen im Appenzeller Tor. Nach dem Startfurioso der Einheimischen kamen dann auch die Gäste zum ersten Mal vor das Pfanni-Tor und es war Fässler, der nach einem Buebetrickli-Versuch den Ball auf Umwegen ins Tor springen sah. Dieser Rückstand war für die Zürcher Oberländer ein Dämpfer. Als dann aber Moser in der 10. Minute für einen Stockschlag auf die Strafbank wanderte, brauchte Pfanni nur 18 Sekunden um das Überzahlspiel auszunutzen. Hafner traf mit einem präzisen Handgelenkschuss zum verdienten 1:1 Ausgleich. In der 16. Minute war es dann erneut Moser, der dieses Mal wegen Sperrens die Strafbank aufsuchen musste und erneut schlug das Pfanni-Powerplay eiskalt zu. Dieses Mal traf Nideröst nach einem sehenswerten Querpass von Hafner zum Führungstreffer. Die Freude währte aber keine zwei Minuten. Neff fand etwas zu viel Platz vor und traf aus zentraler Position mit einem Flachschuss zum 2:2-Ausgleich und zugleich zum Pausenresultat. Pfanni hatte deutlich mehr vom Spiel und auch mehr Chancen, doch Appenzell zeigte sich in diesem ersten Drittel extrem effizient.

Der Start ins zweite Drittel gelang dann Appenzell besser. Bereits nach 32 Sekunden musste Schindele sein ganzes Können auspacken um den erneuten Rückstand zu verhindern. In der Folge übernahm Pfanni aber wieder das Spieldiktat. In der 25. Minute verpasste Chlebda alleine vor Torhüter Inauen. Obwohl Pfanni nach wie vor mehr Ballbesitz aufwies, kamen auch die Appenzeller zu guten Chancen. Eine solche verpasste Sutter am weiten Pfosten nach schöner Vorlage von Alder. Pfanni seinerseits tat sich in dieser Phase etwas schwer aus der spielerischen Überlegenheit auch gut Chancen zu kreieren. Erst in der 35. Minute kam Bartenstein dem Torjubel wieder ganz nahe, doch sein Ball prallte vom Aussenpfosten ins Feld zurück. Besser machten es da die Gäste, die in der 36. und 37. Minute durch Alder und Anderegg auf 4:2 davonziehen konnten. Beim ersten Tor wurde dem spielstarken Alder zu viel Platz gewährt und beim zweiten reagierte Anderegg nach einem Doppel-Pfostenschuss am schnellsten. Zwischen diesen beiden Toren liess Pfanni in Person von Chlebda erneut eine hochkarätige Chance aus, bzw. Inauen vereitelte diese mit einem Big Save. So sah sich Pfanni nach 40 Minuten mit einem Zweitore-Rückstand konfrontiert.

Für das letzte Drittel wurde die Aufstellung des Heimteams neu zusammengesetzt und die Kräfte in zwei Linien gebündelt. Diese Massnahme zeigte sofort ihre Wirkung. In der 42. Minute fand Bartenstein Suter am weiten Pfosten, der den Ball zum 3:4-Anschlusstreffer einschieben konnte. In der Folge hatten Luchsinger nach einem Freistoss und Hafner mit einem Pfostenschuss den Ausgleich auf dem Stock. Dieser viel dann aber in der 45. Minute. Ein Abschluss von Nideröst fand via Bande hinter dem Tor den Stock von Forrer, der Inauen keine Chance liess und auf 4:4 stellte. Pfanni war nun klar spielbestimmend, doch dennoch sahen sich die Einheimischen nur 41 Sekunden später wieder mit einem Rückstand konfrontiert. Alder setzte einen Handgelenkschuss trocken von der rechten Seite in die nahe Torecke zur erneuten Gästeführung. Pfanni liess sich dadurch aber keineswegs aus dem Konzept bringen und konnte 10 Minuten vor Schluss durch einen Doppelschlag die Führung an sich reissen. Schläpfer und Nideröst trafen beide, nachdem sie schön im Slot freigespielt wurden. Die Zürcher Oberländer waren nun angetrieben durch die lautstarken Fans gewillt das Resultat weiter auszubauen. Gesagt getan – Schläpfer erzielte in der 57. Minute das 7:5 und als dann in der 58. und 59. Minute zwei Appenzeller hintereinander die Strafbank aufsuchen mussten, konnte der Sieg mit den Powerplay-Toren 3 und 4 an diesem Abend gesichert werden. Nideröst und Hafner waren die Torschützen. Den Schlusspunkt des Spiel gehörte dann jedoch den Gästen. Blaser traf mit einem sehenswerten Backhandschuss zum 9:6-Schlussresultat.

Pfanni war über das ganze Spiel gesehen der absolut verdiente sicher, schaffte es aber erst im letzten Drittel auch bei 5 gegen 5 seine vielen Chancen in Tore umzumünzen. Letztendlich trugen das letzte Drittel und ein äusserst effizientes Powerplay zur Wende bei.

Best Player Hafner nach dem Spiel: «In den ersten beiden Drittel konnten wir wie schon so oft in dieser Saison unsere Chancen nicht verwerten. Im dritten Drittel konnten wir dann zeigen, was eigentlich möglich wäre, wenn die Bälle den Weg ins Tor finden. Es war aber wichtig fürs Selbstvertrauen diesen Match noch für uns zu entscheiden.» Ähnlich sah es Stürmer Nideröst: «Es war nicht einfach gegen einen tiefstehenden Gegner zu spielen, der viele Schüsse blocken konnte. Für das nächste Cup-Highlight gilt es die Chancenauswertung noch weiter zu verbessern».

Das von Nideröst angesprochene Cup-Highlight findet am kommenden Samstag, 7. Oktober 2023 statt. Dann trifft der UHC Pfannenstiel im Rahmen des 1/8-Finals auswärts in der Sporthalle Hirslen in Bülach auf den bis anhin verlustpunktlosen 1.Liga-Leader Bülach Floorball. Spielbeginn ist um 18:00 Uhr.
Tags darauf am Sonntag, 8. Oktober 2023 steht dann zu Hause in der Kirchwies in Egg die 6. Meisterschaftsrunden gegen den starken Aufsteiger Floorball Uri auf dem Programm.

Telegramme:

UHC Pfannenstiel – UH Appenzell 9:6 (2:2 / 0:2 / 7:2)
1:1 Hafner (Kulmala) / 2:1 Nideröst (Hafner) / 3:4 Suter (Bartenstein) / 4:4 Forrer (Nideröst) / 5:5 Schläpfer (Suter) / 6:5 Nideröst (Hafner) / 7:5 Schläpfer (Bartenstein) / 8:5 Nideröst (Hafner) / 9:5 Hafner (Kulmala)
Aufstellung: Schindele (Tor), Edelmann (Ersatz); Heierli, Spälti, Kulmala, Nideröst, Chlebda; Bier, Gmür, Bartenstein, Suter, Luchsinger; Zumkehr, Hottinger, Hafner, Ernst, Schläpfer; Bär, Ushiu, Büsser, Moser, Forrer.
Strafen: keine

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4. Runde Vipers InnerSchwyz - UHC Pfannenstiel (Sporthalle Lücken, Schwyz)
24.09.2023

 

Tabelle
1. Bülach
12
+12
2. Flames
9
+11
3. Pfanni
9
+6
4. UHBN
8
+6
5. Uri
6
+1
6. WinU
6
+1
7. Gators
5
-2
8. Red Devils
5
-6
9. Herisau
4
+1
10. Appenzell
4
-6
11. Vipers
3
-8
12. Glattal
1
-16

Der UHC Pfannenstiel gestaltet auch das zweite Spiel der Doppelrunde innerhalb von 24 Stunden gegen eine Mannschaft aus dem Kanton Schwyz siegreich. Gegen die Vipers begannen die Zürcher Oberländer äusserst überzeugend und gewannen letztendlich nach einer 5:1-Führung nach dem Startdrittel mit 7:3. Die spielbestimmende Person war an diesem sonnigen Nachmittag Stürmer Ernst, der sich ganze vier Tore gutschreiben lassen konnte.

Pfanni startete spielbestimmend und mit viel Zug Richtung Tor ins Spiel. Bereits nach 62 Sekunden hatte Kulmala nach Vorlage von Heierli die erste gute Abschlussmöglichkeit. Nur drei Minuten später zappelte dann der Ball erstmals im Tor von Vipers-Torhüter Kistler. Luchsinger spielte wunderbar Bier im Zentrum an, der eiskalt zur frühen 1:0-Führung verwandelte. Keine Zeigerumdrehung später stellte Ernst auf 2:0. Ihm wurde im hohen Slot etwas zu viel Zeit zugestanden, dies nutzte er gekonnt aus und traf mit einem satten Flachschuss in die linke untere Torecke. Pfanni war klar das aktivere Team gegen die tiefstehenden Vipers, welche sich bis zur 10. Spielminute gedulden mussten, ehe Auf der Maur den ersten Abschluss Richtung Pfanni-Hüter Edelmann brachte. Eine Minute später waren es dann Nideröst mit einem Pfostenschuss und zwei Mal Büsser im Slot, die beinahe auf 3:0 gestellt hätten. Dieser Treffer wurde dann in der 13. Minute doch noch Tatsache. Nach einem satten Distanzschuss von Zumkehr traf Forrer im Nachsetzen zur verdienten Dreitore-Führung. Als Ernst in der 16. Minute mit einem wunderschönen halbhohen Schuss auf 4:0 stellte, schien das Spiel früh entschieden zu sein. Doch nur 24 Sekunden später brachte Heinzer die Hoffnung für seine Farben zurück. Er traf nach einem langen Auswurf von Torhüter Kistler zum 1:4. Pfanni reagierte aber in der Person vom stark aufspielenden Ernst mit dem 5:1. Er traf nach schöner Vorlage Schläpfer, welcher den Ball von hinter dem Tor in den Slot brachte. Dies war zugleich auch das Pausenresultat und ging auch in dieser Höhe absolut in Ordnung.

Das zweite Drittel startete wie das erste aufgehört hatte, mit Chancen für die Zürcher Gäste. Nideröst zwang Kistler mit einem Direktabschluss zu einer Glanzparade. Das nächste Tor fiel aber auf der Gegenseite, als Bachmann mit einer Volleyabnahme zum 2:5 traf. Dieses Tor wurde trotz Protesten der Zürcher auf Grund eines Stockschlages gegeben. In der Folge bekundete Pfanni etwas mehr Mühe um zu guten Chancen zu kommen, bzw. die Zielgenauigkeit nahm etwas ab. Dies sollte ein Powerplay kurz nach Spielmitte ändern. Trotz gutem Passspiel hatten die grössten Chancen die Vipers im Boxplay, als sie innerhalb von 12 Sekunden Pfosten und Latte trafen, Pfanni hatte also das Glück in dieser Phase auf ihrer Seite. In der 36. Minute hatte dann auf der Gegenseite Suter wieder zwei Mal die Möglichkeit die Führung auszubauen, doch seine Abschlüsse verfehlten jeweils das Ziel knapp. Somit heiss es nach 40 gespielten Minuten 5:2 für die Gäste.

In Drittel Nummer 3 trat dann Pfanni wieder etwas geradliniger auf. Büsser (45.) und Nideröst (48.) hatten beide aus dem Slot heraus beste Abschlussmöglichkeiten, doch beide Male flog der Ball über die Querlatte hinweg. So war es in der 51. Erneut Ernst, der mit seinem vierten persönlichen Treffer an diesem Nachmittag auf 6:2 erhöhen konnte. Er traf mit einem feinen Ablenker nach einem Distanzschuss von Hottinger. In der 54. Minute verpasste Luchsinger zuerst knapp um dann wenig später doch mit seiner Linie jubeln zu können. Bier legte quer zu Suter, der direkt und eiskalt zum 7:2 einschoss. In der Folge stellte Pfanni noch auf einigen Positionen um. So hatten sowohl Ushiu als auch Moser beste Abschlussmöglichkeiten, welche allerdings nicht von Erfolg gekrönt waren. Für den Schlusspunkt in dieser Partie war dann der Einheimische Heinzer besorgt, der nach einem Bogenlauf wunderschön in die linke obere Torecke traf und Edelmann im Pfanni-Tor keine Chance liess.
Pfanni konnte das Spiel somit abschliessend mit 7:3 gewinnen und das 6-Punkte-Wochenende perfekt machen und in der Tabelle auf Rang 3 vorrücken.

Der logische Best Player Ernst kam nach dem Spiel zu folgendem Schluss: „Das 6-Punkte-Wochenende war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die beiden Siege waren unter anderem die Folge von mehr offensiver Gefahr und Konsequenz. Es gilt nun an solchen Leistungen festzuhalten. Danke vor allem auch allen Fans, welche das Wochenende belebt haben“. Der erstmals fürs Pfanni-Fanionteam im Einsatz stehende Torhüter Edelmann war auch zufrieden: „Wir konnten nach dem Sieg von gestern an unsere Leistung gegen einen sehr passiven Gegner anknüpfen. Durch die optimale Chancenauswertung im 1.Drittel konnten wir den Grundstein für einen weiteren Sieg legen. Nun gilt der Fokus jedoch voll und ganz auf dem nächsten Gegner“.

Dieser nächste Gegner ist am kommenden Samstag, 30.09.2023 in der heimischen Kirchwies in Egg der UH Appenzell. Spielbeginn ist um 19:00 Uhr.

Telegramme:

Vipers InnerSchwyz – UHC Pfannenstiel 3:7 (1:5 / 1:0 / 1:2)
0:1 Bier (Luchsinger) / 0:2 Ernst (Schläpfer) / 0:3 Forrer (Zumkehr) / 0:4 Ernst (Zumkehr) / 1:5 Ernst (Schläpfer) / 2:6 Ernst (Hottinger) / 2:7 Suter (Bier)
Aufstellung: Edelmann (Tor), Schindele (Ersatz); Heierli, Spälti, Kulmala, Nideröst, Chlebda; Bier, Gmür, Büsser, Suter, Luchsinger; Zumkehr, Hottinger, Schläpfer, Ernst, Forrer; Bär, Moser, Ushiu.
Strafen: keine

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3. Runde UHC Pfannenstiel - Red Devils March-Höfe (3-fach Kirchwies, Egg)
23.09.2023

 

Tabelle
1. Flames
9
+12
2. Bülach
9
+11
3. Uri
6
+6
4. UHBN
6
+5
5. Pfanni
6
+2
6. WinU
5
+2
7. Gators
3
-3
8. Vipers
3
-4
9. Appenzell
3
-5
10. Red Devils
3
-7
11. Herisau
1
-4
12. Glattal
0
-15

Der UHC Pfannenstiel feiert dank einem starken letzten Drittel den verdienten Heimsieg gegen NLB-Absteiger Red Devils March-Höfe. Nach einem stetigen hin und her in den ersten 40 Minuten schaffte Pfannenstiel nach einem 1:3 Rückstand nach 25 Minuten die Wende und gewann das Spiel letztendlich verdient mit 8:5.

Vor 152 Zuschauern startet Pfanni gegen die überraschend tiefstehenden roten Teufel furios. Nideröst und Büsser hatten bereits in den ersten zwei Minuten gute Abschlussgelegenheiten und als dann in der 5. Minute zuerst Heierli nach hervorragendem Laufspiel ans Lattenkreuz traf und nur Sekunden später Nideröst seinen Handgelenkschuss vom Pfosten abspringen sah, lag das erste Tor definitiv in der Luft. Doch dieses sollte dann auf der Gegenseite fallen. Der spätere Best Player Schreppers traf von der linken Seite mit einem halbhohen Schuss in die weite Ecke. Pfannenstiel zeigte sich nun etwas geschockt und liess einige Minuten zu viel zu. Als dann in der 10. Minute Hottinger wegen eines Sperrens auf die Strafbank wanderte, nutzten die Devils das Überzahlspiel eiskalt aus und erhöhten durch den Captain Fässler auf 2:0. Als dann in der 18. Minute auch noch Suter auf die Strafbank musste, ahnte man böses. Doch es war das Gegenteil der Fall. Ernst nutzte den ihm gewährten Platz und konnte mit einem satten Handgelenkschuss in Unterzahl den Anschlusstreffer erzielen, dieses 1:2 war zugleich auch der Pausenstand.

Nach der Pause wollte Pfanni einen Zacken zulegen und mehr Energie ins Spiel bringen. Dies gelang gut. In der 22. Minute kullerte ein Ball von Luchsinger auf der Torlinie entlang, allerdings ohne sie zu überqueren und keine Minute später musste Devils-Keeper Wichter sein ganzes Können auspacken um den Abschluss von Ernst zu parieren. Wie es mit dem Toreschiessen geht zeigte dann erneut das Gästeteam. In der 25. Traf erneut der schnelle Schreppers mit einem Backhandabschluss. Pfanni reagierte nun aber heftig. Zuerst traf Bier nach einer schönen Vorlage von Suter zum 2:3 und nur 28 Sekunden verwertete Schläpfer eine Vorlage von Forrer an den weiten Pfosten zum verdienten Ausgleich. Die Freude währte aber nicht lange. Erneut nur eine Zeigerumdrehung später brachte Brunner die roten Teufel nach einem Ballverlust wieder in Führung. Pfanni setzte aber seine Anstrengungen konsequent fort das Spiel zu drehen. Den ersten Schritt dazu machte Scheuner mit einem wunderbaren Handgelenkschuss und dem 4:4 Ausgleich. Eben dieser Scheuner war es auch, der sich kurz vor der zweiten Pausensirene nach einem Pfostenschuss von Heierli den Abpraller zur erstmaligen Pfanni-Führung im Gehäuse versorgte.

Bin dieser verdienten Führung ging es dann in die Pause, wo Pfanni auf zwei Linien reduzierte um das Tempo weiter anzuziehen. Diese Massnahme fruchtete. In der 43. Minute netzte Heierli nach einem raumöffnenden Pass von Chlebda zum 6:4 ein. In der Folge hatte Bier gar das 7:4 auf dem Stock, traf allerdings nur das Aussennetz. Besser machte es da Chlebda in der 53. Minute, de einen Querpass von Heierli eiskalt zum 7:4 verwertete. Dieses Tor bewog die Devils zum Time-Out und in der Folge auch zur Herausnahme des Torhüters bei Ballbesitz. Kurzfristig hatte diese Massnahme Erfolg, den die Devils konnten etwas Druck aufbauen und Studer liess mit seinem Tor bei den Gästen nochmals Hoffnung aufkeimen. Diese Hoffnung machte dann aber Suter mit seinem einhändigen Abschluss ins verlassene Gästetor zur Nichte. Dieses 8:5 war dann auch das absolut verdiente Schlussresultat. Pfanni war gegen die sehr passiven Devils über weite Strecken das spielbestimmende und aktivere Team, verpasste es aber vor allem in der Anfangsphase die Überlegenheit auch in Tore umzumünzen.

Die sah auch Pfanni-Best Player und Doppeltorschütze Scheuner so: «Es war kein einfaches Spiel gegen einen tiefstehenden Gegner, der wenig zum Spiel beigetragen hat, aber dafür mit purer Effizienz überzeugte. Darum war es umso wichtiger, dass wir diese Aufgabe erfolgreich lösen konnten.» Verteidiger Heierli sprach auch noch die Eigenfehler an: «Mit einigen unnötigen Eigenfehlern ermöglichten wir dem heutigen Gegner, besonders in der ersten Hälfte des Spiels Torchancen und liessen im Gegenzug unsere ungenutzt. Obschon etwas spät, kamen unsere Tore dann doch noch. Morgen haben wir bereits wieder die Chance tolles Unihockey zu bieten».

Mit dem zweiten Saisonsieg im Gepäck steht das zweite Spiel der Doppelrunde auf dem Programm. Pfanni trifft dabei auswärts auf die ebenfalls siegreichen Vipers InnerSchwyz. Spielbeginn ist um 15:00 Uhr in der Sporthalle Lücken in Schwyz.

Telegramme:

UHC Pfannenstiel – Red Devils March-Höfe 8:5 (1:2 / 4:2 / 3:1)
1:2 Ernst (Forrer) / 2:3 Bier (Suter) / 3:3 Schläpfer (Forrer) / 4:4 Scheuner (Heierli) / 5:4 Scheuner (Heierli) / 6:4 Heierli (Chlebda) / 7:4 Chlebda (Heierli) / 8:5 Suter
Aufstellung: P.Weber (Tor), Edelmann (Ersatz); Zumkehr, Scheuner, Heierli, Nideröst, Chlebda; Bier, Gmür, Büsser, Suter, Luchsinger; Bär, Hottinger, Schläpfer, Ernst, Forrer; Spälti, Ushiu.
Strafen: Hottinger, Suter (je 2 min)

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2. Runde UHC Herisau - UHC Pfannenstiel (Sportzentrum, Herisau)
16.09.2023

 

Tabelle
1. Bülach
6
+9
2. Flames
6
+8
3. UHBN
6
+7
4. WinU
5
+3
5. Uri
3
+5
6. Gators
3
+1
7. Pfanni
3
-1
8. Red Devils
3
-4
9. Herisau
1
-2
10. Vipers
0
-6
11. Appenzell
0
-9
12. Glattal
0
-11

In einem während 60 Minuten hart umkämpften Spiel kann der UHC Pfannenstiel nach dem 5:4-Auswärtssieg gegen den UHC Herisau seine ersten Punkte einfahren. Nach dem Auslassen vieler Topchancen vor allem im Startdrittel der Zürcher Oberländer, wurde es immer mehr zu einem Kampfspiel in dem Kulmala in der 53. Minute den siegbringenden Treffer zum 5:4 erzielen konnte.

Der UHC Pfannenstiel war gewillt gegen Herisau die ersten Punkte einzufahren, dementsprechend fokussiert startete das Team ins Spiel. Zwei Pfostenschüsse von Nideröst und Chlebda in den ersten 200 Sekunden untermauerten den Willen des Teams. Im selben Stile ging es weiter. Schellenberg prüfte in der 4. Minute mit einem satten Distanzschuss den gutaufgelegten Wagner im Herisauer Tor. Leider war dies dann auch die letzte Aktion von Schellenberg, der kurze Zeit später das Spielfeld verletzt verlassen musste. Pfanni liess sich dadurch aber nicht aus dem Konzept bringen und schaffte in der 7. Minute den verdienten Führungstreffer. Kulmala traf im zweiten nachsetzten mittels Backhand-Heber. In der 9. Minute hatte Hafner das 2:0 auf dem Stock, doch er brachte den Ball nicht an Wagner vorbei. Besser machte es Herisau auf der Gegenseite. Hess traf nach Vorlage von Cerny zum 1:1 Ausgleich. In der 12. Minute war es erneut Hafner, der alle gegnerischen Spieler stehen liess, den Abschluss jedoch knapp am Tor vorbeizirkelte. Die Herisauer machen bisher in Sachen Effizienz den Zürcher vor, wie es sein sollte. In derselben Minute spielte Hess einen Pass in den hohen Slot und van Haaften versenkte per volley zur erstmaligen Führung für die Herisauer, dies auf Grund der Spielanteile entgegen dem Spielverlauf. Kurze Zeit später verhinderte Weber gegen Conzett mit einer mirakulösen Parade den dritten Gegentreffer. Fortan übernahm aber wieder Pfanni das Zepter, doch Bartenstein, Ernst und Luchsinger nach einer wunderbaren Kombination scheiterten alle am erfolgreichen Torabschluss. Es brauchte kurz vor Drittelsende eine erste Strafe gegen Herisau um Pfanni das zweite Tor zu bescheren. Heierli traf aus dem hohen Slot heraus zum mehr als verdienten 2:2-Ausgleichstreffer, zugleich auch das Pausenresultat.
Pfanni spielte stark, hatte aber in Sachen Effizienz noch ganz klares Steigerungspotential.

Der Start ins Mitteldrittel verlief dann alles andere als gewünscht. Bereits nach 10 Sekunden zappelte der Ball im Gehäuse von Pfanni-Hüter Weber. Schmid nutzte einen defensiven Aussetzer eiskalt zum Heimführung aus. Keine zwei Minuten musste Pfanni mit Bartenstein den zweiten verletzungsbedingten Ausfall hinnehmen. In der 24. Minute hatte Luchsinger nach schönem Zuspiel von Büsser den Ausgleich auf dem Stock, doch der Ball flog übers Tor. In der 27. Minute stand erneut Luchsinger im Zentrum einer Aktion, als er «Holzfäller-mässige» gefällt wurde, eine Aktion die eigentlich keine zwei Meinungen zuliess, letztendlich aber nur mit 2x 2 Minuten bestraft wurde. Pfanni noch sichtlich geschockt von dieser Aktion, brachte aber im Überzahlspiel nichts Zählbares zustande. Kurz nach Spielmitte war hatte Zwicker die Möglichkeit vor das Heimteam zu erhöhen, verzog aber knapp. Für einmal machte es auf der Gegenseite Ernst besser, der ein schönes Zuspiel von Hafner zum 3:3 Ausgleich verwertete. Mit diesem Unentschieden ging es dann auch ins letzte Drittel.

Die Stimmung, die durch die 175 Zuschauenden entstand war nach wie vor grandios.
Zum Start ins letzte Drittel gab es Chancen hüben und drüben. Zuerst verpasste Ernst mit einem sehenswerten Abschluss und Hafner konnte den Abpraller nicht im Tor unterbringen und auf der Gegenseite verpasste Frischknecht aus bester Abschlussposition. In einer Druckphase von Herisau, in der Torhüter Weber einige Male sein ganzes Können auspacken musste, war es dann aber Geburtstagskind Bier, der einen Gegenstoss nach Vorlage von Suter mustergültig zur Pfanni-Führung abschloss. Die Freude währte aber keine zwei Minuten. Scherrer fand auf der linken Seite etwas zu viel Platz vor und nutzte dies mit einem satten Flachschuss zum erneuten Ausgleich. Es war weiterhin richtig Feuer in diesem mitreisenden Spiel. Pfanni liess sich durch den erneuten Ausgleich nicht aus dem Konzept bringen und so war es in der 53. Minute Kulmala, der nach einem Seitenwechsel von Chlebda den Ball zum umjubelten 5:4 in die Maschen hämmerte. Pfanni hatte in der Folge die Möglichkeit durch Hafner und Chlebda den Sack zuzumachen, doch die Chancen wurden ausgelassen und so entwickelte sich eine nervenaufreibende Schlussphase. Pfanni blockte und kämpfte und konnte so den Sieg über die Zeit retten. Auf Grund der Chancen und der Spielanteile war dieser Auswärtssieg sicherlich verdient und auf Grund der Art und Weise umso wichtiger für die Moral.

Verteidiger Bier resümierte nach dem Spiel: «Wir konnten in den hektischen Situationen ruhig bleiben und dies letztendlich zu unseren Gunsten nutzen». Auch Trainer Werner konnte seinem Team nur gratulieren: «Es war ein schwieriges Spiel und es mussten einige Rückschläge weggesteckt werden, umso wichtiger war es ein solches Spiel für sich entscheiden zu können».

Am kommenden Samstag, 23.09.2023, also am Egger Chilbi-Wochenende, empfängt der UHC Pfannenstiel um 17:00 Uhr in der 3-fach Kirchwies in Egg den NLB-Absteiger Red Devils March-Höfe, sicherlich erneut ein Unihockey-Leckerbissen.

Telegramme:

UHC Herisau – UHC Pfannenstiel 4:5 (2:2 / 1:1 / 1:2)
0:1 Kulmala (Scheuner) / 2:2 Heierli (Nideröst) / 3:3 Ernst (Hafner) / 4:5 Kulmala (Chlebda)
Aufstellung: P.Weber (Tor), Edelmann (Ersatz); Zumkehr, Schellenberg, Kulmala, Nideröst, Chlebda; Bier, Gmür, Suter, Bartenstein, Luchsinger; Heierli, Bär, Hafner, Ernst, Forrer; Scheuner, Büsser.
Strafen: Chlebda (2 min)

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1. Runde UHC Pfannenstiel - Unihockey Rheintal Gators (3-fach Kirchwies, Egg)
10.09.2023

 

Tabelle
1. Uri
3
+10
2. UHBN
3
+6
3. Flames
3
+5
4. Bülach
3
+4
5. Gators
3
+2
6. WinU
2
+1
7. Herisau
1
-1
8. Pfanni
0
-2
9. Vipers
0
-4
10. Red Devils
0
-5
11. Appenzell
0
-6
12. Glattal
0
-10

Der UHC Pfannenstiel verliert das Saisonstart-Heimspiel gegen die Unihockey Rheintal Gators trotz deutlich mehr Spielanteilen nach einer 2:0 Führung zur Spielmitte letztendlich mit 2:4. Die Zürcher Oberländer verpassten es vor allem in der Anfangsphase die vielen Chancen effizient zu nutzen, je länger das Spiel dann dauerte, desto mehr bissen sich die Einheimischen an der aufopferungsvoll kämpfenden Defensive um Torhüter Hutter die Zähne aus.

Die Zürcher waren gewillt trotz deutlich veränderten Blockkonstellationen an die Leistung des erfolgreichen Cupspiels gegen den B-Ligist UHC Sarganserland anzuknüpfen und gleich von Beginn an das Spieldiktat zu übernehmen. Dies gelang dem Heimteam recht gut. Sie liessen den Ball gut zirkulieren und kamen in der 4. Minute zum ersten gefährlichen Abschluss durch Forrer, der jedoch souverän von NLA-Rückkehrer Hutter im Gators Tor entschärft wurde. In den folgenden Minute kamen auch die Rheintaler zu ihren ersten beiden Chancen durch Stieger und Wyss, doch auch Schindele im Pfanni-Tor war auf dem Posten. In der Folge spielte dann aber fast nur noch Pfanni. In der 6. Minute verpasste Büsser zentral im Slot nach Vorlage von Kulmala den Führungstreffer. Zwei Minuten war es dann jedoch Büsser, der mit einer schönen Passkombination über Kulmala zu Suter den Führungstreffer einleitete. Suter zeigte sich dann vor dem Tor eiskalt und liess Hutter keine Abwehrchance. In der 12. Minute war es erneut Büsser, der seinen Abschluss knapp links am Tor vorbeizirkelte. In der 15. Minute bekamen die Einheimischen nach einer Strafe gegen Marti die Möglichkeit in Überzahl aufzulaufen. Das Powerplay lief wie am Schnürchen und der Gegner wurde das ein ums andere Mal schwindlig gespielt. Doch entweder stand Hutter oder wie beim Abschluss von Nideröst die Querlatte dem Torjubel im Wege. Trotz Chancen für mehrere Tore liess das Heimteam diese Gelegenheit verstreichen. So endete dann das erste Drittel mit einer auf Grund der Spielanteile und Chancen viel zu knappen 1:0-Führung für die Mannen vom Pfannenstiel.

Der Start ins zweite Drittel gehörte erneut dem UHC Pfanni, dies auch das de St.Galler auf Grund zu langer Pause mit einem Spieler weniger starten mussten. Erneut bliebt das Powerplay aber trotz guten Möglichkeiten ohne zählbaren Erfolg. Kurz nach dem Überzahlspiel sah Nideröst in der 23. Minute seinen Volleyabschluss von Hutter pariert, doch wenig später musste er sich dann doch geschlagen geben. Suter konnte einen Ball der Gators in der Vorwärtsbewegung abfangen, passte geistesgegenwertig zu Kulmala und dieser legte quer zu Büsser, der auf 2:0 erhöhen konnte. Das Spiel schien also definitiv in den richtigen Bahnen zu sein, zumal Pfanni weiterhin mehr Ballbesitz hatte und auch viele Abschlüsse nahm. Doch diese waren oft zu wenig zwingend, bzw. landeten oft in den Blocks der gut und solidarisch arbeitenden Rheintaler Verteidigung. Kurz nach Spielmitte hatte Chlebda die Möglichkeit auf 3:0 zu erhöhen, er verzog doch aus dem Slot heraus knapp. Besser machte es auf der Gegenseite Kurzmann. Er fand etwas zu viel Platz vor und nutzte dies zu einem Drehschuss, der mit dem Anschlusstreffer gekörnt wurde – ein Tor nicht unbedingt entsprechend dem Spielverlauf. Nun hatten die Gators Aufwind und bekamen die Möglichkeit eines Überzahlspiels, doch auch bei ihnen funktionierte noch nicht alles wie gewünscht und so ging Pfanni mit einer Führung in die Schlussphase des Drittels. In der 39. Minute liess Siegrist seine Farben den Ausgleich bejubeln, nach einem defensiven Aussetzer wurde er am weiten Pfosten wunderbar von Siegrist freigespielt und brauchte nur noch einzuschieben.
Die Spannung im Spiel war also zurück und Pfanni sah sich veranlasst einige Wechsel vorzunehmen. Die erste Chance hatte dann aber Hunziker, der im Slot den Ball knapp über die Querlatte setzte. In der 42. Minute kam auch Pfanni dem Führungstreffer sehr nahe, als der neueingewechselte Luchsinger seinen Abschluss vom Pfosten abprallen sah. Die Gators witterten nun definitiv ihre Chance, kämpft und blockte defensiv unglaublich leidenschaftlich und wartete offensiv auf die Fehler des Heimteams und diese sollten kommen. In der 50. Minute versetzten die Rheintaler dem Heimteam mit zwei Toren innert 35 Sekunden einen argen Dämpfer. Zuerst führte ein Nachschuss durch Langer nach einem Gegenstoss zur erstmaligen Führung und wenig später hämmerte Hunziker einen Freistoss zum 4:2 in die Maschen. Pfanni war nun definitiv gefordert und sie kamen noch zu weiteren Chancen, doch entweder wurden die Bälle nicht wie gewünscht getroffen oder die Qualität fehlte, so dass die Abschlüsse eine sichere Beute für den stark spielenden Hutter waren. Nach 56:47 erfolgten dann das Time-Out und die Herausnahme des Torhüters bei den Zürcher Oberländern. Doch dem Tor am nächsten kamen die Gators, die zweimal den Pfosten des verlassenen Tores trafen. So endete das Spiel mit einer ernüchternden 2:4-Niederlage für Pfanni.

Trotz Überlegenheit und einem klaren Chancenplus schaffte es Pfanni nicht mehr als zwei Tore zu erzielen, was zu wenig ist um ein Spiel zu gewinnen. Verteidiger Spälti brachte es bei seinem Comeback auf den Punkt: «Trotz grossen Spielanteilen haben wir uns zu wenige zwingende Chancen herausgespielt und sind in Konter gelaufen. Es gilt die altbekannte Weisheit: Wenn man sie vorne nicht macht, bekommt man sie hinten. Nichtsdestotrotz gilt es nach vorne und unsere Lehren daraus ziehen». Ebenfalls enttäuscht aber auch zuversichtlich fällt die Aussage von Stürmer Ernst aus: «Trotz dem positiven Momentum, konnten wir nicht an die starke Cup-Leistung gegen Sargans anknüpfen. Zu wenig offensive Konsequenz wurde mit einer Niederlage bestraft. Wir können viel, vor allem auch Positives, von diesem Wochenende mitnehmen und freuen uns auf die Saison.»

Weiter geht es für die Zürcher Oberländer am kommenden Samstag, 16.09.2023 um 19:00 Uhr im Sportzentrum in Herisau gegen den UHC Herisau. Es ist die nächste Möglichkeit das mit dem Punktesammeln zu starten.

Telegramme:

UHC Pfannenstiel – Unihockey Rheintal Gators 2:4 (1:0 / 1:2 / 0:2)
1:0 Suter (Kulmala) / 2:0 Büsser (Kulmala)
Aufstellung: Schindele (Tor), Edelmann (Ersatz); Bär, Scheuner, Hafner, Nideröst, Chlebda; Heierli, Schellenberg, Kulmala, Suter, Büsser; Bier, Spälti, Moser, Ernst, Forrer; Zumkehr, Gmür, Bartenstein, Hottinger, Luchsinger.
Strafen: Chlebda (2 min)

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